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"Die Schatten sehen und überleben"

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Ende eines Traums

 
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Beitrag Verfasst am: Sa Jun 04, 2005 12:11 pm    Titel: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

Hoi,

beim Entmisten ist mir eine Geschichte in die Hände gefallen, mit der ich mal bei einem Wettbewerb ein paar Regelwerke abgestaubt habe Smile

Dachte mir bevor das Ding bei mir zu Hause auf dem Rechner vor sich hin gammelt bis die Festplatte abraucht, stell ich´s mal der Allgemeinheit zur Verfügung. Ich hoffe, es vertreibt ein bisschen Langeweile und ist nicht zu technik-lastig.

Jo, geht los nü...Rechtschreib- und Grammatikfehler bitte nicht füttern...




Ende eines Traums


Seattle/UCAS, Redmond Barrens - 2063


Die Frau in dem langen, schwarzen Duster schaute sich prüfend im Zimmer um. Hier gab es nicht mehr viel für sie zu tun. Die wenigen Habseligkeiten waren gepackt, und unten wartete der Van des Riggers Otto, um die Ladung aufzunehmen. Es kam in letzter häufiger vor, dass das Team sein Domizil wechseln musste. Man lebte in unsicheren Zeiten, und je besser die Aufträge bezahlt wurden, desto mehr Gestalten klebten einem an den Hacken, die scharf darauf waren, einem das Lebenslicht auszupusten.

“Ich glaub, du hast was verloren.“

Oren-shii, die Strassensamurai, lehnte in der ihr eigenen lässigen Art im Türrahmen, und hielt etwas in der Hand. Sie war mit ihren 20 Jahren das jüngste Teammitglied. Sie hatte eine klassische Ninjutsu-Ausbildung genossen, und lehnte es ab, als Messerklaue bezeichnet zu werden, auch wenn sie Cybersporne trug.

Die Frau im Duster wandte sich um, und ging hinüber, um zu sehen, was ihre Teamkameradin gefunden hatte. Sie war hochgewachsen und sehr schlank, eine attraktive Erscheinung mit langem silberweissem Haar und blassem Alabasterteint. Die spitz zulaufenden Ohrmuscheln wiesen sie unübersehbar als Elfin aus. Ihr Alter war schwer zu schätzen. Sie konnte genausogut 25 wie 45 sein. In Wahrheit würde sie dieses Jahr ihren 60. Geburtstag feiern, und hatte damit die durchschnittliche Lebenserwartung eines Shadowrunners bei weitem überschritten. Schon vor geraumer Zeit hatte sie sich mit der Tatsache abgefunden, nicht wie andere Metamenschen zu altern. Warum das so war, wusste niemand. Um es herauszufinden, war sie sogar einmal ins Elfenkönigreich TirNaNog gereist, weil es hiess, dort gebe es mehr von ihrer Art, war jedoch bereits nach wenigen Tagen wieder abgereist, weil sie mit elfischen Rassisten genausowenig anfangen konnte wie mit dem Humanis-Policlub. Sie hatte ein feingeschnittenes, etwas herbes Gesicht, das von mandelförmigen goldenen Augen beherrscht wurde. Ihr Mund war jedoch eine Spur zu hart, um sexy zu wirken, und die Augen waren eindeutig Implantate.

Ruhig nahm sie das Fundstück aus Oren-shiis kräftiger Hand, und warf einen Blick darauf. Es war ein Fotoausdruck. Das Papier begann bereits zu vergilben, und es war einem veralteten Laserdruckverfahren zu verdanken, dass die Farben noch so gut erhalten waren. Der Schnappschuss zeigte sie selbst, nur in einer sehr viel jüngeren Version. Auf dem Foto waren ihre Augen grün, nicht golden, und aus ihrem Lächeln strahlte die Unbekümmertheit der Jugend. Neben ihr auf der Couch sass ein rothaariger Teenager mit dicker Brille und verschmitztem Grinsen. Im Vordergrund lagen auf einem Tisch irgendwelche Elektronikbauteile herum, aber von einer Art, wie sie Oren-shii noch nie gesehen hatte.

“Wer ist das da neben dir?“ wollte die Samurai neugierig wissen. “Dein Lover?“ Sie kicherte über ihren Witz.

Die Elfin lächelte nicht, aber ihre Gesichtszüge wurden etwas weicher, während sie das Foto betrachtete, und ihre Gedanken abzuschweifen begannen...

__________________________________________________________

Technische Universität Heidelberg, ADL - 2028


Mark Kleinfeld platzte ohne anzuklopfen in das kleine Apartment im obersten Stock des Studentenwohnheims, und liess sich auf die abgewetzte braune Couch fallen, dass das alte Möbelstück ächzte. "Hi El", begrüsste er die Wohnungsinhaberin beiläufig, bevor er umgehend seinem Ärger Luft machte. "Das darf doch alles nicht wahr sein! Das neue System ist schneller, stabiler und effektiver als diese veraltete Scheisse, und vor allem hört dieser ständige Ärger mit den IP-Adressen auf. Warum kapieren diese Idioten das nicht?"

Eliandra Sonnenwind, die hochgewachsene, schlanke Elfin, sah von dem Mainboard auf, in das sie gerade ein neues ROM einzulöten gedachte, und richtete die seegrünen Augen auf ihren jungen Kommilitonen. Jung - das war der Stipendiat mit seinen 16 Jahren wirklich. Er besass einen IQ jenseits der 180, hatte im Alter von 14 Jahren sein Abitur mit Traumnoten gemacht, und die Aufnahmeprüfung für die TU mit Auszeichnung bestanden. Eliandra konnte einen Computer programmieren. Mark hingegen DACHTE in Bits und Bytes. Sie zuckte mit den Schultern, und wandte sich wieder ihrer Lötlampe zu. "Weil mit dem alten System zuviel Geld verdient wird."

Da war was dran. In den letzten Jahrzehnten liefen Internetverbindungen zwar verstärkt über Satellit, Funk, und Kabelnetz ab, aber seit nahezu jedes Haushaltsgerät mittels WLAN an das World Wide Web angeschlossen werden konnte, damit die vielbeschäftigte Bevölkerung sich nicht mehr mit solchen Nichtigkeiten wie Einkaufslisten herumschlagen musste, war ein massives Problem aufgetaucht: Die Internet-Protokoll-Adressen, die für die Kommunikation mit einem Internetserver unabdingbar waren, waren knapp geworden. Es konnte durchaus passieren, dass in Extremfällen tagelang keine Verbindung zu bekommen war, weil keine IP zur Verfügung stand. Proportional dazu waren getreu dem Prinzip von Angebot und Nachfrage die Kosten für Internetzugänge und Netzwerklizenzen in den vergangenen Jahren geradezu explodiert, wobei die Tarife sich nach der Priorität bei der IP-Vergabe richteten. Das Prinzip war simpel: Teurer Zugang = hohe Prio = stabile Verbindung, preisgünstiger Zugang = niedrige Prio = stabile Ausfallquote.

Erst vor Kurzem hatte die Finanzverwaltung der TU angekündigt, den Studenten die bisher kostenlosen Standleitungen in Rechnung zu stellen, da die Kosten für den Träger nicht mehr finanzierbar waren. Damit hatte sie selbstredend den Zorn der Studentenvereinigungen auf sich gezogen, bedeutete diese drastische Massnahme doch vor allem für diejenigen, die sich ihr Studium selbst finanzieren mussten, eine schwere zusätzliche Belastung. Staatliche Ausbildungsbeihilfen waren bereits 2014 von der Meissner-Regierung abgeschafft worden. Seitdem hiess es „friss oder stirb“. Entweder man hatte betuchte Eltern, welche ihren Sprösslingen die Universität finanzieren konnten, oder man musste in jeder freien Minute buckeln gehen. Diese freien Minuten waren jedoch rar, wenn man sein Studium in der vorgeschriebenen Regelstudienzeit fertigstellen wollte. Schaffte man das nicht, fielen dermassen horrende Studiengebühren an, dass man die Universität über kurz oder lang mehr oder weniger freiwillig verlassen musste.

Das alles wäre hinnehmbar gewesen, wenn es keine Alternative gegeben hätte. Aber es stand seit einiger Zeit eine neue Technologie in den Startlöchern, die alle bisherigen Probleme würde lösen können, wenn man sich nur mehr damit beschäftigt hätte. Ein System auf der Basis von Breitband-Gitternetzen, die eine nahezu unbegrenzte Leitungskapazität bereitstellten, hätte das bisherige Client-Server-System mit seinen leidigen IP- und Nadelöhrproblemen über kurz oder lang ablösen können. Der Clou an der neuen Technologie war, dass man sich selbst in das Netzwerk einklinkte und sich mittels einer Persona aktiv darin bewegen konnte, ohne vor dem heimischen Terminal weltweit warten zu müssen, bis irgendein Server in Hintertupfingen genügend Kapazitäten frei hatte, um dem User die gewünschte Information nach Hause zu liefern. Der Einsatz des "Matrix" genannten Systems, welches sich aufgrund fehlender Forschungsgelder in einer Art Dauer-Experimentierphase befand, hätte das weltweite Datennetz auf einen Schlag revolutionieren können.

Es gab jedoch wie meistens einen Haken: Die grossen Provider und führenden IT-Konzerne dachten gar nicht daran, die neue Technologie an den Kunden zu bringen. Sie verdienten viel zu gut an überteuertem Webhosting und Netzwerklizenzen, der Entwicklung von technischem Equipment, dessen jeweils neueste Generation gerade mal ein paar Bit schneller war als das Vorgängermodell, sowie den dazugehörigen kostenpflichtigen Wartungs- und Serviceverträgen. Warum also den Ast absägen, auf dem man sass?

Mark schnappte sich die halbvolle Coke-Flasche von Eliandras Couchtisch, und nahm einen grossen Schluck. Seine Augen hinter den mächtigen Brillengläsern blitzten. Er mochte die besonnene Art der silberhaarigen Elfin. Im Gegensatz zu den meisten anderen Studenten, die im Durchschnitt 10 Jahre älter waren als er, behandelte sie ihn nicht wie ein Baby. Zumindest meistens nicht. "Ich komme übrigens gerade von der CyBit", informierte er seine Gastgeberin. Die grösste Hightech-Messe Europas fand jedes Jahr in Hannover statt. Mark hatte wohl irgendwie eine Eintrittskarte ergattert.

Eliandra konzentrierte sich darauf, die Anschlüsse des neuen Chips mit dem Sockel zu verbinden. Sie selbst hatte sich die CyBit dieses Jahr geklemmt. Sie knabberte immer noch an dem gewaltigen Loch, welches die Aufrüstung ihres Terminals mit SimSinn-Komponenten im letzten Jahr in ihre Kasse gerissen hatte. Der Händler hatte ihr die Hardware zwar zum "Messepreis" gelassen, aber es war immer noch teuer genug gewesen, obwohl sie bereits eine ganze Weile darauf gespart hatte. "Ah ja. Gibt´s Neuigkeiten?"

Mark machte ein finsteres Gesicht, was bei seinen sommersprossigen Pausbacken und der Stupsnase zugegebenermassen etwas drollig wirkte. "Und ob! Das da", er deutete mit dem Finger an Eliandras Nase vorbei auf den Chip, den sie gerade einlötete, "machst du in Zukunft nicht mehr."

Die Elfin schaltete die Lötlampe aus, und sah ihren Kommilitonen scharf an. Sie mochte es nicht, wenn man in ihrer Arbeit herumfingerte, auch wenn der Störenfried Mark Kleinfeld hiess und einer ihrer besten Chummer war. "So? Und warum nicht?" Es war bei Mark manchmal etwas schwierig zu differenzieren, ob er tatsächlich Informationen vorzuweisen hatte, oder ob seine pubertäre Phantasie mal wieder mit ihm durchging.

"Macrosys hat nen neuen TCNA-Standard rausgebracht." Mark legte eine kleine Pause ein, um ihre Reaktion abzuwarten. Seine Worte hatten jedoch nicht ganz die erhoffte Wirkung. Eliandra blickte verständnislos. "Und? Was soll der Unterschied zum alten TCNA-Standard sein?"

TCNA oder Trusted Computing and Networking Alliance war im ersten Jahrzehnt des 21.Jahrhunderts entwickelt worden, um eine bessere Abstimmung von Computerhard- und -software zu ermöglichen. So lautete zumindest die offizielle Version des in Redmond ansässigen Software-Riesen Macrosys, welcher TCNA damals in Zusammenarbeit mit einigen weltweit führenden Hardware-Herstellern konzipiert hatte. Kritiker sahen darin einen Eingriff in die Privatsphäre des Nutzers, da das Betriebssystem MS-Buffalo über jeden vom User vorgenommenen Mausklick Informationen an den Hersteller Macrosys sendete, was vom Nutzer nicht unterbunden werden konnte. Es war auch nicht möglich, MS-Buffalo durch ein anderes Betriebssystem zu ersetzen, da die Signatur des Betriebssystems untrennbar mit dem ROM des Computers verbunden war.

Heute, zwanzig Jahre später, war zwar bewiesen, dass die Kritiker zum grössten Teil recht gehabt hatten, aber leider war die Sache nicht mehr rückgängig zu machen. MS-Buffalo hatte durch seine strikte Weigerung, mit Nicht-TCNA-signierten Anwendungen zusammenzuarbeiten, alle kostengünstigen OpenSource-Lösungen vom Markt verdrängt. Viele kleine Software-Schmieden hatten Konkurs anmelden müssen, während die grossen Konzerne deren Patente für ein Butterbrot aufgekauft und teuer als TCNA-kompatible Produkte vermarktet hatten. Die gesamte TCNA-Technologie war ein abgekartetes Spiel gewesen, bei dem sich die IT-Giganten gegenseitig die Bälle zugespielt hatten, und danach ging es erst richtig los.

Anhand der ausgewerteten Benutzerdaten wurden Konsumentenprofile erstellt, die es Konzernen ermöglichten, jeden Kunden mit speziell auf ihn zugeschnittener Werbung zu berieseln. Ein Arbeitgeber konnte sich eine Logdatei mit den privaten Gewohnheiten seiner Angestellten anfertigen lassen, wenn er genügend Euro oder Nuyen auf den Tisch legte. TCNA lieferte zuverlässig Auskunft darüber, wann der Benutzer im Internet welche Seite aufgerufen hatte, wertete Bankdaten und Zugangsberechtigungen aus, und führte sogar Buch über die vom Haushaltsdienst automatisch vorgenommen Lebensmittelbestellungen. Es lieferte sogar Informationen über das Protokoll des Müllzerkleinerers, wenn jemand den richtigen Befehl eingab. Das Schlimme war jedoch, dass die wenigsten Benutzer überhaupt eine Ahnung davon hatten, dass sie derart ausspioniert wurden.

Wer es wusste, wandte sich an Leute wie Mark und Eliandra, die gegen erschwingliches Entgelt die von MS und Konsorten signierten Chips auf den Hauptplatinen gegen neutrale Bauteile austauschten, und die Softwareabfragen im Quellcode von MS-Buffalo modifizierten. Das war zwar nicht unbedingt legal, da Macrosys es durchgeboxt hatte, dass TCNA nicht nur internationaler Standard, sondern inzwischen in den meisten Staaten auch im Gesetz verankert war, aber wer mit einigermassen Hirn in der Schale wollte schon von Big Brother ständig überwacht werden?

Mark rückte ein Stück näher an Eliandra heran, und seine braunen Dackelaugen funkelten riesengross hinter den Brillengläsern. "Der Unterschied ist, dass auf den neuen Mainboards ein Chip draufsitzt, der die komplette Hardware deaktiviert, sobald du dir am ROM zu schaffen machst. Dann muss das Teil zu MS eingeschickt werden, und die schalten es dir freundlicherweise wieder frei. Kostenpflichtig und mit Registrierung, versteht sich. Nett von der Firma, was?"

Eliandra grinste. "Na und? Dann brücken wir den Chip eben."

Mark schüttelte heftig den Kopf. "Nope, El. Sobald du irgendwelche Manipulationen am Chip vornimmst, zerstört er sich selbst, und lässt dabei die ganze Platine abrauchen. Dann wird´s für den User richtig teuer, weil er sich dann nämlich ein neues Systemboard zulegen kann."

Nach diesen Worten herrschte betroffene Stille in dem kleinen, spärlich möblierten Raum mit den vergilbten Tapeten und dem fleckigen Teppichboden. Eliandra drehte nachdenklich einen Spannungsprüfer in den Händen. "Das wäre das Ende des Traums", murmelte sie vor sich hin. "Was hast du gesagt?" fragte Mark. "Ich hab dich nicht verstanden."

Die Elfin legte den Spannungsprüfer aus der Hand, und seufzte. "Weisst du, Kleiner", sie war die Einzige, die ihn so nennen durfte, "als Mitte des vorigen Jahrhunderts das ARPAnet, also der Vorläufer des heutigen Internet, entwickelt wurde, hatten die Schöpfer einen Traum: Es sollte ein riesiges Informationsparadies werden, von dem jeder was haben sollte. Wissen kostenlos für alle. Kein Mensch auf diesem Planeten sollte mehr Bildungsdefizite haben, weil er sich keine Bücher leisten konnte. Aber das Ganze scheiterte wie üblich an der ordinären Raffgier. Der Fisch fing gegen Ende des vorigen Jahrhunderts an zu stinken, als endlich so gut wie alle Haushalte auf der Welt ans WWW angeschlossen waren. Da entdeckten nämlich die Konzerne das Internet als gigantisches Ladenlokal. Sie pinkelten an jedes virtuelle Bäumchen, indem sie alles aufkauften und mit Copyrights zupflasterten. Auf einmal war nix mehr mit kostenloser Information, nur noch Sales, Sales, Sales. Überall hatte irgendjemand seinen Daumen drauf. Gleichzeitig begannen sie mit der systematischen Verblödung der Leute, indem sie ihre Komplettwundertüten zu Discountpreisen an Hausfrauen vertickten. Auspacken, Einschalten, Loslegen ist ja viel bequemer, als sich mit dem auseinanderzusetzen, was in der Kiste drin ist. Tja, und zum Schluss wurde der fetteste Deal zum Standard definiert und eingetütet. Jetzt gibt´s nur noch eine Handvoll Leute, die durch die Show durchblicken. Und Würstchen wie uns, die ihr Knowhow meistbietend verscheuern, ohne wirklich was ändern zu können.“

Sie schwieg einen Moment, und ihre gerunzelte Stirn glättete sich ein wenig. „Trotzdem lebt der Traum weiter, solange es noch Leute gibt, der den Kons wenigstens ein bisschen in die Suppe spucken."

Mark hatte ihr aufmerksam zugehört, und als sie nach der Colaflasche griff, um sich die trockene Kehle zu befeuchten, schaute er sie mit grossen Augen an. "Woher weisst du das alles, El?"

"Ich bin schon alt und weise", gab Eliandra trocken zurück. Mit ihren 25 Jahren stimmte das sogar, wenn man Marks Alter zum Vergleich heranzog. Dann schmunzelte sie. "Ausserdem lese ich ab und zu noch was anderes als Programmierhandbücher.“

“Und warum glaubst du, dass wir nichts ändern können?“

Sie dachte einen Moment nach. “ Weil wir die Kleinen sind, und die Kons die Grossen. Die machen die Regeln, und wir brechen sie. Noch. Aber wenn du dir ´nen Gefallen tun willst, Kleiner, dann sieh zu, dass du dir bei einem von denen nen guten Job an Land ziehst. Dann hast du deine Ruhe, und der Kon bezahlt deine Krankenversicherung. Wenn die Probezeit rum ist, kannst du dir die Eier schaukeln, dir ein nettes Mädel suchen, und ein paar kleine Schreihälse in die Welt setzen. So einfach ist das.“

“Du bist eine Opportunistin, El.“ Es klang ein wenig vorwurfsvoll.

Die Elfin grinste mit makellosen weissen Zähnen. “Meinst du, ich will den Rest meines Lebens in irgendwelchen vermieften Bastelwerkstätten für ein paar Eurofuffzig Mainboards modifizieren? Dafür hat mich mein Paps garantiert nicht auf die Uni geschickt. Hey, wir sind die Elite. So, und jetzt lass mich arbeiten."

Sie warf einen Blick auf die Uhr. In zwei Stunden musste sie bei ihrem nächsten Job sein. Dort würde sie dann bis morgen früh durchziehen, um dann mal wieder in der Vorlesung einzuschlafen. Nun ja, irgendwo musste die Knete herkommen. Die monatlichen Zuwendungen ihrer Adoptiveltern reichten gerade mal, um die unverschämt hohe Miete für dieses Wohnklo von einer Studentenbude zu bezahlen und nicht zu verhungern. Sie brachte es nicht fertig, Mom und Paps zu erzählen, wieviel Geld Lehrmittel und High-Tech-Equipment tatsächlich verschlangen. Schliesslich wusste sie, dass die beiden sich den Arsch aufrissen, um die Raten für Häuschen und Auto abzubezahlen, und gleichzeitig ihre Adoptivtochter studieren zu schicken. Da war es nur fair, den eigenen Hintern ebenfalls zu bewegen.

Mark verliess den Raum in ungewöhnlich nachdenklicher Stimmung. Auch in den nächsten Tagen bekam Eliandra ihn kaum zu Gesicht. Da sie aber selbst genug um die Ohren hatte, fiel es ihr nicht weiter auf. Eine Woche später war das Semester zuende, und sie fuhr über die Ferien zu ihren Eltern nach Hause.

Als sie nach einigen Wochen zurückkehrte, fand sie eine Email in ihrem Postfach. Das war nichts Ungewöhnliches, aber nicht jeden Tag erhielt sie Emails aus Russland. Der Virenscanner hatte sie als sauber klassifiziert, und sie war auch nicht in den Spamfilter gewandert. Die Email enthielt eine Empfangsbestätigung, die sich beim Öffnen aktivierte. Ungläubig las Eliandra die Zeilen:

----------------------------------------------------------------------------

Hi El,

wenn du das liest, bin ich bei Freunden. Antworte nicht, und versuch mich nicht zu tracen. Du wirst mich eh nicht finden.

Ich habe über das nachgedacht, was du gesagt hast. Das mit dem Traum und so. Ich finde, die Welt hat es verdient, frei zu sein. Deshalb habe ich mich diesen Leuten angeschlossen. Nimm dir die neue Technologie vor, und beschäftige dich soviel wie möglich damit. Das Matrix-Zeugs, du weisst schon. Das World Wide Web wird untergehen. Bald.

CU, Mark

-----------------------------------------------------------------------------

Was zum...? Eliandra starrte geschockt auf den Bildschirm. Der kleine Mark? Im Untergrund? Fieberhaft aktivierte sie ihre Suchprogramme. Ergebnislos wurde sie von einem Server zum Nächsten gereicht, bis sie irgendwann auf dem Gateway eines kostenlosen Email-Anbieters landete. Dead End, dachte sie seufzend, und gab es auf. Wer so gut war wie Mark, und nicht gefunden werden wollte, wurde auch nicht gefunden.

Eliandra wusste, dass es zahlreiche Hackergruppierungen gab, die ihren Unmut über das, was aus dem Web und der IT-Branche allgemein geworden war, regelmässig durch DOS-, Würmer- und Virenattacken auf die instabilen Netzwerk-Konstrukte zum Ausdruck brachten. Daneben gab es natürlich jede Menge Konzernsklaven, die im Auftrag ihrer Bosse dasselbe machten, um es dann Ersteren in die Schuhe zu schieben (und dem Konzern dabei Gelegenheit zu verschaffen, sein neuestes Antiviren-Produkt an den verunsicherten User zu bringen). Die Attacken unterschieden sich darin, dass die freien Hacker meist direkt auf die Serversysteme von Konzernen und Regierungen losgingen, während die Aktionen der Trittbrettfahrer sich meist gegen die Allgemeinheit richteten. Natürlich erkannte der Durchschnitts-User den Unterschied nicht, was dem Geschäft nur förderlich war.

Wie auch immer, sie hatte ein seltsames Gefühl bei der Sache. Trotz seiner Jugend hatte sie Mark immer ernst genommen. In dem linkischen rothaarigen Jungen steckte ein scharfer Intellekt mit einer beispiellosen Auffassungsgabe, und ausserdem – und das hatte sie irgendwie an ihm gemocht – eine gehörige Portion Idealismus.

Sie entschied sich dafür, die Warnung ernst zu nehmen, und konzentrierte in der folgenden Zeit ihre Studien auf die Matrix-Technologie. Sie verschlang alles, was sie über Lokale Telekommunikations-Gitter, LTGs genannt, Hoststrukturen und Cyberterminals in die Finger kriegen konnte. Ausserdem begann sie damit, so viele Kommilitonen wie möglich ebenfalls für diese Idee zu begeistern. Es war ein schwieriges Unterfangen, bei der Universitätsleitung durchzuboxen, dass im Labor mit der neuen Technologie experimentiert werden durfte. Schliesslich wurde die TU unter anderem von diversen IT-Konzernen gesponsert, die darauf pochten, dass ihre Produkte auch weiterhin eingesetzt werden sollten. Es war letztendlich der Beharrlichkeit der Studenten und der Unterstützung einiger Lehrkräfte zu verdanken, dass nach wenigen Monaten die TU über einen eigenen Host verfügte, der zwar offiziell nur ein Experiment, aber in Wirklichkeit jederzeit bereit war an ein LTG angeschlossen zu werden, sofern denn eines ausserhalb der Universität existierte. Es verstand sich von selbst, dass der Rechner weder einen TCNA-Chip besass, noch dass er über ein Macrosys-Betriebssystem verfügte. Im Rahmen einer Projektarbeit hatte die Studentengruppe, der auch Eliandra angehörte, die meisten Daten des Universitätsservers bereits auf den Matrix-Host übertragen. Jeder der wollte, bekam eine Zugriffsberechtigung, und so wurde das Experiment zu einer Spielwiese der Informationstechnologie ohne verschlossene Türen. Genau wie damals, zur Zeit der ARPAnet-Pioniere.


Technische Universität Heidelberg, ADL - 2029.


Eliandra sass vor ihrem Terminal, und wollte noch kurz ihre Emails checken bevor sie zur Arbeit musste, als der Bildschirm plötzlich schwarz wurde. Wenig später schaltete sich der Computer selbständig ab. Drek, dachte die Elfin, jetzt ist das Netzteil abgeraucht. Verfluchter Billigschrott! Als wenig später das Licht zu flackern begann, und schliesslich verlöschte, dämmerte ihr jedoch, dass wohl etwas anderes nicht stimmen musste. Sie trat ans Fenster, und schaute hinaus. Vom obersten Stockwerk des Studentenwohnheims hatte man zwar nicht gerade Panoramablick, aber es reichte um zu erkennen, dass die Universität, die Wohnheime und scheinbar die ganze Stadt im Dunkeln lagen. Ein Stromausfall?

Sie verliess ihr Zimmer, und rannte geradewegs in die Versammlung hinein, die sich auf dem Flur bereits gebildet hatte. Aus dem aufgeregten Getuschel liess sich entnehmen, dass wohl mit sämtlichen Terminals auf der Etage das gleiche passiert war wie mit ihrem eigenen, bevor die Lichter verloschen waren. Genauso sah es auf der Ebene darunter aus, sowie im ganzen restlichen Gebäude.

Innerhalb der nächsten Stunden wurde es kalt im Gebäude. Die Uni verfügte zwar über eine eigene Stromversorgung, die bereits nach wenigen Minuten ansprang, und die endlosen Flure des Wohnheims in trübe Notbeleuchtung tauchte, aber die Heizung wurde über das öffentliche Fernwärmenetz gespeist. Dieses schien genauso ausgefallen zu sein, wie das Stromnetz. Das Telefon war ebenfalls tot, und wenn man den Fernseher oder das Radio einschaltete, bekam man auf allen Kanälen nur weisses Rauschen.

In den frühen Morgenstunden tauchte auf dem TFT-Display des altersschwachen Fernsehers das ernste Gesicht eines Nachrichtensprechers auf. Eliandra stellte den Ton lauter.

“Meine Damen und Herren, dies ist eine Sondersendung. Am gestrigen Abend hat ein unbekanntes Computervirus den weltweit grössten Datencrash der Geschichte ausgelöst. Alle Zugangsknoten zum World Wide Web sind ausgefallen. Aufgrund der Attacke wurden alle stromerzeugenden Reaktoren vorsichtshalber abgeschaltet, deshalb kommt es zu Engpässen bei der Strom- und Wärmeversorgung. Der öffentliche Nah- und Fernverkehr im ganzen Sendegebiet ist für unbestimmte Zeit zum Erliegen gekommen. Noch ist das genaue Ausmass des Schadens unbekannt. Als sicher gilt jedoch, dass das Virus immun gegen jede bekannte Antivirensoftware ist. Am schlimmsten betroffen ist der Redmonder Konzern Macrosys. Wie ein Sprecher mitteilte, wurden binnen Minuten alle Systeme des Softwareherstellers irreparabel zerstört.“

Der Sprecher machte eine kurze Pause und schien auf etwas zu lauschen, bevor er weitersprach.

„Wir entschuldigen uns für die Unterbrechung, meine Damen und Herren. Wie uns soeben mitgeteilt wurde, sind auch die Systeme aller Partnerkonzerne von Macrosys bereits ausgefallen. Das Virus greift auf den Quellcode des Betriebssystems MS-Buffalo zu, und wird voraussichtlich binnen 24 Stunden weltweit jedes TCNA-kompatible System zerstört haben. Die Regierung hat den Ausnahmezustand verhängt. Wir bitten Sie, zu Hause zu bleiben, und weitere Informationen abzuwarten...“

Eliandra hatte genug gehört. Sie schaltete den Fernseher aus, und schlüpfte in ihre dicke Winterjacke. Sie brauchte frische Luft. Leise schloss sie die Zimmertür hinter sich, und ging gemessenen Schrittes die hallenden Flure entlang, die Treppen hinunter, durch die Eingangshalle, über den Campus bis vor das Tor. Tief sog sie die schneidend kalte Luft in ihre Lungen. Sie schmeckte anders als sonst. Es würde vermutlich nicht lange dauern, bis die ersten Krawallschläger und Plünderer auftauchten.

Eine unwirkliche Stille lag über der Stadt. Von Osten her tauchte die aufgehende Wintersonne die unbeleuchteten Monolithen aus Stahl und Glas, in denen heute niemand zur Arbeit erscheinen würde, in rötlichgoldenes Licht, während im Westen die letzten Sterne verblassten. Keine Kondensstreifen zerfaserten am Himmel, und die Luft war ungewöhnlich klar. In den menschenleeren Strassen rührte sich nichts. Als hielte die Welt den Atem an.

Hoch oben, wo die Schwärze der Nacht langsam den Grau- und Violettschattierungen des heraufdämmernden Tages wich, kreiste ein Komsat mit zaghaft blinkenden Positionslichtern in seiner Umlaufbahn. Bedeutungslos. Genau wie es jetzt das WWW, IP-Adressen, TCNA, Buffalo und Macrosys waren. Einfach so, über Nacht, quasi mit einem Fingerschnippen, waren die Karten neu gemischt worden. Sie dachte an Mark. Der Kleine hatte sie und viele andere ziemlich alt aussehen lassen. Sie alle machten ihre verwixten Schattenjobs, um sich ein Stück vom Kuchen zu holen, und vielleicht irgendwann ne grosse Nummer zu werden, die einen in den Glaskästen, die anderen in den Schatten. Aber kaum jemand hatte solche Eier bewiesen, wie dieser 16jährige Freak. Ob er es tatsächlich gewesen war? Sie würde es vielleicht nie erfahren.

Eines wusste sie jedoch mit Bestimmtheit, und die Erkenntnis brannte sich in dieser Sekunde für immer in ihr Gedächtnis: Ein Traum war zu Ende gangen, und ein anderer konnte beginnen. Weil es irgendwo da draussen Menschen gab, die daran glaubten.



Seattle/UCAS, Redmond Barrens – 2063


“Firewall? Hey, bist du eingepennt? Ich hab dich was gefragt!“

Die hochgewachsene Elfin zuckte leicht zusammen, als Oren-shiis Stimme sie ins Hier und Jetzt zurückholte, und strich sich mit einer automatischen Geste das lange weisse Haar zurück. Die schwarze Datenbuchse schimmerte matt in dem kahlrasierten Streifen über der spitzen liken Ohrmuschel auf. Sie war wohl tatsächlich mit den Gedanken kurz woanders gewesen.

“Ein Chummer“, antwortete sie versonnen, und liess das Bild im Futter der Tasche verschwinden, in der sie auch ihr Cyberdeck aufbewahrte. “Gehen wir.“
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Beitrag Verfasst am: Sa Jun 04, 2005 12:11 pm    Titel: Werbepause


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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 06, 2005 7:49 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

wow...






mehr fällt mir gerade nciht ein, sehr genial Jingles.. sehr genial Wink
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 06, 2005 7:52 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

Gefällt mir sehr gut! Ich hab es vor einigen Wochen gelesen als du mal drauf verwiesen hast das es in nem anderen Forum steht als Wettbewerbsbeitrag. Thumb up
Mehr davon!
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 06, 2005 8:40 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

Oh, es hat tatsächlich jemand ganz gelesen? Wink

Danke ihr Süssen! *knutsch*

*freu*
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Indigo
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 06, 2005 8:51 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

Sicher! Ich hab es schon viel früher gelesen und dann irgendwie vergessen dir was dazu zu schreiben glaube ich Embarassed Sorry...
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 06, 2005 9:23 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

Cool, gefällt mir sehr

ja ja das gute alte IPv4 wo wir doch alles auf das v6 warten... we'll see...

TCPA / TCNA auch nicht sehr Fern... we'll see


überhaupt finde ich es doch recht erschreckend welche Parallelen es doch zwischen SR und realität gibt... auch auf Cyberware bezogen...

Fehlen nur noch Spitzohrige Zauberkugeln

...we'll see...

...we'll see...

...we'll see...

...we'll see...
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 06, 2005 10:05 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

Ähm...den Begriff TCNA hab ich erfunden (wegen Copyright *flöt*). Es sei denn, jemand hat das inzwischen geklaut he...he... Eigentlich gibbet nur TCPA (oder wird es demnächst geben).

In der Geschichte bin ich davon ausgegangen, dass auch v6 nicht mehr ausreicht, weil in dieser fiktiven Realität ja jeder Toaster mit ner eigenen IP im Netz hängt Wink

Obwohl die Vorstellung echt was hat... *gg*
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 07, 2005 8:37 am    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

Ich glaube gelesen zu haben das bei v6 pro m? der Erdoberfläche hunderte IP-Adressen verfügbar sind... aber ich prüf das nochmal...

Ich hab TCPA und TCNA nur mal kurz gegenübergestellt damit man einer der sich nicht so auskennt auch die Parallelen mal sieht.

Edit:

Ich wusste zwar, das es viele waren... aber so viele:

Zitat:
ie "IP-Knappheit" dürfte mit IPv6, auch "IP Next Generation" genannt (IPNG), wohl vorüber sein. So ist es mit IPv6 theoretisch möglich 655,570,793,348,866,943,898,599 Adressen pro Quadrat-Meter Erde, zu vergeben.


Nachzulesen bei: http://www.ipv6-net.org/service/
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 07, 2005 8:48 am    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

655 Trilliarden... respekt ^^ sollte eigentlich reichen, auch wenn Toaster mit IP ins Netz gehen Smile
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 07, 2005 9:11 am    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

Solange nicht jede Nanite im Strassensammy deiner Wahl durchs Netz surft...
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 07, 2005 3:59 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

Naja, wie gesagt, es ist fiktiv und ich wollte jetzt auch keine Diskussionen über IT-Gedöns heraufbeschwören. Das hab ich schon den ganzen Tag auf der Arbeit *narf*

Freut mich, wenn euch die Story gefallen hat Smile
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 07, 2005 4:51 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

um Himmels Willen ich wollte jetzt auch keine Diskussion starten. Mit IPv6 hat beim Schreiben von SR3 wohl keiner gerechnet.

Ich finde deine Story klasse und kann so richtig den Umschwung von Internet zu Matrix nachvollziehen...
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 07, 2005 10:36 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

*nick*

mehr ist nciht zu sagen Fröschlein ^^
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Beitrag Verfasst am: Di Dez 20, 2005 8:58 pm    Titel: Re: Ende eines Traums Antworten mit Zitat

auch wenn es necromancing ist, mir gefält die story, sehr sogar.
irgendwie fände ich es gut, wenn die story in einem kommenden matrixerweiterungsbuch auftaucht Thumb up
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