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"Die Schatten sehen und überleben"

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Lilith
Schicksalsgöttin


Anmeldungsdatum: 01.12.2004
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Wohnort: Leipzig

Beitrag Verfasst am: Do Apr 06, 2006 7:26 pm    Titel: Ich Versuche mich auch mal^^ Antworten mit Zitat

Morgen Leuts^^

Ich dachte mir, da ich schon mal angefangen habe, kann ich die Geschichte bis jetzt mal ins Forum stellen. Ich finde sie einigermaßen Okay bis jetzt, aber Irgendetwas fehlt^^

Also, zur Story:

Es geht um meinen Standartchar Lilith, und wie sie eigendlich in die Schatten kam. Da hab ich dann noch eine Geschichte drumgewoben und das is sie Jetzt:


Nachrichten aus der Vergangenheit

Es war ziemlich rauchig im Abteil, was daran lag, das ein mitreisender Zwerg seine Finger nicht von der Zigarrenschachtel neben ihm lassen konnte, aber das interessierte Sie nicht.
Sie Ignorierte sogar die lüsternen Blicke des Typen neben ihr und das Geschrei eines Orkkindes, das mit seiner Mutter um ein Stück Schokolade stritt.
Ihr einziges Interesse galt im Moment dem Zettel in ihrer Hand.
Sie hatte ihn bestimmt schon Dutzende Male gelesen, kannte ihn schon auswendig, aber konnte noch immer nicht glauben, was dort geschrieben Stand:

„Mir geht es gut. Ich habe lange nach dir gesucht.
Ich hätte dich informieren müssen, aber die Situation
erlaubte es nicht. Komm Morgen nach Deutschland,
München, Hotel Western. 17.00 Uhr. In der Bar.
Milan.“

Der Zettel, den Sie gestern abend nebst Umschlag und einem Bahn- sowie Flugticket aus ihrem Briefkasten geholt hatte, hatte Sie die ganze Nacht kein Auge zutun Lassen. Immer wieder hatte sie ihn zur Hand genommen und die Schrift gelesen, die ihr so Vertraut war. Ganze Kisten mit diesen Schriftzügen hatte sie im Keller stehen.
Und sie konnte es nicht glauben. Er ist Tot, sagte eine Stimme in ihrem Kopf, Du hast gesehen... Ja. Er war Tot. Begraben. Sie selbst hatte ihn auf seiner letzten Reise begleitet, Blumen niedergelegt und fünf lange Tage Totenwache gehalten. Und dann... Sie schüttelte sich. Wollte nicht darüber Nachdenken.
Aber wer hatte ihr diesen Brief geschickt? Und wenn doch? Quatsch. Aber irgendetwas trieb sie an. Hoffnung war zuviel gesagt, eher die Aussicht, zu erfahren, wer seine Briefe an Sie verschickte. Hatte er nicht einen Bruder? Aber der kannte sie nicht. Und Jess? Nein. Er hätte angerufen. Aber wer wollte Sie in Seinem Namen zu sich locken?
Und da war auch noch der andere. Joakim. Sie wohnte bei ihm, seit ihre Wohnung von einer Magiergruppe aus Deutschland aufgespürt worden war und sie etwas Stahlen, was Sie sich zurückerkämpfen musste.
Vielleicht waren sie es, vielleicht hatten sie durchschaut dass sie nur eine Kopie in den Händen hielten. Eine Kopie von dem Schwert, das Er ihr einst schenkte. Kurz vor seinem Tot. Und von dem sie jetzt wusste, das es Magisch war.
Sie hatte es zu Hause gelassen, für den Fall der Fälle. Sie kam auch so durch. Ziemlich sicher sogar. Sie war gut. Sehr gut.
Sie seufzte und steckte den Zettel weg. Sie würde es in wenigen Stunden erfahren.
Am Morgen hatte sie ihre Sachen gepackt und war ohne viele Worte abgereist. Dank ihrer Gefälschten Sin konnte Sie die Grenze ohne Zwischenfälle passieren. Mücke, ihr alter bekannter, hatte dafür gesorgt das auch ihre Waffen, eine Clock Drachentöter und eines ihrer Katana, durch die Kontrollen kamen.
Sie hieß jetzt Linda Carson und war Kopfjägerin. Das passte irgendwie. Jeder Shadowrunner war in gewisser Hinsicht Kopfjäger.
Die Grenzbeamten sahen die 1,75 große junge Frau mit pechschwarzem Haar und grünen Augen misstrauisch an und jagten die Sin ein weiteres Mal durch die Datenbank, aber Mücke, der Decker, hatte gute Arbeit geleistet. Die Sin war in Ordnung.
Die Grenzbeamten winkten sie durch und wünschten ihr einen angenehmen Aufenthalt. Dabei starrte der eine tiefer als Ihr lieb war. „Verdammte Pheromone. Ich sollte sie doch entfernen lassen“ dachte sie, ging zur nächsten Telefonzelle, steckte ihren Kredstab rein und wählte eine Nummer in Seattle.
Es klingelte zweimal, dann wurde abgehoben: „Vanel hier“ sagte die ihr so vertraute Stimme und sie antwortete: „Hi Joakim. Ich bin´s. Lilith. Ich bin in Deutschland angekommen.“ „Schön was von dir zu hören. Und du willst da wirklich alleine Hingehen? Und wenn es eine Falle ist? Stahl ist sofern ich weiß im Moment ebenfalls in Deutschland. Ich könnte versuchen...“
Er machte sich anscheinend sorgen, aber Ihr Entschluss stand fest: „Nein. Ich ziehe das alleine durch. Es muss nicht unbedingt eine Falle sein. Ich will wissen, was dahinter steckt. Das kannst du doch verstehen, oder?“ „Ja, natürlich. Aber pass auf dich auf. Und komm zurück.“ Dann legte er ohne ein weiteres Wort auf. Was er immer macht, rief sich Lilith ins Gedächtnis. Es war seine Gewohnheit. Er Telefonierte nie lang, ganz im Gegensatz zu Milan.
Sie sah auf die Uhr: Sie hatte noch etwa drei Stunden Zeit. Sie lief den ihr Verhassten Weg durch die Stadt zum Friedhof, sie musste nachdenken. Sie kaufte an einem Blumenladen einen Strauß Weiße Lilien. Seine Lieblingsblumen. Sie ging durch das Verrostete Friedhofstor und lief fast bis ans andere Ende. Etwas in ihr Hoffte in diesem Moment, das was sie erwartete würde nicht mehr da sein.
Aber das Grab lag genau so da wie sie es in Erinnerung hatte. Nur waren andere Blumen gepflanzt. Sie sorgte auch dafür, dass immer Blumen blühen würden, durch Monatliche Überweisungen an den Friedhofsgärtner. Die Vielleicht zu hoch waren, aber ihr war es egal.
Sie stellte sich vor sein Grab, legte die Blumen ab und sprach ein kurzes Gebet.
Dann drehte sie sich um und ging. Sie durfte nicht zulassen, dass die Wunden wieder aufrissen.
Plötzlich fiel ihr noch jemand ein, der ein Interesse daran hätte, sie in eine Falle zu locken. Marie. Ihre Schwester. „Ich muss vorsichtig sein.“ Sagte sie leise zu sich und sah auf die Uhr. Sie musste sich beeilen, wenn sie noch vor 17.00 Uhr da sein wollte.
Es war etwa 16.30 als sie die Bar betrat. Das Hotel lag in einem der Unterschichtvierteln von München, und die Einrichtung war ein Mix aus Country und Retro. Überall schimmerte Metal unter den mit Künstlichen Kuhfellen bezogen Hockern durch, an einigen stellen fehlten die Felle sogar.
Die Theke war lang und relativ breit, an den Wänden waren Sitzplätze geschaffen worden, indem man Tische gekürzt und aus Kisten Sitzgelegenheiten gemacht hatte. Heuballen dienten als Sichtschutz, den man sich heranziehen konnte. Sonst gab es nur eine Tanzfläche und einen Erdnussautomat.
Die meisten, die sich hier tummelten, waren Jugendliche, Menschen wie Metas. Einige waren in den Zwanzigern, Lilith ´s Altersklasse und ganz wenige schienen über dreißig zu sein.
Sie setzte sich weit hinten an die Theke, um den Raum besser Überblicken zu können, ihre Tasche hinter sich an die Wand. Der Barkeeper, ein Ork mit einem abgebrochenen Hauer, kam zu ihr: „Tag Miss. Was kann ich ihnen bringen?“ „Einen Orangensaft. Echt, bitte.“ Meinte sie zu ihm und er grinste: „Echt, Hä? Das kostet aber den dreifachen Preis, wissen se?“ Sie sah ihn an und reichte ihm einen Schein, worauf der Ork kurz verschwand um mit einem Glas Saft in seinen vernarbten Händen wieder aufzutauchen: „Wenn sie noch etwas brauchen, rufen sie mich einfach.“ schleimte er und ging, um einem minderjährigen Jungen Bier über Preis zu verkaufen.
Sie sah sich um: keiner der Leute schien sie zu beobachten, sie schienen noch nicht mal Notiz von ihr zu nehmen. Okay, viele von ihnen standen unter Drogen. Oder waren einfach nur Besoffen.
Plötzlich kamen einige Männer in Anzügen herein und gingen zum Tresen. Sie sahen nicht aus, als ob sie hierher gehörten.
Lilith war in Alarmbereitschaft, ihre Verstärkten und gestrafften Muskeln zuckten vor Anspannung, als einer der Männer an ihr vorbei durch eine Tür ging, die anscheinend in ein Hinterzimmer führte. Ihre Synapsen arbeiteten auf Hochtouren, um einen möglichen Angriff frühzeitig zu erkennen.
Der Mann kam zurück und hatte jetzt auch einen Koffer dabei. „Also, nur Schutzgeld.“ dachte Lilith und entspannte sich langsam wieder. Allerdings gingen die Männer noch nicht, sondern sahen sich die jungen Mädchen an, die in Röcken, die gerade genug verdeckten um nicht als Gürtel zu gelten, und BH ´s mit etwas mehr Stoff, tanzten. Aber das war in dieser Gegend normal.
Auch hier schlug Lilith wieder aus der Reihe, denn sie trug eine Armeehose in Schwarz und ein Dunkelgrünes T-Shirt. Außerdem war sie kaum Geschminkt. Sie wollte nicht auffallen. Und Milan hatte es nicht gemocht. Was eigentlich der Hauptgrund war.
Als die Zeiger langsam 17.00 Uhr verkündeten, ließ sie den Raum, insbesondere die Tür, nicht mehr aus den Augen, aber es geschah nichts. Um 18.00 Uhr beschloss sie zu gehen.
Sie hatte die Tür noch nicht erreicht, als sie sich reflexartig nach rechts schmiss, um einer Kugelsalve zu entgehen. „Verdammt. Doch eine Falle.“ Sie war vorbereitet, Griff in ihre Tasche und schnallte sich in Windeseile ihr Schwert um und holte ihre Pistole heraus.
Als sich umblickte, sah sie wie ein Mädchen schwer Blutend auf dem Boden lag. Sie hatte anscheinend die Komplette Salve abbekommen. Zorn kam in ihr auf. Sie sah nach vorne durch die Tür und merkte, dass der Angriff nicht ihr galt, sondern den Männern in den Anzügen, die die Bar kurz vor ihr verlassen hatten.
Einige Leute mit Masken und Ak-47 standen ihnen gegenüber und wollten allem Anschein nach den Koffer. Lilith zog sich weiter in die Bar zurück und signalisierte dem Barkeeper, er solle die Tür schließen.
Wie erwartet machte er dies mit einem Knopfdruck unterm Tresen.
„Okay, gibt es hier einen Hinterausgang für die Leute? Und kann einer Mal einen Arzt anrufen, das Mädchen stirbt sonst.“ Rief sie in den Raum und der Barkeeper holte wortlos ein Telefon raus und rief Doc Wagon an. „Die wollen wissen, wer für die Rechnung aufkommt.“ brummte der Barkeeper und als sich keiner meldete meinte Lilith: „Ich übernehme das. Geben sie mal das Telefon her.“ Sie redete kurz mit dem Angestellten und fünf Minuten später stand am Hintereingang ein Krankenwagen, der das Mädchen auflud und sie einstweilig versorgte. Die Rechnung würden sie dann an Lilith schicken. Mittlerweile war auch die Schießerei vorbei und Organhändler sammelten die Brauchbaren Reste der Verlierer ein. Lilith steckte ihre Waffen wieder weg und sah sich noch mal in der Bar um.
Die anderen Gäste hatten die Bar schon fluchtartig verlassen, entweder in die Hotellobby oder durch den Hinterausgang. Lilith holte Hundert ECU raus und gab sie dem Ork: „Ich war nie hier, okay?“ Worauf dieser meinte: „Verstanden, Chummer. Aber nimm den noch mit, den hat ein Komischer Typ vorhin bei der Schießerei hier für dich abgegeben.“ Er gab ihr einen Umschlag und sie ging langsam in die Lobby. Der Barkeeper würde auch nicht mehr wissen.
Auf ihrem Zimmer hängte sie ein „Bitte nicht Stören“ – Schild an die Tür, setzte sich auf ihr Bett und öffnete den Umschlag. Er enthielt nichts. Weder einen Brief, noch etwas anderes.
Sie fragte sich mittlerweile, ob sie jemand zum Narren halten wollte.
Sie seufzte, stand auf und ging zu ihrer Tasche. Sie holte einen Mikrostörsender und zwei Bewegungsmelder heraus. Sie stellte den Störsender in die Mitte des Raumes und befestigte die Bewegungsmelder am Fenster und an der Tür.
Wenn jetzt jemand reinkommen sollte, würde ein durchdringendes Pfeifen Lilith warnen. Aber sie hoffte, dass sie nicht gewarnt werden musste.
Dann zog sie ihre Armeestiefel aus und legte sich, noch angezogen, auf das Bett. Sie starrte an die Decke, wobei sie an nichts bestimmtes dachte, und war irgendwann eingeschlafen.
Oder war zumindest weggedöst, denn sie fuhr erschrocken hoch, als ihr Handy in den frühen Morgenstunden klingeltet. Halb schlafend fragte sie sich, wer um eine solche Zeit anrufen würde. Ihre Leute aus Seattle bestimmt nicht, durch die Zeitverschiebung war es dort gute fünf Stunden früher. Sie ging ran und hörte die ersten paar Minuten nichts, doch dann meinte eine schwache stimme, die ihr vertraut vorkam: „Lauf weg... Es ist eine Falle... das wollte ich nicht... es tut mir leid...“
Dann brach die Verbindung ab.
Lilith, die auf den schwarzen Display ihres Handys schaute, merkte nicht, wie ihr Tränen die Wange herunterliefen. Es war seine Stimme. Ohne Zweifel. Aber wie war das möglich?
Sie schaute auf die Uhr, es war gerade mal acht in der frühe, aber sie musste Antworten finden, und dabei konnte ihr nur einer Helfen. Der, der von allem wusste. Von damals. Von der Nacht, die alles verändert hatte. Und sie in die Schatten getrieben hatte.
Wie in Trance packte sie ihre Tasche und verlies das Zimmer. Sie ging durch die Bar, die 24 Stunden offen hatte und nahm ein Taxi. Sie fuhren gerade um die Ecke, da sah Lilith wie einige gepanzerte Fahrzeuge vor dem Hotel hielten. Sie wusste nicht was sie davon halten sollte.
Sie sagte dem Taxifahrer, einem Elfen Anfang 50, er solle sie am Rand des Münchner Nobelviertels rauslassen. Den Rest des Weges ging sie zu Fuß.
Sie kam an einigen großen und kleinen Anwesen vorbei, von denen sie wusste, dass sie einigen Höheren Tieren der AG- Chemie gehörten, die ganz in der nähe ihren Sitz hatte. Sie kam auch an einem Park vorbei, durch den sich ein kleiner Fluss schlängelte und sie sah wie eine Elfenfrau in Dienstmagdoutfit hinter einem kleinen Jungen herlief und aufpasste, dass er sich nicht schmutzig machte. Dann sah sie, wie zwei Jugendliche sich in ein Gebüsch schlichen, händchenhaltend und voller Liebe in den Augen. Liliths Herz bekam einen Stich bei diesem Bild. Sie dachte an früher, an die Zeit bevor ES geschah.
Sie ging weiter und kam an ein mittelgroßes Anwesen, dass Hecken vor Blicken anderer schützen sollten. Sie ging bis zum Eingang und sah sich den Vertrauten weg aus weißem Kies an, an dessen Rand Rosenbüsche blühten. Wie früher, ging es ihr durch den Kopf.
Sie ging zur Tür und betätigte den Löwenkopfförmigen Türklopfer und während sie sich fragte, ob es eine gute Idee war, hierher zu kommen, hörte sie schritte und sah kurz darauf in das verdutzte Gesicht eines alten Freundes, der sie dann fest in die Arme schloss. Als er sie losließ meinte sie nur: „Hallo Jess.“
Als Jess ihr einen Tee einschenkte und sich setzte meinte er: „Du hast mir immer noch nicht gesagt was du hier machst. Versteh mich nicht falsch, ich freue mich dich zu sehen, aber es ist sehr... Überraschend.“ Während er auf eine Antwort wartete musterte er die Frau, die er vor etwa sechs Jahren das letzte mal gesehen hatte. Sie war trotz der Jahre in den Schatten immer noch verdammt hübsch, ihr schlanker Körper strahlte Sportlichkeit aus und ihre Augen leuchteten.
Als sie schließlich anfing zu sprechen, verkrampfte sich sein Magen. Er wusste, dass sie nicht mehr zurückkommen würde. Die Schatten waren ihre Welt. Sie tat es, weil es ihre Art war, zu vergessen. Und damit musste er leben.
„Ich bin hier,“ fing sie an: „Wegen Milan. Ich glaube, er lebt.“ Als sie ihm alles erzählt hatte, was sie wusste, saß er ihr ziemlich bleich gegenüber. Sie hatte ihn auch den Anruf hören lassen, den sie aufgezeichnet hatte, und er hatte ihr zugestimmt.
Es war seine stimme, da war er sich sicher.
„Aber ich frage mich, warum er sich nie gemeldet hat. Er weiß doch, dass wir ihn vermissen. Zumindest hätte er sich bei dir melden können, ihr wart damals ja Verlobt.“ Meinte er vorsichtig, denn er wollte sie nicht über die damalige Nacht nachdenken lassen. Es war zu schrecklich. Ihre damalige Reaktion konnte er verstehen, auch wenn er sie nicht gut hieß.
„Denkst du ich verstehe es? Aber... vielleicht hatte ihn ja meine... Reaktion damals... nun ja... Verunsichert...“ sie wollte nicht „Verschreckt“ sagen, auch wenn dass eher passende wäre: „Und noch etwas macht mich stutzig. Warum hat er mir den Brief in der Bar nicht persönlich gegeben? Oder sich gleich zu erkennen gegeben? Das sieht ihm nicht ähnlich, aber vielleicht hat er sich auch verändert...“
„Nun, dass kann sein. Es sind immerhin knapp sechs Jahre verstrichen und wir haben uns doch auch verändert, oder? Er hatte bestimmt seine gründe dafür, dass er sich nicht gezeigt hat“ war Jess Meinung und Lilith gab ihm recht. Dann ist er vielleicht gar nicht mehr der, der er vor sechs Jahren war, ging es ihr durch den Kopf. Was, wenn er sich zu sehr verändert hatte? Wenn sie ihn nicht mehr kannte? Aber sie erkannte sich selber nicht wieder, wenn sie an das Mädchen dachte, dass sie früher mal gewesen war.
„Wer weiß sonst noch von seinem Brief oder dem Anruf?“ wollte Jess wissen und Lilith dachte nach: „Nun ja, Joakim habe ich es erzählt, aber ihm kann man vertrauen. Mücke, meinen Decker, habe ich nur gesagt, dass ich geschäftlich nach München müsse und eine Sin brauche. Also, außer uns und Joakim weiß keiner davon, warum?“
„Ich finde es komisch, dass er dich anruft um dich vor irgendetwas zu warnen, wovon keiner eine Ahnung hat. Wegen der Falle, ist dir jemand gefolgt?“ Sie schüttelte den Kopf, dass hätte sie gemerkt, also fuhr er fort: „Dann hat er entweder jemandem den Brief für dich mitgegeben oder mit jemandem gesprochen. Er muss außerdem Erfahren haben, dass es jemand auf dich abgesehen hat, sonst hätte er dich nicht angerufen. Woher hatte er deine Telefonnummer? Ich denke nicht, dass sie im Telefonbuch steht.“
„Nein. Ich weiß es auch nicht, aber du hast recht. Ich habe mir bis jetzt keine Gedanken darüber gemacht, woher er die Nummer haben könnte. Ich war schon durcheinander genug, als ich seine Stimme gehört hatte. Und nein, sie steht nicht im Telefonbuch. Mücke hat mir eine Geheim-nummer gegeben und wenn er Geheimnummer sagt, dann heißt es für gewöhnlich, dass niemand außer denen, die die Nummer von mir haben an sie rankommen könnten.“ Das stimmte: Sie hatte, seit sie die Nummer hatte, nicht einen Werbeanruf bekommen. Und das wollte was heißen.
Sie erzählte ihm auch von den gepanzerten Fahrzeugen vor dem Hotel, was ihn Nachdenklich machte, aber er konnte sich auch keinen Reim daraus machen.
„Versuchen wir es mal anders: Wer könnte wissen, dass er noch am Leben ist? Ich meine, wem würde er auf jeden Fall Bescheidsagen?“ fragte Jess, während er sich seine Teetasse erneut füllte und auf die Uhr sah: Es war gerade mal Neun Uhr.
„Ich weiß es nicht. Seine Mutter ist vor fünf Jahren gestorben, sein Vater lebt schon lange nicht mehr. Aber ich habe auf der fahrt hierher schon darüber nachgedacht. Hat er nicht einen Bruder? Ich glaube, ich habe ihn auf der“ sie schluckte: „auf der Beerdigung gesehen. Wie hieß er noch gleich?“
„Arram. Arram Morgenstern. Aber ich weiß nicht, was er macht. Er war schon immer etwas eigensinnig. Ich habe ihn auch nur selten gesehen, hatte Magie in sich, glaube ich.“ meinte Jess und Lilith lächelte: „Gut. Lässt du mich mal an dein Telefon? Die Leitung ist sicher, nehme ich an?“ „Erstens, ist es genau genommen dein Telefon und zweitens, ja, die Leitung ist sicher.“ er wandte sich zur Tür: „Ich geh Brötchen holen.“
Lilith nickte ihm zu und wartete, bis sie die Eingangstür ins Schloss fallen hörte, dann nahm sie das Telefon in die Hand und wählte die Nummer ihres Deckers.
Nach dem sie es einige male hatte durchklingeln lassen, wurde der Hörer abgenommen und nach einigen Momenten des Schweigens hörte sie die grummelnde Stimme des Zwerges: „Ja, wer da? Und vor allem, wer ruft um diese Uhrzeit an! Es gibt Leute, die wollen Schlafen!“ „Dir auch einen Wunderschönen Guten Morgen, Mücke. Und tu nicht so, wie ich dich kenne hast du bis eben in der Matrix gehangen.“ flötete Lilith ins Telefon. Sie kannte den Decker schon lange genug, um zu wissen, dass er normalerweise vor zwölf Uhr nicht ins Bett ging, um abends wieder fit zu sein. „Hmm? Morgen Lilith. Hast ja recht. Aber ich wollte mich gleich hinlegen, ehrlich. War ne anstrengende Nacht. Aber dafür Hab ich eventuell was, was einigen Leuten des hiesigen Wasserwerks nicht gefallen dürfte.
Aber deshalb rufst du sicher nicht an, Chummer. Was kann der alte Mücke für dich tun?“ sie konnte sein grinsen bis hierher sehen, aber sie ging nicht auf seinen Fund ein: „Hör mal, ich möchte, dass du für mich einige Nachforschungen machst. Vor etwa sechs Jahren ist hier in München ein Milan Morgenstern gestorben,“ sie hätte ihm auch das genaue Datum nennen können, aber das wäre ihm sicherlich verdächtig vorgekommen: „Aber darum geht es nicht. Er hatte einen Bruder, sein Name war Arram Morgenstern. Meinst du, du kannst rausfinden, wo er gerade ist oder in welchem Land er sich aufhält? Ach ja, er ist vielleicht Magier.“
„Arram Morgenstern? Na, mal sehen. Klar krieg ich das raus. So viele Potenzielle Magier mit Namen Morgenstern laufen nicht in der Weltgeschichte rum. Und wenn er in Deutschland geboren und zur Schule gegangen ist, wird er sicherlich eine Magische Schule besucht haben und war vielleicht sogar Mitglied in einer Magischen Gruppe. Aber lass mich mal machen. Ich beeil mich auch. Ach ja, was springt für mich dabei raus? Nicht, dass das Vorrang hätte, aber es würde mich interessieren.“ fragte er nach, und Lilith überlegte einen Moment: „Ich denke zwischen 10.000 und 20.000 Nu Yen sollten drin sein.“
„Das wäre super. Ich könnte wieder etwas Geld brauchen. Es sind neue Bauteile für Decks auf den Markt gekommen, inoffiziell, versteht sich. Einiges davon könnte ich brauchen.“ meinte er, verabschiedete sich und legte auf.
Lilith war sicher, dass er solange auf bleiben würde, bis er gefunden hatte, was er suchte.
Etwa eine Viertelstunde später kam Jess wieder und legte eine Tüte mit Brötchen auf den Küchentisch: „Ich habe nachgedacht und es sind mir einige Sachen eingefallen, die wir übersehen haben. Damals... ich meine, du hast ihn doch gefunden... War er da, nun ja, Tot?“
Ihr Blick wurde Trüb, als sie darüber nachdachte, was an diesem Abend geschehen war: „Ja, er war tot. Ich glaube nicht, dass jemand mit mehreren Kugelsalven im Rücken noch Leben könnte. Aber darüber habe ich auch schon nachgedacht und mir ist keine Möglichkeit eingefallen, wie er das hätte Inszenieren können. Oder Überleben können.“ „Siehst du, dass meine ich. Aber mal andersherum: Weißt du mit Sicherheit, dass er im Sarg gelegen hat? Nein, oder? Keiner hatte damals noch einen Blick hinein geworfen. Er könnte es überlebt haben, denk daran, er war Magisch begabt.“ konterte Jess und er hatte recht: Milan war Magisch begabt, wie sein Bruder. Er hätte einen Sommer später auf eine Magierschule gehen sollen.
„Stimmt. Keiner hatte in den Sarg geschaut. Sie wollten ihn schnell unter der Erde haben, bevor fragen gestellt wurden. Und ich... ich habe es nicht gemerkt...“ sie Seufzte und sah aus dem Fenster hinaus. Sie waren es, sie hatten es zugegeben.
Ihre Familie hatte ihren Verlobten auf dem Gewissen.
„Und das alles nur, weil er nicht in ihr Bild eines Schwiegersohns gepasst hatte. Seine Familie war nicht wohlhabend genug, er hatte keinen Vater und war Magisch begabt...“ ihre Fäuste ballten sich und Jess legte ihr Beruhigend die Hand auf die Schulter: „Schon gut. Wir wissen es. Wir kennen die Wahrheit und das muss uns reichen. Und was deine Familie betrifft, so hat sie im weitesten Sinne ihre Gerechte Strafe bekommen.“
Sie holte ein Brötchen aus der Tüte und schmierte Marmelade drauf, bevor sie es zur Seite legte und Jess mit Leuchtenden Augen ansah: „Natürlich, dass ist es! Wieso bin ich Dummchen nicht schon früher darauf gekommen?“ Sie hastete unter Jess verwundertem Blick zum Telefon und wählte eine Nummer, lies es wie zuvor einige Male durchklingeln und hoffte, er würde trotz der frühen Stunde abheben.
Nach fünf Minuten, sie wollte es fast schon aufgeben, wurde der Hörer Abgenommen und eine Verschlafene Stimme raunte ins Telefon: „Wer auch immer da ist, es ist mir egal was für eine Ausrede er hat, ich werde ihm Flüche entgegen jagen, bis er mich japsend um Vergebung bittet.“ Sie kannte das zu gut, Joakim war ein Morgenmuffel, da er meist bis in die Nacht über seinen Büchern oder in der Werkstatt hockte. Und er war der beste Magier den sie je getroffen hatte.
„Entschuldigung Joakim, dass ich dich geweckt habe. Ich mach es wieder gut, Versprochen. Aber ich brauche deine Hilfe.“ sagte sie Schuldbewusst.
„Morgen Lilith. Schon gut, ich konnte sowieso nicht schlafen. Der Verdammte Vollmond.“ meinte er in einem gleich viel netteren Tonfall: „Was ist denn los, das du mich so früh anrufst? Ich hoffe es ist nichts passiert.“
„Mach dir keine Sorgen, es ist nichts schlimmes passiert, aber ich habe erst mal eine frage: Ihr Magier könnt doch anhand von Gewebeproben Leute aufspüren, oder?“ fragte sie geradeaus in den Hörer.
„Ja, dass geht. Warum willst du das Wissen? Soll ich jemanden aufspüren?“ wollte er wissen und sie meinte nur: „Es könnte sein das ich deine Hilfe brauche. Gehst du mal in mein Zimmer?“
„In dein Zimmer? Ich dachte, dass sei verbotene Zone? Na gut,“ sie hörte wie er die Treppe hoch ging und ihre Zimmertür öffnete: „Ich bin jetzt drin und... Wow, du hältst ja wirklich Ordnung. Was soll ich machen?“
„Hör zu, gegenüber vom Bett steht eine Kommode, dort gehst du an die zweite Schublade von oben und machst sie auf. Was da drin ist hat dich nicht zu Interessieren, klar!
Ganz hinten Links müsste eine kleine Schachtel aus Holz sein, die holst du bitte raus.“ Sie wurde rot, als sie hörte wie er die Kommode öffnete und leise Pfiff: „Nicht schlecht.“
„Hast du die Schachtel?“ fragte sie um diesen peinlichen Moment zu überbrücken.
„Ja. Was soll ich damit machen?“ wollte er wissen als er die Kommode wieder geschlossen hatte.
„Noch nichts. Aber wenn du sie aufmachst, siehst du warum ich dich angerufen habe.“ Meinte sie und wartete ab, bis er die Schachtel aufhatte.
„Haare? Moment mal... von ihm? So was liegt bei deiner Unterwäsche? Das muss ich nicht verstehen...“ er machte eine kleine Pause und meinte dann: „Soll ich jetzt Versuchen ihn zu finden?“
„Nein, noch nicht. Ich rufe dich wieder an, wenn es soweit ist, okay?“ er stimmte zu und sie meinte zum
Abschied: „Danke, Joakim. Du bist echt ein Schatz.“
Dann legte sie auf.
Sie sah Jess an, der sie auffällig musterte: „Also, er könnte ihn mit einem Aufspürzauber finden. Was schaust du so? Hab ich was im Gesicht?“
Er lächelte sie mit einem mal an: „Magst du diesen Joakim? Zumindest Vertraust du ihm, was bei dir selten ist.“
Sie schaute ihn verwirrt an.
„Was? Na ja, er ist ein guter Freund. Und er ist einer der wenigen, dem ich mein Leben in die Hände legen würde. Ich glaube schon, dass ich ihn mag. Als Kumpel.“ ergänzte sie. Jess sollte nichts falsches denken.
Einen halben Tag später, Lilith und Jess hatten sich über Vergangene Zeiten unterhalten, klingelte Liliths Handy und während sie versuchte so schnell wie Möglich am Apparat zu sein, fiel sie beinahe über einen Stuhl.
Sie schaute auf das Display, dass anzeigte, das es nur Mücke war. Sie sah Jess an, der ebenfalls aufgesprungen war, Schüttelte zum Zeichen das es nicht Milan war den Kopf, worauf sich Jess wieder Hinsetzte.
„Hallo Mücke. Das ging aber schnell.“ Sagte sie in den Hörer und hörte die zufriedene Stimme des alten Deckers: „Tja, ich bin eben doch besser wie viele dieser Jungspunde, die Denken, wenn sie ein halbwegs Brauchbares Deck haben, seien sie schon Elitedecker. Aber zurück zum Thema. Ich habe einige Interessante Artikel im Bezug auf den Namen Milan Morgenstern gefunden.“ Genau das hatte Lilith befürchtet, aber der Decker konnte ja nicht Wissen, was sie darüber dachte, sie stellte ihr Handy auf Freisprechen, sodass Jess mithören konnte: „Hör zu, dieser Junge ist am 12.07.58 vor dem Haus einer Familie Namens `Ceres´ durch einen Kugelhagel ums Leben gekommen. Aber das beste ist, dass am Abend nach der Beerdigung, die nur einige Tage später, am 14.07, stattfand, die gesamte Familie, mit Ausnahme der beiden Töchter, bei einem Attentat getötet wurde. Es sind insgesamt 13 Menschen umgekommen. Damals hatte man mehrere Verdächtige, aber zwei hatte man sich genauer angesehen, einmal die ältere der Töchter, Amalia Ceres und, dreimal darfst du raten... Arram Morgenstern.
Die Tochter wurde von einem Freund, einem gewissen Jess Reger entlastet, während der liebe Arram kein Alibi hatte. Die Polizei hatte ihn dann aber wegen zu geringer Beweise gehen lassen müssen.
Dann taucht sein Name ein Jahr später im Zusammenhang mit einer Magischen Gruppe namens Schwarze Loge auf, sowie in einigen Berichten aus der AG- Chemie, wo er wahrscheinlich als Sicherheitsmagier Arbeitete. Vor zwei Jahren verliert sich seine Spur in Asien. Aber einige Quellen behaupten, er sei in die Schatten gegangen und würde sich jetzt in, und da liegt das Interessante, Japan aufhalten.
Die spur der Tochter, die einige Wochen nach dem Tot des Jungen, mit dem sie wie berichtet wird, Verlobt war, nach Japan aufgebrochen war, Verliert sich ebenfalls dort. Es könnte also sein, dass sie zusammen dort sind.“ schloss er und wartete auf die Antwort.
Lilith musste schlucken. Das Mücke gut war, wusste sie, aber das er an die Geheimen Polizeiberichte gekommen war, flößte ihr mehr Ehrfurcht ein, als sie sowieso schon vor dem Decker hatte. Sie Atmete ruhig aus und meinte: „Gut gemacht. Hast du eine Ahnung, wo in Japan? Und das Mädchen, Amalia, interessiert uns nicht. Wir wollen nur Arram. Und mit der Magischen Gruppe, bist du dir da sicher? Ich meine, bist du sicher, dass es diese Gruppe war?“ Das hatte ihr gerade noch gefehlt. Diese Gruppe war es auch, die ihr das Schwert gestohlen hatte. Es wird immer besser, dachte sie und musste unwillkürlich grinsen. Einen so harten Job hatte sie schon lange nicht mehr.
„Natürlich bin ich mir sicher, was die Magische Gruppe betrifft. Oder denkst du, ich gebe Mutmaßungen ab? Und nein, ich weiß nicht, wo in Japan. Ach ja, die zweite der Töchter, eine Marie Ceres, hält sich im Moment ebenfalls in Japan auf. Dachte, das würde dich Interessieren. Es könnte ein großes Komplott gewesen sein. Aber sag mal, um was geht es bei dem Auftrag eigentlich? Vielleicht kann ich weiterhelfen. Momentan sind die Aufträge knapp und du weißt ja, wie schnell mir langweilig wird.“
Sie seufzte, aber eigentlich sollte zumindest ihr Decker, der sie schließlich auch in die Schatten eingewiesen hatte, wissen was vor sich geht. Sie nickte Jess zu und der Verstand. Er nickte ebenfalls und verließ den Raum, damit sie es ihm in Ruhe erklären konnte: „Mücke, ist die Leitung sicher?“
„Natürlich ist sie das. Ich hab sie zweimal Überprüft. Ist es so Geheim, was du mir zu sagen hast, Küken?“ er nannte sie Küken, wie am Anfang ihrer Karriere. Als sie schwieg meinte er nur: „Schieß los.“
Lilith setzte sich hin und begann zu erzählen: „Mein Name ist Amalia Sophie von Ceres. Milan Morgenstern war mein Verlobter. Meine Eltern, Alexis und Cecile von Ceres, waren gegen diese Verbindung, weil sie fanden, er würde nicht in die Familie passen. Am Anfang hatte wir Probleme, doch dann ließen sie nach. Ich dachte, sie hätten sich damit abgefunden. Doch dann, meine Schwester war gerade in Urlaub nach London geflogen, kam ich Abends von einem Ausflug nach Hause und fand seine Leiche vor unserem Haus. Mit mehreren Kugeln im Oberkörper, er war Feige von Hinten erschossen worden! Nun ja, zwei Tage später wurde er beigesetzt. Am Abend, meine gesamte Familie war anwesend, und auch der, den ich hätte Heiraten sollen hatte mein Vater zu tief ins Glas geschaut und erzählte mir, was passiert war. Ich hatte mein schwarzes Schwert dabei. Milan hatte es mir Geschenkt. Den Rest kannst du dir wohl denken.“
Während Sie gesprochen hatte, waren ihr die Tränen gekommen und sie hatte in Gedanken alles noch einmal durchgelebt.
Am anderen Ende war es still. Der Decker schien Nachzudenken. Schließlich fing er an zu reden, und seine Stimme war voller Mitleid: „Mein armes Küken. Jetzt verstehe ich dich auch. Aber warum hast du es mir nie gesagt? Ich meine, sicher ist es schlimm, aber es ist passiert.“
„Es tut mir leid, aber ich musste es selbst erst mal Verdauen. Damals waren die Wunden noch so frisch. Und selbst jetzt wache ich manchmal noch auf, weil ich im Traum seine Leblose Gestalt vor mir sehe. Verstehst du mich? Ich dachte immer, ich wäre schuld an seinem Tot!“ schluchzte sie und er hatte seine Probleme sie zu verstehen. „Du dachtest immer? Hat sich das geändert? Denkst du jetzt, dieser Arram hatte Schuld?“ wollte der Decker wissen und Lilith fasste sich wieder und erzählte ihm von dem Brief, dem leeren Umschlag und dem Anruf: „Wenn er noch lebt, weiß sein Bruder vielleicht wo er steckt. Deshalb muss ich ihn finden. Hilfst du mir dabei?“ „Natürlich helfe ich dir. Wer weiß noch davon?“ fragte er, denn er wollte wissen, mit wem er sich in Verbindung setzten konnte.
„Jess, bei ihm bin ich gerade, und Joakim. Allerdings hatte er es alleine Herausgefunden. Du weißt schon, Magier. Hat meinen Geist und den des Schwertes sondiert. Ich konnte nichts dagegen tun. Aber er redet nicht darüber, weil er meint, wenn ich bereit wäre würde ich ihm alles erklären, was er sich nicht denken kann.“ Sie dachte kurz
nach: „Sonst niemand. Doch, Moment meine Schwester Marie. Sie hat es von Anfang an gewusst. Hatte mich schon auf der Beerdigung unserer Familie darauf angesprochen. Deshalb bin ich auch gegangen.“
Mücke Verstand: „Okay. Ich werde mich gleich zu Joakim begeben, denn er will sicher auf den neusten Stand gebracht werden. Ich denke mir, du fährst nach Japan, oder? Brauchst du dann eine neue Sin oder geht diese noch? Falls dich dieser Jess begleitet, sag mir bescheid, eine Sin ist aber schon in Arbeit.“
„Ich werde Jess nicht mitnehmen. Es reicht das ich mich in Gefahr begebe. Außerdem verabscheut er die Schatten.“ sagte sie: „Ich denke, die Sin kann ich noch mal verwenden. Und was Joakim angeht, so werde ich ihn gleich anrufen. Ich möchte das er mitkommt. Ich komme zwar gegen so gut wie jeden Streetsam und Adepten an, aber Magier sind nicht so mein Fall. Damit kommt er besser zurecht. Ich könnte ihm zwar auch sagen, er soll Milan anhand der DNA aufspüren, aber wenn einer Magisch aufgespürt wird, merken andere Magier das sofort und vielleicht wäre das sein Todesurteil. Und ich möchte ihn nicht noch mal verlieren.“
Wenn er noch lebt, kommentierte ein Teil ihres Körpers. Aber auf diesen wollte sie nicht hören.
Sie verabschiedete sich von Mücke und legte auf. Mittlerweile war es drei Uhr und Lilith wurde mit einem Schlag Hundemüde. Sie wollte eigentlich nur ihren Kopf auf die Arme legen um sich etwas auszuruhen, als sie Einschlief. Jess weckte sie fünf Stunden später und sie merkte, dass er sie ins Wohnzimmer getragen und auf die Couch gelegt hatte. Ihre Schuhe hatte er ihr auch ausgezogen.
„Na du Schlafmütze? Hier ist jemand der dich sehen will.“ meinte er und Verschwand aus dem Raum.
Sie hörte Schritte und sah in das Gesicht von Joakim: „Alles in Ordnung? Sei mir nicht böse. Ich wollte nur sehen, ob bei dir wirklich alles in Ordnung ist. Außerdem dachte ich mir, ohne das hier gehst du nirgendwohin.“ Er holte ihr Schwarzes Schwert hervor und lehnte es an die Couch: „Mücke hat mich angerufen und mir alles erzählt. Ich denke, ich sollte wirklich mitkommen. Mücke hat uns sicherheitshalber neue Sin gemacht. Wir sind jetzt Mr. und Mrs. Roche.“ Lilith musste unwillkürlich lächeln als sie ihn da stehen sah. Er war das genaue Gegenteil von Milan, er war mittelgroß, hatte schwarze, kurze Haare und Eisblaue Augen. Und das netteste lächeln das sie kannte. Aber wehe wenn jemand ihm oder seinen Freunden etwas antun wollte, dann wurde er zu dem Magier, der in den Schatten wegen seines Wilden Temperamentes und seiner Barmherzigkeit gleichermaßen gefürchtet wie geachtet wurde.
Milan hingegen war, zumindest damals, ein Hochge-wachsener Junge mit Blondem, gewellten Haar und Himmelblauen Augen. Er war sehr sanftmütig und ver-ständnisvoll. Aber manchmal hatte sie das Gefühl, eine gewisse Kälte liege in seinen Augen.
Sie gähnte und setzte sich auf: „Mrs. Roche? Na ja, es gibt schlimmeres. Danke, dass du das Schwert mitgebracht hast. Ich hatte wirklich nicht vor ohne es zu gehen. Du musst nicht mitkommen, wenn du nicht willst, dass ist dir hoffentlich klar?“ „Natürlich ist es das. Aber ich möchte wissen, was da vor sich geht. Und die Aussicht einen Magier zu treffen, der seinen Tot vortäuschen kann, ist mehr als verlockend.
Ich musste nur Susi den Zauberunterricht absagen, dann bin ich, nachdem Mücke mir alles erklärt hatte, sofort mit dem nächsten Flieger hierher geflogen.“ seine Augen strahlten diesen Glanz aus, den sie immer hatten, wenn er die Möglichkeit sah, sich weiterzubilden. Und dabei ist er schon mächtig genug, dachte sie bei sich.
„So, jetzt wird aber erst mal was gegessen.“ Meinte Jess als er, mit umgebundener Schürze, in den Raum gelaufen kam.
Er hatte doch tatsächlich Liliths Lieblingsgericht gekocht: Laucheintopf. Nachdem sie gegessen hatten, schlug Jess vor das sie sich hinlegen sollten, wenn sie am nächsten Morgen aufbrechen wollten. Er selbst verschwand, weil er Nachts in einer Bar Arbeitete.
„So, was machen wir jetzt? Willst du dich gleich hinlegen?“ fragte Lilith Joakim, der gerade ein Glas Wasser zu sich rüberschweben ließ. „Angeber.“ meinte sie und als er ihr daraufhin das Wasser über dem Kopf ausleerte musste sie unwillkürlich lachen.
„So gefällst du mir besser. Du solltest öfter lachen. Und du solltest dich aus den Schatten zurückziehen, solange du noch lebst“ sagte er mit ernstem Augenausdruck zu ihr und fuhr zärtlich mit seiner Hand über ihren Rücken als er aufstand. Dann legte er, zu allem Überfluss, auch noch die Hände auf ihre Schultern und meinte: „Die Schatten machen dich kaputt. Sie sind nichts für eine so zart besaitete Frau wie dich.“
„Ich bin nicht Zart besaitet und was geht es dich an, ob ich in den Schatten lebe oder nicht? Und nimm deine Hände von mir!“ fauchte sie ihn an und verließ den Raum.
Sie ging auf die Terrasse und ihr rannen die Tränen übers Gesicht.
Da saß ein kleines Kätzchen und sah sie mit großen Augen an, sie beugte sich runter um es zu streicheln und meinte Leise: „Warum sagt er so was? Die Schatten sind mein Zuhause. Und warum ist er so nett zu mir? Ist das wieder nur so ein spiel?“ Sie dachte an Susi, die kleine Elfe, mit der er auch schon heftig geflirtet hatte und an einige andere Frauen, die er schon mit nach hause gebracht hatte: „Warum kann er nicht so sein wie Milan? Der war immer nett und hat nicht gleich jedem Rockzipfel hinterher- geschaut. Der hat auch nie mit mir gespielt und war immer Ehrlich“ Sie streichelte das Kätzchen noch ein wenig, bis es anfing zu Regnen und es weglief.
Als sie durch die Küche wieder reinging stand Joakim da und sah sie an: „Tut mir leid, es ist mit mir durchgegangen. Aber das muss an deinen Pheromonen liegen. Du solltest sie abschaffen...Zeigst du mir wo ich schlafen kann? Und bitte wein nicht, dass kann ich nicht haben“ Sie schaute ihn an und meinte: „Tschuldigung. Ich wollte dich auch nicht so anfauchen. Komm, ich zeig dir dein Zimmer.“ Sie führte ihn in den ersten Stock in eines der Gästezimmer, wobei ihr Auffiel, dass Jess renoviert hatte.
Anschließend ging sie in ihr altes Zimmer und stellte fest, das alles so war, wie sie es bei ihrer Fluchtartigen Abreise zurückgelassen hatte.
Es war eigentlich auch eine Flucht, dachte sie, zog sich aus, legte sich hin und war Augenblicklich eingeschlafen.


Es geht Los

Am nächsten Morgen wachte sie um viertel vor sieben auf, zog sich an und ging runter in die Küche, wo Joakim schon saß und seinen Morgendlichen Kaffee trank.
Jess schlief wohl noch, aber das verwunderte sie nicht. Er war vermutlich erst in den frühen Morgenstunden von seiner Arbeit zurück gekommen.
Sie setzte sich an den Küchentisch und sah Joakim mit ernsten Augen an: „Du willst wirklich mitkommen? Ich habe gehört, das Leute die mir nach dem Leben trachten könnten, ebenfalls dort sein werden, wo wir hingehen.“ „Ja, ich will wirklich mitkommen. Einer muss schließlich gucken, dass er diesen Magier aufspüren kann. Arram, hä? Das kriege ich schon hin. Und sieh es mal so, wie wolltest Du denn einen Magier von einem normalen Menschen unterscheiden?“ fragte er und leerte seine Tasse, ehe er aufstand und nachdenklich aus dem Fenster sah: „Ich nehme nicht an, dass sonst noch jemand mitkommen sollte, oder?“ „Nein, dass hatte ich eigentlich nicht vor. Außerdem wollen wir doch nur jemanden aufspüren, oder? Ich habe keine Lust, mich wieder mit Magiern anzulegen.“ Sagte sie. Während es draußen regnete, packten sie ihre Sachen und am Nachmittag standen sie als Mr. und Mrs. Roche am Flughafen.
Während Lilith ihr Gepäck aufgab, musterte sie der Mann an der Personenkontrolle, ein gedrungener Ork, eindringlich: „Ist das ihre Hochzeitsreise, Mrs. Roche? Ich kann mich erinnern, dass man direkt aus den UCAS nach Japan fliegen kann?“
Für diesen Fall war sie vorbereitet und schenkte dem Mann ein süßes, unschuldiges lächeln: „Ja, wir haben vor vier Wochen in Seattle geheiratet und wollten hier noch einige Freunde besuchen, bevor wir die Hochzeitsreise antreten. Es war meine Idee.“ Sie drehte sich um uns sah mit, wie sie hoffte, verliebten Augen, Joakim an, der zurücklächelte. Damit begnügte sich der Ork und ließ sie mit einem grimmigen Gesichtsausdruck durch.
Im Flugzeug saßen sie nebeneinander und Joakim nahm ihre hand und hielt sie fest. Sie wollte schon protestieren, da beugte er sich zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr: „Ich habe das Gefühl das wir seit wir den Flughafen betreten haben verfolgt werden. Der junge Kerl mit der braunen Jacke, drei Reihen hinter uns, hat uns im Warteraum gegenübergesessen und hat vorhin mit dem Ork an der Kontrolle geredet. Darüber hinaus sieht er mir nicht nach jemandem aus, der sich so ohne weiteres einen Flug nach Japan leisten kann. Ich habe ein ungutes Gefühl.“ Sie lächelte, nickte und blickte sich bei der nächsten Gelegenheit unauffällig um. Der den Joakim meinte, hatte langes, braunes Haar und trug eine verschlissene Lederjacke. Tatsächlich schien er sie anzustarren, als sie sich umdrehte. Sie versuchte den fünfstündigen Flug über zu schlafen, indem sie ihren Kopf erst an der Kopflehne, dann an Joakims Schulter bettete.
Sie wachte erst wieder auf, als sie sich im Landeanflug befanden und sich anschnallen sollten.
Auf dem Japanischen Flughafen angekommen schoss ihr ein Gedanke durch den Kopf: „Joakim, kannst du eigentlich Japanisch?“
„Natürlich. Ich beherrsche den Dolmetscher- Zauber. Ich verstehe jede Sprache.“ Meinte er und sie konnte einen leichten Anflug von Hochmut in seiner Stimme hören. Sie verließen den Flughafen und fanden sich im Abendlichen Tokio wieder. Lilith zog ihren grauen Stoffmantel enger um sich vor der Nächtlichen Kälte zu schützten und winkte ein Taxi heran. Sie sagte dem Fahrer, er solle sie zum Hotel Grande Fahren. Joakim wirkte die ganze Fahrt über abwesend, was aber nichts ungewöhnliches war, er stöberte wahrscheinlich gerade in den Gedanken des Fahrers.
Plötzlich stieß er sie zum Boden des Taxis und verhinderte so, dass sie von einer Kugelsalve durchlöchert wurden. Als sie wieder aufsahen, sahen sie das der Fahrer Tot hinter dem Steuer saß. Zum glück hatte das Fahrzeug an einer Ampel gehalten, sonst würden sie unter umständen an einer Betonwand kleben.
Sie öffneten die Tür und gingen hinter dem Auto in Sicherheit. Gerade als eine weitere Salve über ihre Köpfe hinwegfegte, sah Lilith in einem vorbeifahrenden Fahrzeug Arrams Gesicht. Sie wollte schon aufspringen und hinterher rennen, aber Joakim hielt sie fest: „Bist du verrückt? Wenn du jetzt aufstehst, siehst du aus wie ´n Schweizer Käse. Ich dachte, du bist schon lang genug im Geschäft, um zu wissen das man so was nicht macht.“ Sie sah ihn an und flüsterte nur: „Da war er drin. Ich habe ihn in einem vorbeifahrenden Auto gesehen. Arram.“
Jetzt wurde es ruhiger und sie hörten schritte. Sie signalisierte Joakim, dass er unten bleiben sollte. Für den Nahkampf war sie zuständig.
Sie stand auf und sah in das verblüffte Gesicht eines Jungen, der anscheinend zu einer ansässigen Gang gehörte. Jedenfalls ließ das Zeichen auf seiner Brust darauf schließen. Der Junge schrie und hob seine Pistole, ein altes Model von Ares, um sie zu erschießen, aber noch bevor er den Abzug betätigen konnte, hing sein gebrochener Arm schlaff an ihm herunter, während er selbst mit aufgerissenen Augen auf der Straße saß.
Kickboxen ist doch was feines, überlegte sie sich. Hinter ihm hörte sie wütende Stimmen und sah sich weiteren vier Jugendlichen gegenüber, alle mit einer Pistole bewaffnet. Lilith konnte sich gerade noch rechtzeitig ducken, um nicht von einer Kugel getroffen zu werden.
Sie nahm die Pistole des Jungen, dem sie den Arm gebrochen hatte, und schoss zurück. Die Jugendlichen verkrochen sich hinter einem Geparkten Auto und gaben einzelne Feuerstöße ab.
Um weiteren Schutz zu haben, kroch Lilith wieder zu Joakim und öffnete den Kofferraum, wo auch ihre Reisetaschen lagen. Sie wollte sich gerade ihre nehmen, als sie Polizeisirenen hörte.
„Lass uns verschwinden“ rief ihr Joakim zu, nahm seine Tasche und machte sich auf den Weg zu einer Seitenstraße. Lilith nickte, nahm ebenfalls ihre Tasche und die Waffe des Jungen und eilte ihm Hinterher.
Sie kamen eine halbe Stunde später in einem anderen Taxi an ihrem Hotel an und gingen auf das Zimmer, dass ihnen Mücke Reserviert hatte.
„Die `Hochzeitslounge´. Wie passend“ witzelte Lilith und sah sich um: Überall Metallisches Grau und Cremeweiß. Und nur ein Bett.
„Schön. Aber etwas Unromantisch für ein Brautpaar.“ Meinte Joakim und Lilith holte ihren Störsender und die Bewegungsmelder aus ihrer Tasche und baute sie auf. Jetzt, wo sie keiner mehr abhören konnte, konnte sie auch mit dem verliebt sein aufhören: „Okay, ich schlafe auf der Couch. Willst du erst ins Bad oder kann ich mich schnell Duschen?“
„Hmm, geh du. Ich wird mich noch etwas umschauen.“ Sagte er, setzte sich aufs Bett, lehnte sich hinten an und als er die Augen schloss erschlaffte sein Körper. Er schaute sich Astral im Hotel um, dass konnte sich Lilith schon denken. Er vertraute nicht auf den ganzen Technischen Krimskrams.
Als sie sich geduscht hatte saß er mit finsterer Mine auf dem Sofa und sah sich die Nachrichten an. Es lief gerade ein bericht von dem Zwischenfall vorhin, wobei keine Bilder von ihnen oder Beschreibungen gezeigt wurden, aber es wurde berichtet, dass das der dritte Überfall auf ein Taxi an dieser Stelle von Heute war. Und bis dahin waren alle anderen Fahrgäste und Fahrer ums leben gekommen.
„Mit wem hast du dich bitte angelegt, dass so was passiert. Hast du nicht erwähnt, dass du in Deutschland ebenfalls nur knapp einem Anschlag entkommen bist? Du meintest zwar, er hätte nicht dir gegolten, aber ich an deiner stelle wäre mir da nicht so sicher.“ Sagte er geradeaus.
Sie sah sich den Bericht zu ende an und zuckte mit den Schultern: „Keine Ahnung. Aber ich bin schon öfter mal jemanden auf den Fuß getreten. Kann sein, dass der jetzt versuchen will, mir auf die Füße zu treten.“
„Und was ich noch merkwürdig finde, ist das unser Freund aus dem Flugzeug ebenfalls hier im Hotel ist. Mit einigen Waffen, möchte ich hinzufügen.“ Erzählte er weiter: „Und noch einige Bewaffnete Leute halten sich im Hotel auf. Wir sollten vorsichtig sein. Ich habe zu unserem Schutz zwei Luftelementare und ein Feuerelementar herbeigerufen um auf uns zu achten. Ich hoffe aber das wir sie nicht Brauchen.“
Das hoffte sie auch.
Während sie darüber nachdachte, wer es denn auf sie abgesehen haben könnte, klingelte ihr Handy. Es war Mücke: „Na, Lilith? Alles Okay? Hab ein paar interessante Neuigkeiten für euch. Anscheinend lasst ihr euch da auf ein großes Spiel ein. Wie ich gehört habe, sollen der Sitz der AG- Chemie in Japan sowie der von Fuji Asien zum schlag gegeneinander Rüsten. Hab auch gehört, dass sie De Law und Da Meon rekrutiert haben. Ihr bewegt euch auf einem Heißen Pflaster. Ich hab De Law mal deine Nummer gegeben, okay? Er kann euch im Notfall helfen. Du kennst ihn ja noch von früheren Runs.“
Lilith ließ sich diese Worte zweimal durch den Kopf gehen, ehe sie antwortete: „Danke Mücke. Das sind Interessante Neuigkeiten. Ich hoffe, dass das nichts mit uns zu tun hat. Joakim meinte, hier im Hotel Sitzen einige Leute mit Waffen. Und was das mit De Law angeht, das ist okay. Er ist gut, und es ist vielleicht nicht schlecht, dass er in der Nähe ist. Weißt du, wer ihn rekrutiert hat? Ich hoffe mal, das Da Meon nicht auf der Gegenseite steht. Law ist nicht gut auf ihn zu sprechen, seit der damals, nun ja, du weißt schon....“ Sie hörte eines der seltenen kichern am anderen Ende der Leitung: „Na ja, den Auftrag haben sie von mir. Mein Schieber hatte eines Morgens einen Chip dabei, wo man mich fragte, ob ich nicht eine kleine bis mittelgroße Truppe zusammentrommeln könnte. Das war vor drei Tagen, und nach dir und Joakim hatten sie auch gefragt, aber ich meinte, ihr wärt unpässlich.
Und keine Angst, die beiden sind in einem Team, und wie ich das mitbekommen hab, arbeiten sie für Fuji. Ich hab außerdem ein Treffen mit einem alten bekannten von mir Organisiert. Der ist schon seit ein paar Jahren in Japan und kennt sich da aus. Er will euch Morgen Abend in der Bar `Zur Sonne Japans´ sehen. Um 18.00 Uhr. Er wird euch kennen.“ „Okay, das sind mal gute Neuigkeiten. Ich hatte mich echt gefragt, wie ich Arram hier finden sollte. Ach ja, ich glaub ich hab ihn vorhin gesehen. Zumindest einen Typen, der so ähnlich wie der auf deinem Foto aussah. Hängst du dich mal dran?“
Ihr Freund sagte zu und legte auf. Lilith wandte sich Joakim zu, der sie mit gespannter Mine betrachtete: „Also, De Law und Da Meon sind im Auftrag von Fuji hier. Anscheinend plant der Kon einen schlag gegen die AG- Chemie. Außerdem haben wir morgen Abend einen Termin mit einem Freund von Mücke, der über die Dinge hier Bescheidweiß. Das heißt wir haben den Vor- und Nachmittag um eigene Informationen einzuholen. Ich kenne noch ein paar Leute hier in der Gegend. Von früher. Ich werde mal schauen, ob sie noch Leben.“ Joakim nickte ihr zu und begab sich ins Bad.
Lilith zog sich in der Zwischenzeit ihren Pyjama an und nahm sich eine der Decken, die auf dem Bett lagen. Dann holte sie ihr Clock Drachentöter und ihre Schwerter aus und legte sie unter die Couch, um sie im Ernstfall direkt Greifbar zu haben. Als Joakim das Zimmer wieder betrat, hatte sie sich gerade hingelegt und hörte noch, wie er sich auszog, bevor sie einschlief.
Am nächsten Morgen wurden sie von einem lauten Knall geweckt, der von der Straße her kam. Lilith sprang auf und stellte sich neben das Fenster, um rauszuschauen. Joakim, der ebenfalls aufgestanden war, ging zur Tür, um einen möglichen Überfall verhindern zu können. Lilith sah, dass es sich nur um einen Unfall handelte, bei dem ein Kleintransporter einen teil seiner Ladung, Blumen, auf der ganzen Straße verteilt hatte. „Nur ein Unfall“ teilte sie Joakim mit, der daraufhin zur Couch trat und sich darauf fallen ließ. Liliths blick zur Uhr verriet ihr, dass es gerade mal viertel nach sieben war: „Was machen wir jetzt? Also ich kann nicht mehr schlafen.“ „Ich auch nicht, aber was zu Essen und eine Tasse Kaffe könnte ich vertragen.“ Meinte Joakim und streckte sich. Während Lilith sich im Bad anzog, überlegte sie, bei welchem ihrer früheren `bekannten´ sie als erstes einen besuch abstatten sollte.
Sie Frühstückten nicht viel, was auch daran lag, das Lilith und Joakim regelrechte Morgenmuffel waren, was hieß, dass man es mit ihnen bis zum Vormittag nicht leicht aushalten konnte.
Als sie anschließend das Hotel verließen, hatte Lilith eine Sporttasche mit einem Katana und ihrer Clock dabei. Da wo sie jetzt hingehen würden, würde sie die gut brauchen können.
„Bist du verrückt? DA geh ich nicht rein. Du kennst meine Gedanken zu denen!“ meinte Joakim ungehalten und zeigte auf den Eingang eines Hauses, auf dessen Dach das Logo des Humanis- Poli- Clubs prangte. Lilith seufzte und erklärte es ihm noch mal: „Einige Leute hier, darunter mein Kumpel Tatze, sind nicht auf diesem Trip. Sie sind lediglich hier, um Informationen zu sammeln und an bestimmte Leute, gegen Bezahlung, weiterzugeben. Und er schuldet mir noch einen Gefallen.“
Sie hörte nicht auf seine Proteste sondern Klopfte an die Eisentür, bei der sich nach einigen Sekunden eine kleine Klappe auf Augenhöhe öffnete: „Wer da?“ raunte eine Stimme. „Lilith. Ist Tatze da?“ meinte sie ebenso grantig, dann hörte sie einige Stimmen sprechen, bis die Tür geöffnet wurde und ihr ein kleiner Japaner mit Militärisch kurzrasiertem Haar und braunen Augen gegenüberstand. Er nickte zu Joakim und fragte: „Wer ist das?“ „Das ist mein Begleiter, Joakim. Er ist sauber.“ Erklärte sie, bevor sie unter den Blicken von einigen anderen Japanern in eines der Hinterzimmer geführt wurden.
Dort saß, in an einem kleinen Tisch aus Holz und in einem großen, ledernen Sessel, ein Europäisch aussehender Mann Mitte dreißig und lächelte sie mit einem Makellos Weißen Gebiss an. Lilith, die genauer hinsah, bemerkte auf seiner sonnengebräunten Haut jedoch Schweißtropfen. Er hat Angst, dachte sie und grinste in sich hinein. Der Typ mit den kurzen blonden haaren und den braunen Augen war kein Freund von ihr. Kein richtiger. Aber wenn sie Informationen brauchte, wandte sie sich gern an ihn. Auch wenn sie wusste, dass er ihr liebend gern eine Salve in den Rücken jagen würde.
„Hallo Tatze. Schön dich zu sehen, du hast es recht hübsch hier.“ sagte sie ganz sachlich. Er setzte sich auf und antwortete mit einem gekünstelten lächeln auf den Lippen: „Lilith, meine liebe, wie geht es dir? Was verschlägt dich nach Japan?“ „Das ist meine Sache, Tatze. Ich bin auch gleich wieder weg, wenn ich habe, was ich brauche. Keine Angst, nur ein paar Informationen.“ meinte sie und setzte sich vor ihn auf den Tisch.
Joakim, der bei der Tür stehen geblieben war, sah sich die ganze Szene gelangweilt an. Er kannte Lilith lang genug, um zu wissen, wie sie solche Gespräche anging.
„Also, Tatze, es geht um einen Jungen Mann, Mitte bis ende zwanzig. Sein Name ist Arram Morgenstern und er kommt aus Deutschland. Er ist ein Mensch und eventuell auch Magier. Ich dachte, du wüsstest vielleicht wo er sich aufhalten könnte.“ sagte sie und während sie und beobachtete wie er nachdachte. Er war leicht zu manipulieren, und da sie seinem Leben ein jähes Ende setzen konnte, wenn sie den Richtigen Leuten sagte wo er war, besser gesagt, dass er noch lebte, würde er nicht mehr sicher leben können. Er Seufzte und meinte Schließlich: „Also, der Name Arram sagt mir nichts, aber Magier aus Deutschland Mitte zwanzig, dass grenzt ein. Wir haben da zwei, aber die müsstest du selbst aufsuchen, ich will mit dir und deinen Sachen nichts mehr zu tun haben danach, Okay? Lass mich ein für allemal in Ruhe, klar?“
„Aber sicher. Wenn ich die Info habe, werde ich dir die Nummer und den Standort des Schließfaches zukommen lassen, in dem das Material ist. Und dann wirst du mich nie wieder sehen, Okay?“ antwortete sie und sein Gesicht erhellte sich Schlagartig: „Gut. Das ist Gut. Also, der eine nennt sich `Schatten Tiger´ und hält sich um diese Uhrzeit wahrscheinlich noch im Bett auf. Den trefft ihr am besten gegen elf im Bistro `Vauvenal´ in der Innenstadt. Der andere nennt sich Numair und ist meist gegen ein Uhr in einem Park nahe der AG- Chemie Zentrale zu finden. So, das war’s jetzt, ich muss noch Arbeiten.“
Sie gingen und draußen holte Lilith ihr Kommlink raus und tippte darauf herum. Joakim sah dass und fragte: „Du hast also echt vor ihm Unterlagen zu geben? Meiner Meinung nach ist das ein ganz übler Bursche. Seine Aura zumindest ist mehr als nur merkwürdig. Ach, wusstest du das er einen Cyberarm hat?“ „Hmm. Ich weiß, den hat er mir zu verdanken. Hätte ich ihm den nicht abgeschlagen und somit seinen Tot vorgetäuscht wäre er heute Fischfutter. Die Yakuza ist nicht gut auf ihn zu sprechen. Hat mal ein Treffen von denen in die Luft gesprengt. Und ja, ich gebe ihm die Unterlagen, aber nur eine Kopie.“ sie grinste und meinte: „Ich kann es mir nicht erlauben, dass ich von ihm Kugeln in den Rücken bekomme. Also, was machen wir jetzt? Wir haben kurz nach neun, um zehn ist dieser Tiger verfügbar. Ich weiß wo das Bistro ist, dass sind von hier aus fünf Minuten mit dem Taxi.“
Sie gingen den Weg zu Fuß und waren um viertel vor zehn im Bistro, wo der Magier anscheinend sein Frühstück einnahm. Am Bistro angekommen, sahen sie schon einige Leute davor stehen, die sich ein Schild im Fenster des Ladens ansahen:
``Heute wegen Familiensache Geschlossen´´ stand da. „Na Klasse. Das mit dem Treffen können wir wohl abhacken.“ meinte Lilith: „Und wie ich mein Glück kenne, ist ausgerechnet dieser Typ unser Mann“ „Was sollen wir machen? Wir können Morgen wiederkommen. Wenn er wirklich unser Mann ist, wird er es auch Morgen noch sein.“ Gab Joakim zurück und drehte sich um: „Aber wo sollen wir jetzt hin? Ich kenne mich hier nicht aus.“
Lilith überlegte und fragte: „Wie wäre es mit einem zweiten Frühstück? Ich für meinen Teil habe Hunger“ „Essen? Okay. Ich habe auf dem Weg hierher eine Bäckerei gesehen, die sah recht gut aus“ stimmte er ihr zu. Auf dem Weg dort hin hatte Lilith das Gefühl, als würde sie beobachtet werden und drehte sich öfters um, aber da war niemand.
„Ich will ja nichts sagen, aber ich habe ein ungutes Gefühl.“ Meinte Lilith und sah, wie Joakim die Augen schloss und stehenblieb.


Für KOmmentare wäre ich dankbar^^
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Beitrag Verfasst am: Do Apr 06, 2006 7:26 pm    Titel: Werbepause


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Beitrag Verfasst am: Fr Apr 07, 2006 10:23 am    Titel: Re: Ich Versuche mich auch mal^^ Antworten mit Zitat

Hallo Lilith,

hier mal was mir so aufgefallen ist / worüber ich mich beim lesen gewundert habe, nicht böse nehmen ja, es ist eine rein subjektive Sache…

Der Anfang ist ziemlich schief, wenn Lilith nicht interessiert, was in dem Abteil so los ist, wieso beschreibst du es so detailliert? Das irritiert ziemlich, das du mit so nebensächlichem Kram einsteigst.

Deine Groß- und Kleinschreibung ist ziemlich durcheinander, da musst du echt was dran tun, das geht so nicht.

Deutschland heißt in Shadowrun ADL, einmal suchen & ersetzen laufen lassen in Word und das Problem ist erledigt

Schau dir noch mal an wann man „tot“ und wann man „Tod“ benutzt
Er ist tot Jim! / Sein Tod war ein herber Verlust für die Crew…

Du beschreibst ihr Aussehen bei der Passkontrolle als würdest du ein Charblatt zitieren. Verpack es was schöner oder streu die Infos über ihr Aussehen über mehr Text, lass sie mit der Hand nervös durch das quietschkarierte Haar fahren, ihre lila Augen weiten sich erstaunt…sowas in der Art…

Haben Männer Lieblingsblumen? (auf dem Friedhof)

Auf dem Weg zum Hotel: Wieso muß sie sich erst beeilen und ist dann ne halbe Stunde zu früh? Unlogisch

In Deutschland sagt kein Barkeeper „Tag Miss“, das ist zu…amerikanisch.

Wenn sie künstliche Pheromone verströmt erwarte ich eigentlich, dass sie in der Bar nicht lange alleine bleibt, gerade wenn die Leute besoffen sind.

Das Geballere in der Bar kommt ein wenig sehr plötzlich, wieso sollte sie sich reflexmäßig in Deckung schmeißen, wenn ihr Reflex kein bisschen Grund hat sie dazu zu bringen? Feil da noch mal dran.
Sie versteckt ein ganzes verdammte Schwert in ihrer TASCHE? Was hat die da mit? Ne Sporttasche? Sehr unauffällig…und wieso schnallt sie es sich dann in Ruhe um, während ihr die Kugeln um die Ohren fliegen? Sollte sie da nicht andere Sorgen haben?
Warum hat sich der Barkeeper nicht hinter seinem Tresen verkrochen? Statt dessen wartet er auf Handzeichen eines Gastes um die Türe zu zu machen? Sollte ihm nicht eher dran gelegen sein, dass die schusswütigen Spinner aus seinem Laden verschwinden, statt da eingeschlossen zu sein?
In der ADL gibt es kein DocWagon, die heißen da BuMoNa.
Wieso telefoniert sie mit dem Tele des Barkeepers wenn sie neben der Türe liegt? Sie war doch auf dem Weg raus, oder?
Also die Schützen verschwinden einfach und es geht mit der Versorgung des Schussopfers weiter? Diese ganze Szene hinkt ganz arg, da musst du dringend was tun…und realistischer bleiben. Wo bleiben die Bullen?

Sie bekommt nen leeren Umschlag und legt sich hin um zu schlafen? In dem Haus in dem eben jemand unten ne Schießerei inszeniert hat?

In Seattle ist es 5 Stunden früher als in München? Stimmt das echt? Meine Eltern in Florida sind 6 Stunden hinter uns…

Der Decker hat happige Preise…nur meine persönliche Meinung.

Der Spruch mit dem Joakim sich am Tele meldet klingt sehr…künstlich, sprich das mal laut aus und überleg dann mal, ob jemand sowas wirklich sagen würde, wenn man ihn gerade aus dem Bett geklingelt hat.

Das mit der Probe zum aufspüren…das klappt nicht, der Typ ist sechs Jahre tot angeblich. Die Probe kannst du den Hasen geben, die ist hin nach der Zeit wenn sie nicht speziell konserviert war.

Also diese „In den Rücken geschossen von den Eltern“-Story die sie Mücke erzählt? Glaubt sie wirklich, dass ihre Eltern so dämlich sind den ungeliebten Verlobten vor der Haustüre zu erschießen und dann DIE LEICHE LIEGENZULASSEN? Also das ist ziemlich unglaubwürdig, selbst wenn der Vater angeblich besoffen gesteht…komisch das…

Das Schwert hat einen „Geist“? *nixkapier*

Sie liebt Laucheintopf, das ist mal ein schönes Detail, Respekt!

Dolmetscher-Zauber? Jede Sprache? Ähm…na ja…

Hm…die Schießerei ist wieder ein wenig farblos…wo sind die kreischenden Passanten? Oder ist die Gegend so mies, in der ihr Hotel ist?

Wieso reisen die beiden nicht ab, wenn sie wissen, dass die „Feinde“ im Hotel sind? Oder greifen sich mal den ein oder anderen zum Interview?

Der Decker plappert ganz ordentlich, mag das sein?

Heißt das nicht „Glock Drachentöter“? Du schreibst immer Clock glaube ich…

Gibt es in Japan „Humanis-Policlub-Häuser“?

Also alles in allem viel schiefer Kleinkram, der sich aber schnell repariern läßt, ich hoffen das hilft dir

Viele Grüße

Indigo
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Beitrag Verfasst am: Fr Apr 07, 2006 5:14 pm    Titel: Re: Ich Versuche mich auch mal^^ Antworten mit Zitat

Joa danke^^

Hab doch gesagt, dass sie mir irgendwie nicht Gefällt.

Bei den Deteils hast du recht, ich werd es mir aufschreiben.

Der Spruch des <magiers ist Okay, es soll so sein... wer hat den gesagt, dass er geshclfen hat?^^

Und die Probe der Haare... Das hat auch schon einen Sinn. Aber soweit habe ich noch nicht geschrieben.

Das schwert hat keinen Geist, sondern ist ein Fokus.

Mit der Bar hast du recht, aber ich hab die passage erst um 03.00 Uhr nachts geschrieben... ich werds ändern^^

Die Rechtschreibung.. jaja... Ich habs gestern mal durch das Grammativprogramm gejagt... Tja, was soll ich sagen? Jetzt gibt es keine Rechtschreibfehler mehr....

Und naja... Mit den zaubern, da habe ich mir von einem Freund heldfen lassen... ich kenn mich da nich sonderlich aus... aber ich werde da wohl nochmal nachhaken müssen^^

Ich hatte ja gesagt, dass ich das alles nochmal überschreiben muss.

Hat dir den wenigstens die Story gefallen? ^^

Ich werds ändern und die geänderte Fassung mal reinsschreiben.

Falls die geschichte IRGENDWANN mal gut sein sollte, werde ich dich erwähnen... Ich kann Kritik immer brauchen^^ Vor allem, wenn sie nicht durch Blümchen gesagt wird^^

Vielen, Vielen dank!

Lilith

Und ja, Männer haben Lieblingsblumen. Mein Verlobter mag zum Beispiel Weiße Rosen^^
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Beitrag Verfasst am: Sa Apr 08, 2006 9:21 am    Titel: Re: Ich Versuche mich auch mal^^ Antworten mit Zitat

Hoi Lilith,

die Story ist noch nicht stimmig, deswegen liest sie sich auch nicht flüssig. Aber das ist ja nix, was du nicht ändern könntest, wenn es dich stört.

Wegen der Haarprobe…ganz ehrlich…das geht nicht regeltechnisch. 6 Jahre in ner Unterwäscheschublade sind nicht gerade der geeignete Ort, um eine Probe zu konservieren. Nimm dir dazu noch mal das Regelbuch vor und änder einfach die Art der Lagerung/die Probe/was auch immer.

Das Grammatikprogramm wird deine Fehler nicht finden, es sind Groß- und Kleinschreibungsdinger bei „Sie“ zum Beispiel, da geht das Proggy drüber weg. Und wann du tot oder Tod falsch benutzt findet es auch nicht, weil das Wort an sich richtig geschrieben ist, nur eben an der Stelle verkehrt, da musst du mit der Hand selber noch mal dran.

Die Story ist an sich nicht verkehrt, krankt aber wegen der vielen kleinen Logikfehler am Fluss, es ist dann irgendwann so, dass man weniger „die Geschichte erlebt“, als sich drüber wundert was wohl als nächstes kommt. Ich denke mal wenn du die Fehler korrigiert hast wird es flüssiger. Vor allem an deinen Kampfszenen musst du was tun, die sind so grob angerissen, da kommt keine Stimmung hoch, nur Irritation, aber das lässt sich wie gesagt alles richten.

Wenn du die Geschichte mal fertig hast und auf dem anderen Board vielleicht ein Wettbewerb startet dann schick sie einfach mal, schadet sicher nix, bei sowas kann man meist nur lernen.

Magste im Gegenzug auch mal was von mir Korrekturlesen?
Ich bin auch Libby und würde mich wenn du Zeit und Lust hast über Feedback zu Macht und Mambo Nr 5 freuen, sind beide hier im Board gepostet.

Viel Spaß und Glück beim schreiben!

Indigo / Libby
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Poldi
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Beitrag Verfasst am: Mo Apr 10, 2006 1:54 pm    Titel: Re: Ich Versuche mich auch mal^^ Antworten mit Zitat

Hei Lilith!

Da ich Dich hier her gestupst hatte auch von mir ein kurzer Kommentar:

Ich fand die Story im Wesentlichen gut, aber wie Indigo schon meinte, sie liest sich noch nicht "rund". Zuviele Brüche, und auch einige Stellen, an denen der Background "knirscht". Japan z.B. ist praktisch nicht beschrieben, da kommt auch kein Flair auf. Ansonsten schließe ich mich Indigo voll an.
Ich denke, da kann richtig was draus werden!

LG,

Poldi
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Lilith
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Beitrag Verfasst am: Mi Apr 12, 2006 3:21 pm    Titel: Re: Ich Versuche mich auch mal^^ Antworten mit Zitat

hehe^^

danke erst mal^^

Ich hab jetzt im großen und ganzen alles Korregiert, was mich persöhnlich gestört hat.

Die Kampfszenen hab ich generalüberholt und ich arbeite wegen der Story und dem Regeltechnischen Kram mit "Revolvermann" zusammen, der auch in unsere Gruppe gehört.

Was die Harrprobe betrifft, so weiß der Char ja nicht, dass sie nicht mehr "Funktioniert", das wird sie schon sehen.

Ich hab mir jetzt schon überlegt, wie es ausgehen soll und es werden 2 Bücher.

Das erste wird ein happy end haben, das zweite... nun ja... wird man dann sehen^^

rechtschreibung ist nicht so mein Fall, aber ich bleibe dran.

Im Moment hänge ich an einer Situation, bei der ich nciht weiterkomme^^

Meine Chars sind gerade in die AG-Chemie eingebrochen und ich weiß nur, dass sie gefangen genommen werden sollen und es überleben sollen, zusammen mit "Arram"....^^°

Am Hintergrund Arbeite ich auch noch^^

Lilith
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