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"Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1

 
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Cyberian
Mietmuskel
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Beitrag Verfasst am: So Sep 04, 2005 6:59 pm    Titel: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1 Antworten mit Zitat

Kapitel 1:

Die Uniform wirkte hohl, wie die abgeschälte Borke eines Baumes, die dessen Form noch nachzeichnet, aber nicht mehr Baum ist. Nur eine Erinnerung, ein Schattenriss, der von einem Drahtbügel hing. Die Abzeichen Lohn der letzten fünf Jahre.

Der Bügel klackte auf die Kleiderstange. Die andere Uniform hing schon dort. Er ließ beide zurück. Nicht einmal Reservist. Das konnte er sich noch weniger vorstellen: Erst wie ein Zivilist zu leben und dann wieder das Gewehr in die Hände gedrückt zu bekommen. Womit Zivilisten auch immer in der Zwischenzeit den Tag herumbrachten.

Das Bett – abgezogene Matratze, die Wäsche hatte er Nikita längst wegbringen lassen. Auch das Bett gegenüber war leer; bald würde keiner mehr hier sein, der wusste, dass es den Soldaten, der dort geschlafen hatte, überhaupt gegeben hatte. Mit seinem Gewehr würde ein anderer schießen. Das war beruhigend – der Gedanke, dass die Maschine auf jeden Fall weiterlief, wie viele Soldaten auch starben.

Mischko schloss die Tasche – die Klettverschlüsse machten kein Geräusch – und hob sie auf die Schulter. Das Gewicht spürte er kaum. Alles unter den 45 Kilogramm Marschgepäck beeindruckte ihn längst nicht mehr. Ohne Waffen, Granaten, Munition blieben nur noch Kleidung, Schlafsack, Essgeschirr. Leichtes Gepäck hieß schnellere Fortbewegung. Kein Besitz hieß nichts zu verlieren. Die Steppe verzieh nichts, vor allem keine Anhänglichkeit.

Er verließ das Kasernengebäude, vorbei an den schweren Maschinen, die gewartet wurden, vorbei an den Soldaten in ihren gestreiften Unterhemden, die beieinander standen und rauchten. Ein riesiger Troll trug rechts und links zwei LKW-Reifen, die nicht über den Boden schleiften.

Manche starrten Mischko an – vorsichtig, aus den Augenwinkeln, unter gesenkten Lidern, nie offen, dafür kannte man ihn viel zu gut.
Mischko spannte sich, konnte ihren Hass beinahe riechen. Ihren Hass und ihre Furcht, und ein Teil von ihm wartete nur darauf, dass sie etwas versuchten. Aber nichts geschah auf dem Weg zum Verwaltungsgebäude, nichts als Blicke und eine verächtlich weg geschnippte Zigarette. Das reichte nicht.

Er trabte langsam die Treppen hoch – Ordonnanzen kamen ihm entgegen und wichen rechts und links zur Seite, als sei die Treppe nicht breit genug.

Der Geruch von Bohnerwachs und uralten Akten lag in der Luft, hinter geschlossenen, gleichförmigen Türen hörte er Leute reden.
Vor der Tür seines Vorgesetzten wartete er. Das Flugzeug ginge erst heute Abend, hatte man ihm gesagt. Ob er hier oder beim Landeplatz wartete, war ihm gleichgültig.

Ein Rekrut mit einem Putzeimer arbeitete sich den Gang entlang. Gestreiftes Hemd, Stiefel, Tarnhosen. Norm. Schlaksig, nicht älter als siebzehn. Norms sahen so jung aus in diesem Alter.

Der Rekrut blinzelte nervös, als er bis auf vier Meter herangekommen war. Bis Dienstschluss musste er wohl das ganze Gebäude schaffen – noch zwei Etagen. Er blickte zu Mischko hoch, dann auf den Eimer, schließlich den Gang entlang und schien vollkommen ratlos.

Mischko hätte aus dem Weg gehen können, aber es war wichtig, dass Rekruten ihren Platz kannten. Der Bursche wich seinem Blick aus, ein Schweißfilm bildete sich auf seiner Stirn.

Er fasste den Burschen ins Auge, wartete, ob dieser sich daran erinnerte, dass er Befehle hatte, oder den Mut aufbrachte, ihn anzusprechen.

Nichts geschah. Der Norm schwitzte still vor sich hin und bat wohl innerlich alle Geister um Hilfe, die ihm einfielen.

„Gibt’s was?“, fragte Mischko, dem das Spiel allmählich gefiel.
Der Norm stand wie erstarrt, kein Muskel rührte sich. Ein wenig mehr, und er würde nicht einmal Luft bekommen.

„Nicolai.“ Die Stimme klang amüsiert, und Mischko fragte sich, wie lange Gondarev ihn schon dabei beobachtet hatte, wie er den Rekruten belauerte. Verächtlich verzog er die Lippen, was den Burschen zittern ließ, dann machte er auf dem Stiefelabsatz kehrt und folgte Gondarev in sein Büro.

Der Offizier hatte für den kurzen Ausflug zur Tür nicht einmal die Mütze aufgesetzt – das dunkelblonde Haar wie immer akkurat gescheitelt. Dunkelgrüne Uniform mit Kragenspiegeln, am breiten Ledergürtel hing ein Pistolenholster. Hinter ihm zeigte das Trid eine Norm-Bulldogge mit triefigen Wodka-Augen, Haar schlohweiß. Musste ein hohes Tier sein. Jedenfalls zeigte das Trid jedesmal, wenn Mischko hier stand, einen anderen. Gondarev interessierte sich für Politik.

Mischko nahm Aufstellung vor dem Schreibtisch, Tasche an seiner Seite. Es fiel schwer, nicht zu salutieren.

„Setz dich doch, Nicolai.“ Gondarevs lange, zerbrechliche Finger schwenkten zum silbernen Samowar in der Ecke. „Tee? Zitrone, richtig? Kein Zucker.“

Es gehörte zu den unumstößlichen Wahrheiten über Major Oleg Gondarev, dass der Mann sich vorzüglich mit sich selbst beschäftigen konnte. Es ging der Witz um, dass Gondarev als Gesprächspartner nur einen Spiegel brauchte, aber Mischko kannte auch das andere Gesicht.

Hier war kein Hauer, der Gondarev den Tee brachte. Der Offizier tat es tatsächlich selbst, eigenhändig, bereitete wortlos Tee zu, ließ eine Scheibe Zitrone in den Metallbecher fallen, füllte mit heißem Wasser auf, stellte den Becher schließlich vor Mischko hin, als handle es sich bei ihm um einen Gast.

Etwas unruhig streifte Mischkos Blick über den Schreibtisch – aber dieser war vollkommen leer. Kein Taschencomputer, keine Papiere, nichts. Nur die dampfende Tasse. Er griff danach, wärmte sich die Hände. Er fror sonst nicht so leicht, aber vor Gondarev schien sein Blut in den Rumpf zurückzuweichen.

Sorgsam stellte Gondarev die eigene Tasse exakt gegenüber Mischko auf die Schreibtischunterlage.

Die Zitronenscheibe trieb obenauf, Fasern lösten sich, als sie rasch die Temperatur der Flüssigkeit annahm.

Mischko betrachtete das Farbspiel mit Wärmesicht, wie das Orange sich mit Rot durchsetzte, wie die heißen Schlieren in die Luft stiegen. Gondarevs lange Finger lagen wie ein Sperrzaun vor der Tasse, die Daumen trafen sich dahinter. Fein manikürte Nägel, denen Waffenöl, Dreck und Blut fremd schienen. Stimmt. Wenn Gondarev an die Arbeit ging, trug er Handschuhe, die er sich mit einem satten Schnalzen abzuziehen pflegte.

„So plaudert es sich doch gleich angenehmer“, verkündete sein Kommandeur und sah ihn mit lauteren blauen Augen an. „Eine lange Zeit, Nicolai. Eine wirklich lange Zeit.“

„Fünf Jahre.“

„Ja. Zwei Grunddienst und die drei, die du dem Mutterland geschenkt hast.“ Gondarev neigte den Kopf, als respektiere er dieses Opfer wirklich.

Was war das für ein Spiel? Mischko hatte erwartet, dass man ihm Sold und SIN gab, ihm vielleicht, wenn es hochkam, die Hand schüttelte, oder, wenn Gondarev wirklich alle Register zog, auf die Schulter klopfte. Das hier aber war ein anderer Tanz.

„Was hast du jetzt vor, Nicolai?“

Da. Die Frage zeigte eine neuerliche Richtungsänderung an. Mischko starrte für lange Atemzüge in die Tasse, ordnete seine Gedanken. Schön langsam, nichts überstürzen. „Mein Flug – geht nach Moskau.“ Wroclaw zu erwähnen war nicht klug.

„Und dann? Feiern, nehme ich an.“ Gondarev lächelte gönnerhaft. „Ich könnte dir im Innenministerium eine Stelle besorgen. Die Steuerfahndung sucht immer gute Leute.“

Ja, Mischko hatte die Werbungsanzeigen gesehen. Sehr aufregend, sich aus Helikoptern auf Konzerngebäude abzuseilen, eine Dachluke aufzusprengen und übereifrige Kapitalisten bei der Arbeit zu stören. Nur hatte er das mit dem Abseilen und den Helikoptern satt. Bei der Steuerfahndung für den Rest seines Lebens denselben Job zu machen, den er für die Armee gemacht hatte …

„Ich denke darüber nach.“

„Du hast ja Zeit.“

Mischko meinte, den Geist eines noch hören zu können, der durch diese Worte spukte, so, wie Gondarevs Worte oft Geister waren, körperlos, aber kaum weniger real. Ja, noch hatte er Zeit. Zehn gute Jahre, danach zehn schlechte und danach – aus. Es war gut so, mehr hätte er auch nicht gewollt.

Er starrte in den Tee, wo die Zitronenscheibe schwebte wie ein halber Mond über der sibirischen Steppe vor einem Unwetter, wenn der Himmel sich zuzog und sich auf das Land legte wie die Kette eines Panzers. Mischko schüttelte den Kopf, spürte die ganze Schwere seines Körpers, der jetzt sperrig war, sperrig und grob. Gondarev machte ihm sein eigenes Gewicht bewusst.

„Andererseits, Nicolai.“ Gondarev nahm einen Schluck von seinem Tee und Mischko trank ebenfalls, als sei er Gondarevs missgestaltetes Spiegelbild, unfähig, sich zu verweigern. „Du könntest eine letzte Kleinigkeit für mich erledigen.“

Mischkos Schultern spannten sich so plötzlich, dass der Tee in der Tasse bedenklich schwappte. Er zwang sich, zu schlucken, schob den Tee wie einen zähen Bissen langsam die Kehle hinunter. „Mein Flug geht heute Abend.“

„Ich weiß. Aber du könntest auch von Tscheljabinsk aus fliegen. Mit einem kleinen Taschengeld für die … Übergangsphase.“

Eine Kurierfahrt nach Sibirien. Das ganze Battalion wurde in diesen Tagen auf die Krim verlegt, warum, wusste Mischko nicht, aber vermutlich war da irgendwo wieder eine Rebellion im Gange. Sein Nacken war hart und steif wie gefrorenes Holz. Wortlos blickte er in die blauen Augen, die ihn musterten, freundlich, ohne den Ekel und den Hass. Dabei kannte Gondarev ihn von allen Norms am besten. Drei Jahre. Geschenk für das Mutterland. Schnappende Plastikhandschuhe.

Mischko zwang einen weiteren Schluck Tee seine Kehle hinunter, die Scheibe Zitrone streifte seine Oberlippe wie ein ertrunkenes Tier.

Sein Flug. Moskau. Europa. Polen. Polen hatte ihm gefallen, trotz der Rebellen. Der beste Ort für ihn, unterzutauchen. Er sprach die Sprache. In Wroclaw hatte der Geheimndienst keine Macht. Freie Republik Polen. Spuren verwischen, dann wie Wasser hinübersickern – woanders hin. Nicht Steuerfahndung, sondern Söldner. Krieg gab’s immer genug.

Mischko setzte die Tasse ab.

Da lag seine Hundemarke – Rang, Name, Personalnummer. Gondarev hatte sie irgendwie herbeigezaubert, ohne sich zu bewegen. Oder er hatte sie die ganze Zeit in der Hand gehalten und sie hingelegt, während Mischko trank. Er starrte auf die beiden Metallteile. Eins für den Kommandanten, eins für den großen Zeh. In seinen Fingern kribbelte es, sie zu berühren.

„Es wäre ein letzter kleiner Auftrag“, sagte Gondarev. „Ein Gefallen unter Freunden, kein Befehl, Nicolai. Bitte fühle dich mir gegenüber nicht über Gebühr verpflichtet. Du hast mir treu gedient. Wir haben unsere Geschichte, du und ich.“ Gondarev lächelte, zog den schmalen Mund auseinander, seine keramikblauen Augen lächelten ebenfalls.

Die Wärme, die der Offizier plötzlich ausstrahlte – fast eine Hitze, wie Fieber, das Mischko körperlich fühlen konnte, als versenge es die Härchen auf seiner Haut, trockne die Bartstoppeln aus, dass sie rau und borstig wurden wie abgemähtes Getreide, zwischen dem Hitzeschwaden flirrten.

Der Raum, seine Haut, der Blick, das Lächeln, alles war von so lähmender Hitze, dass das einzige, was jetzt noch Kühle versprach, die Marke war, die Hundemarke zwischen ihnen.

Mischko streckte die Hand danach aus.
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Beitrag Verfasst am: So Sep 04, 2005 6:59 pm    Titel: Werbepause


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Lauren
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 1:40 am    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1 Antworten mit Zitat

Ich finde sie sehr atmosphärisch und bin positiv überrascht. Sehr gut. Das klingt jetzt vielleicht irgendwie anmaßend oder so, ist es aber nicht gemeint. Und ein "Viel Erfolg" hab ich auch noch vergessen.

Viel Erfolg! Wink


Ciao, Lau
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Jingles
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 10:15 am    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1 Antworten mit Zitat

Hallo erstmal *wink*

Ich find´s auch ganz nett und athmosphärisch Thumb up

Allerdings könnte die Geschichte nach meiner Ansicht ein bisschen mehr SR-Flair vertragen. Vor allem den Tee mit Zitronenscheibe fand ich doch ein wenig seltsam. Überall auf der Welt zahlt man horrende Summen für echte Nahrung, und in Russland schlürft man Tee mit Zitrone aus einem Samowar wie vor 100 Jahren und denkt sich noch nichtmal was dabei. Jetzt bin ich als Spielerin doch ein bisschen verunsichert...

Da ich die Zusammenhänge aber nicht kenne, kann ich natürlich nur das beurteilen was ich gelesen habe. Leseproben sind halt immer ein bisschen wie das erste Stück was man aus einer Pralinenschachtel erwischt Wink
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TwistedMinds
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 1:46 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1 Antworten mit Zitat

Ja, bei der Zitronenscheibe bin auch ich kurz gestolpert (liegt vielelicht an weiblichen Genen Wink ), aber ansonsten wirklich interessantes Arrangement...

Bin über ein zwei Feinheiten zwar etwas überrascht gewesen, fand mich aber eher noch ziemlich schnell mitten in derGeschichte gefangen und wollte nciht wieder aufhören zu lesen. Allerdings bin ich davon weniger begeistert. Hat für mich den Charakter, dass ich schnell über etwas hinwegjagen möchte. Mir fehlt etwas Tiefe und etwas Anspruch an mein Verständnis. Ich mag es lieber als Leser noch etwas im Ungewissen zu bleiben und die Welt, die mir geboten wird Stück für Stück aufbauen zu müssen. Aber nichtsdestoweniger hat mir gefallen was ich gelsen habe...
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Cyberian
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 2:19 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1 Antworten mit Zitat

Lauren hat folgendes geschrieben:
Ich finde sie sehr atmosphärisch und bin positiv überrascht. Sehr gut. Das klingt jetzt vielleicht irgendwie anmaßend oder so, ist es aber nicht gemeint. Und ein "Viel Erfolg" hab ich auch noch vergessen.

Viel Erfolg! Wink


Ciao, Lau


Danke. Ich hab's auch gar nicht als anmassend gelesen, keine Sorge. Smile Ich mag Russland einfach, das laesst sich wohl nicht leugnen (tippe an einer englischen Tastatur ohne Umlaute, deshhalb sehen meine Antworten komisch aus...)
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Cyberian
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 2:22 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1 Antworten mit Zitat

Jingles hat folgendes geschrieben:
Hallo erstmal *wink*

Ich find´s auch ganz nett und athmosphärisch Thumb up

Allerdings könnte die Geschichte nach meiner Ansicht ein bisschen mehr SR-Flair vertragen. Vor allem den Tee mit Zitronenscheibe fand ich doch ein wenig seltsam. Überall auf der Welt zahlt man horrende Summen für echte Nahrung, und in Russland schlürft man Tee mit Zitrone aus einem Samowar wie vor 100 Jahren und denkt sich noch nichtmal was dabei. Jetzt bin ich als Spielerin doch ein bisschen verunsichert...

Da ich die Zusammenhänge aber nicht kenne, kann ich natürlich nur das beurteilen was ich gelesen habe. Leseproben sind halt immer ein bisschen wie das erste Stück was man aus einer Pralinenschachtel erwischt Wink


Stimmt. Smile Gondarev ist durchaus die Sorte, die das noetige Kleingeld, bzw die Beziehungen hat, dass der seine Zitronen vermutlich per Kurier aus Moskau bekommt. Der protzt halt. Smile
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Cyberian
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 2:25 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1 Antworten mit Zitat

TwistedMinds hat folgendes geschrieben:
Ja, bei der Zitronenscheibe bin auch ich kurz gestolpert (liegt vielelicht an weiblichen Genen Wink ), aber ansonsten wirklich interessantes Arrangement...

Bin über ein zwei Feinheiten zwar etwas überrascht gewesen, fand mich aber eher noch ziemlich schnell mitten in derGeschichte gefangen und wollte nciht wieder aufhören zu lesen. Allerdings bin ich davon weniger begeistert. Hat für mich den Charakter, dass ich schnell über etwas hinwegjagen möchte. Mir fehlt etwas Tiefe und etwas Anspruch an mein Verständnis. Ich mag es lieber als Leser noch etwas im Ungewissen zu bleiben und die Welt, die mir geboten wird Stück für Stück aufbauen zu müssen. Aber nichtsdestoweniger hat mir gefallen was ich gelsen habe...


Das Mitdenken kommt noch - hier ging es erstmal darum, Hauptfigur und Setting einzufuehren. Natuerlich ist alles nicht ganz so, wie es zuerst aussieht. Smile Gondarev luegt wie gedruckt, und obwohl Mischko fuer meine Begriffe gute Instinkte hat - was soll er schon machen?
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TwistedMinds
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 2:33 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1 Antworten mit Zitat

Mhm....Sorry...Aber da stößt sich bei mir gleich zweimal was auf...

Zum einen, ok, er hat die Mittel und das Geld um an echte Zitrone zu kommen, aber auch der hartgesottenste Ork wird das nicht einfach ignorieren...vielleicht etwas mehr Reaktion, als "die Zitronenscheibe stößt an seine Oberlippe" hätte mir gefehlt...

Ansonsten ist es nicht besonders schwer zu bemerken, dass Gondarev (ich hoffe ich hab den jetz richtig geschrieben) lügt und ich als ehemaliger Aktivist würde da dann doch lieber eine Karriere als Söldner vorziehen als mich diesem Tigergrinsen hinzugeben...

Zumindest ohne Druckmitteln, Gonda-Man hat doch bestimmt irgendwas gegen unser putziges Militärbaby in der Hand um ihn zur Not auch zur Mitarbeit zu zwingen, oder? Mir fehlt da ein wenig die logische Zusammenführung der Gedankengänge...

Ganz hart ausgedrückt, womit ich das keinesfalls beim erstenmal lesen so bemerkt habe, aber für mich kristalisiert immer mehr heraus, dass die Charaktere an einen bestimmten Szeneplatz galangen müssen und wie sie dorthin gelangen erscheint mir noch einw enig durchdacht...Aber wie und wo und wann ich will jetzt gar nicht zuviel sagen, aber ok ok - Punktum, ich sag jetzt besser gar ncihts mehr, verwurstel mich schon wieder...Ich bin halt nur ein wenig stuzig zwischendurch. Einmal an der Zitrone, dann bei der Entscheidung und zuletzt auch an einigen Stellen im zweiten Teil
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 2:49 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 1 Antworten mit Zitat

TwistedMinds hat folgendes geschrieben:
Mhm....Sorry...Aber da stößt sich bei mir gleich zweimal was auf...

Zum einen, ok, er hat die Mittel und das Geld um an echte Zitrone zu kommen, aber auch der hartgesottenste Ork wird das nicht einfach ignorieren...vielleicht etwas mehr Reaktion, als "die Zitronenscheibe stößt an seine Oberlippe" hätte mir gefehlt...

Ansonsten ist es nicht besonders schwer zu bemerken, dass Gondarev (ich hoffe ich hab den jetz richtig geschrieben) lügt und ich als ehemaliger Aktivist würde da dann doch lieber eine Karriere als Söldner vorziehen als mich diesem Tigergrinsen hinzugeben...

Zumindest ohne Druckmitteln, Gonda-Man hat doch bestimmt irgendwas gegen unser putziges Militärbaby in der Hand um ihn zur Not auch zur Mitarbeit zu zwingen, oder? Mir fehlt da ein wenig die logische Zusammenführung der Gedankengänge...

Ganz hart ausgedrückt, womit ich das keinesfalls beim erstenmal lesen so bemerkt habe, aber für mich kristalisiert immer mehr heraus, dass die Charaktere an einen bestimmten Szeneplatz galangen müssen und wie sie dorthin gelangen erscheint mir noch einw enig durchdacht...Aber wie und wo und wann ich will jetzt gar nicht zuviel sagen, aber ok ok - Punktum, ich sag jetzt besser gar ncihts mehr, verwurstel mich schon wieder...Ich bin halt nur ein wenig stuzig zwischendurch. Einmal an der Zitrone, dann bei der Entscheidung und zuletzt auch an einigen Stellen im zweiten Teil


Wenn man drei Jahre lang fuer Gondarev arbeitet, ist das mit der Zitrone einfach nicht mehr interessant. Solche Szenen haben sich zwischen den beiden haeufiger abgespielt (Gondarev weis, wie Mischko seinen Tee trinkt).

Was meinst du mit "Aktivist"?

Und - warum Mischko es trotzdem macht, und warum die Szene genau an der Stelle abbricht, hat eine Bedeutung. Der Leser soll an der Stelle "Haeh?" denken. Das ist okay. Smile

Stutzig ist okay, das ist beabsichtigt.

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