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"Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2
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Cyberian
Mietmuskel
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Anmeldungsdatum: 26.03.2005
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Beitrag Verfasst am: So Sep 04, 2005 7:08 pm    Titel: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Janus stieß Leoric so unsanft den Ellbogen in die Seite, dass der Decker aufschreckte, das Kabel zog und ihn mit schmalen Augen musterte: „Was?“

„Auftrag. Russland“, fasste Janus hilfreich zusammen und trat gegen das ausgestreckte Bein Flechettes. Die kleine Italienerin hatte tief und fest geschlafen, das ganze verdammte Team hatte geschlafen oder gedeckt – was bei Leoric aufs gleiche rauskam -, der Einzige, der sich Gedanken machte, plante und sich kurz vor dem Treffen mit Herrn Schmidt, dem Johnson oder wie man diese Typen am Arschende von Europa nennen wollte, blieb Janus. Wie immer.

Leo konnte über seinen lesbischen Elfen-Pornos alles andere vergessen, und Flechette – Janus schnaubte. Scheiß-Wannabes. Aber er brauchte ein drittes Paar Hände, und Flechette hatte sich bei den Testläufen ganz vernünftig angestellt, zickte nicht rum, wollte keine Extrawurst, und vor allem befolgte sie Befehle. Wichtig, das.

Janus faltete sich wieder zusammen, während die marode kleine Cessna zur Landung ansetzte. Schaukeln und Rütteln, ein hartes, knirschendes Aufsetzen, dann das Rollfeld. Irgendwo in der Scheißpampa, im reinsten Garnichts des kartographischen Monsters, dem der Name Russland nicht ansatzweise gerecht wurde.

Janus spähte über das Rollfeld, sah da einen Jeep stehen, während die Cessna ausrollte und etwa 250 Meter hinter dem Wagen stehen blieb, neben dem sich so ein Zinnsoldat mit blinkendem Lametta in Pose gestellt hatte.

Janus schnaubte ein Lachen. Typisch Russen. Schön gewollt, nur halb gekonnt.

Flechette rieb sich den Schlaf aus den Augen, streckte sich, soweit das die Sitze zuließen.

„Tjoa, die Karte ist jetzt da drin“, murmelte Leoric und tippte sich gegen die Stirn. „War keine Sache, sind zwar keine hochaufgelösten Satellitenbilder, sollte aber reichen.“

„Und ich dachte, du holst dir in der Matrix einen runter“, schnurrte Janus und löste den Gurt mit zwei Fingern, zog dann den Seesack unter dem Sitz hervor und wäre fast mit Flechette zusammengestoßen, die denselben Gedanken gehabt hatte. „Pass auf“, knurrte er sie an. „Teamleader bewegt sich zuerst, capische?“

Sie hob die Hände in einer ironischen Geste und zog sogar die Beine an. Janus stand auf und streifte sich in derselben Bewegung den Tragegurt über die Schulter.

Kühl wehte ihm der Nachmittag entgegen, als er aus der Luke auf den Asphalt des Rollfeldes sprang.

Lametta kam gerade mit dem Jeep an und machte einen eilfertigen Satz, der irgendwie irre komisch aussah. Sternchen auf den Schulterklappen. Sie schickten einen Offizier. Der Knabe sah aus, als hätte er gestern noch als Schiffsjunge in der Schwarzmeerflotte den Arsch hingehalten, kein Bart, frisches Gesicht. Du liebe Güte.

Janus trat zur Seite, als er hinter sich Leoric rumoren hörte. Bald darauf hatte sich auch Flechette zu ihnen bequemt. Janus ließ den Blick über die Umgebung schweifen.

„Was sind’n das für Berge?“ fragte Leoric.

„Der Ural.“

„Die sind aber niedrig.“

„Der Ural ist hauptsächlich deshalb … ach, Scheiße, lad dir’s doch aus der Matrix.“ Fehlte noch, dass er hier den Geographie-Lehrer abgab. Die Berge waren dunkle Buckel, stark verwittert, kaum mittelgebirgig, ein bisschen wie das Sauerland.

Dann fand sich Janus Lametta gegenüber, schick, die Uniform und das wie mit einer Wurzelbürste und Kernseife abgeschrubbte Gesicht darüber.

Welcome to Russia“, verkündete Lametta strahlend und Janus winkte ab, während er sich auf die Rückbank hockte. Leo neben ihm, Flechette machte die Dame auf dem Beifahrer.

„Das ist ja ein putziges Kerlchen“, murmelte Janus und Leo grinste, während Flechette die ganze Beflissenheit des Zinnsoldaten auf sich zog, der ihr jetzt seinen halben Lebenslauf auftischte, von wegen Kadettenausbildung in Kiew und er sei ein großer Bewunderer europäischer Kultur.

Der Jeep gab ordentlich Gas, wenigstens fuhr Lametta einen flotten Reifen und vor ihnen tauchten Kasernengebäude auf, davor Zaun mit Schlagbaum, drumrum leere Fläche, wohl Minengürtel.

Die Posten hätten tot enthusiastischer ausgesehen.

Leoric setzte sein Profi-Gesicht auf, das cool wirken sollte. Janus beschloss, ihm zu Weihnachten eine Sonnenbrille zu schenken.

„Sach mal, wenn der Typ ne ganze Kaserne um sich rumstehen hat, wofür braucht der dann uns?“, fragte Leoric, während Lametta sie durch die Kaserne fuhr.

Der Anblick wärmte das Herz. Was hier wohl mal gewachsen war, war lange zubetoniert, der Asphalt mittlerweile gesprungen und aufgeworfen, draußen, jenseits des Minengürtels, drohte der Wald. Die Kasernengebäude schienen zum größten Teil unbenutzt, kein Licht, keine Raucher davor; obwohl der Laden mehrere tausend Soldaten fassen mochte, waren nur noch einige hundert da. Wenn überhaupt.

Zentral an der Hauptstraße gelegen, die die Kaserne teilte, war ein großer Platz, wohl zum Exerzieren, und dort standen, säuberlich aufgestellt, schwere Fahrzeuge, Panzer und Halftracks, die aussahen wie die Bastarde einer Vergewaltigung eines LKWs durch einen Panzer. Massive Stahlketten, die sich vollkommen mühelos durch schwersten Boden wühlen konnten, das Monster so feist, dass es dem Papa an Panzerung kaum nachstand.

Leo starrte. „Hammerteil.“

„Und das da ist unsere Kutsche“, grinste Janus. „Na, hältst du Sibirien immer noch für eine schlechte Idee?“

Leo starrte den Halftrack an, als habe er gerade beschlossen, was er unbedingt für den Ruhrsprawl anschaffen wollte. „Okay. Das mit den „schweren Maschinen“, das habe ich jetzt verstanden. Das ist ne schwere Maschine.“

„Genau.“ Janus lehnte sich zurück. „Der hat die Straße gleich eingebaut.“ Er grinste innerlich, als er daran dachte, dass Leorics Vorstellung von sich selbst als Desperado der Autobahn wohl gerade neue Nahrung bekam, obwohl er brav jedes Knöllchen bezahlte. Währenddessen radebrechten der junge Offizier und Flechette halb auf Deutsch, halb auf Englisch, und es hätten wohl nur noch einige Minuten gefehlt, bis Lametta sie um ihre Emailadresse gebeten hätte. Irgendwas musste dran sein an der Frauen-und-Uniformen-Sache.

Der Russe eilte beflissen um den Wagen herum, um Flechette behilflich zu sein, Janus scheuchte Leo mit einem Zischen auf. Na, schon besser. Sozialistische Architektur – ein mehrstöckiges Gebäude mit Fahnenmast, da musste wohl der Schmidt hocken. Alles hatte diese typisch russische, leicht billige und heruntergekommene Ausstrahlung, freudlos, aus einem tiefen, inneren Bedürfnis nach Hässlichkeit geschaffen. Ein Geruch wie Mottenkugeln und Kohlsuppe.

Angesichts dieser sorgsam angelegten architektonischen Folter begann Janus, eine morbide Faszination zu spüren. Er hörte Leoric „Das glaubt mir meine Therapeutin nie“, murmeln und sah das Lächeln, mit dem Flechette den jungen Offizier dazu brachte, ihnen den Weg zu zeigen.

Treppe hoch, Korridor entlang, aber hallo, Ölgemälde und Teppiche, dann Flügeltür, mit irgendwelchen geschnitzten doppelköpfigen Adlern mit Krone, dahinter …

Ballsaal.

Flechette, die vorangegangen war, prallte zurück, als sei sie auf eine Tretmine direkt vor ihr aufmerksam geworden. Der Raum. Blankpoliertes Parkett in geometrischen Mustern, streng nach der Maserung des Holzes verlegt, dazu gewaltige Kronleuchter, deckenhohe rote Samtvorhänge – und am Ende des Saals ein Tisch für sämtliche Staatsoberhäupter der Welt, aber gedeckt für vier Personen.

Janus zoomte den einzelnen Mann heran, der dort saß, es wirkte fast komisch, ein unscheinbarer Militär, der eher nach Bürokrat aussah als nach Kriegsheld, die Sorte, die in einem korrupten Staat nur zu rasch nach oben kam und sich dort festzeckte.

Leo blickte ihn ebenfalls an, nickte dann. Er glich im Geist wohl das Profil ab, das sie bekommen hatten. Das machte aus ihrem Gastgeber Oleg Gondarev, den Sojageber.

Der junge Offizier trabte auf Gondarev zu, salutierte, brabbelte was auf Russisch, woraufhin er ein gütiges Nicken erntete und entlassen wurde.

Janus schob die Tasche auf seinem Rücken zwischen die Schulterblätter und marschierte auf Gondarev zu, der sich nun erhob und die Hände auf dem Rücken faltete.

Leo und Flechette flankierten ihn. Janus ließ die Tasche kontrolliert fallen, bemerkte befriedigt, wie der Russe zusammenzuckte. Machte sich wohl Sorgen um das schöne Parkett. „Ich bin Janus, das sind Leoric, Datenspezialist, und Flechette, Logistik und Elektronik.“

„Sie hatten einen guten Flug?“, Gondarev deutete auf den Tisch. „Ich bitte Sie.“

Stühlescharren, Hin- und Herrücken, der Tisch war beladen mit Zeugnissen russischer Küche, Wild, das nicht nach Soja aussah – Gondarev schien nicht an die Existenz von Vegetariern zu glauben -, irgendwelche Gerichte, die Janus nicht kannte. Keine Bedienung. Gondarev hatte es entweder eilig, zum Geschäftlichen zu kommen, oder die Inkonsequenz der Inszenierung trug eine tiefere Bedeutung. Oder das Personal war schon abgereist und Gondarev hielt hier nur noch eine Illusion aufrecht.

Flechette versuchte wohl das Eis zu brechen, in dem sie sich manierlich an jeder Schüssel bediente, Leoric hatte offensichtlich auch Hunger, stellte sich aber weniger geschickt an. Logisch, war nur Pizzakartons gewöhnt.

Janus sah die scharfe Intelligenz in Gondarevs Augen, Kalkulation. Ihm stellten sich die Nackenhaare auf und er hätte nicht sagen können, weshalb. Es mochte die tiefe, unbeirrbare Ruhe sein, die in den glatten Zügen lag, oder vielleicht die Ahnung von Verschlagenheit hinter dem ansonsten durchschnittlichen Gesicht. Politiker.

„Um es zusammenzufassen, Herr Major“, schnurrte Janus, „Ein Kurierjob von hier nach Sibirien, wir drei, Fahrer stellen Sie, Transport von Sibirien nach Hause, keine Fragen, kein Datenmüll.“

„Fast.“ Gondarev begann, Wassergläser aus einer Karaffe zu füllen und stellte sie vor dem Team auf. „Ich stelle einen Fahrer und einen Wachhund. Das sagt man so, Wachhund?“

Der russische Akzent machte daraus „Wach-chunt“, was drollig hätte wirken können, aber Janus war nicht danach zumute, Gondarev zu belächeln.

„Sicherheitspersonal?“

„Ja“, bestätigte Gondarev und lächelte. „Genau.“

„Ihr Transport, Ihre Kosten.“

Der Offizier klopfte auffordernd mit den Fingernägeln gegen sein Glas. Mit Todesverachtung griff Leoric nach seinem und nahm einen Schluck. Flechette, ganz Dame, netzte nur die Lippen. Gondarevs Gesicht blieb ausdruckslos, die blauen Augen unbeweglich wie die eines Hechtes. „Auf die internationale Zusammenarbeit“, sagte er, das Glas erhoben, zwei Finger etwas abgespreizt, er hielt das Glas so, dass die Hand es fast bedeckte.

„Auf die Freiheit“, antwortete Janus mit seinem liebreizendsten Lächeln. Er rechnete es Gondarev hoch an, dass dieser keine Miene verzog. Vielleicht war der Russe gar nicht so übel, wie er tat. Der Wodka lief weich wie Öl durch seine Kehle und brannte erst dann, wärmte ihm sofort Magen, Hände, Wangen.

„Gut?“

„Gut“, bestätigte Janus und blinzelte etwas Feuchtigkeit weg. Cyberaugen oder nicht, das Zeug war verflucht stark.

„Sagen Sie, Major“, kam es da von Flechette, die sich die Lippen abgetupft hatte und jetzt die dunklen Augen auf den Offizier richtete. „Um was handelt es sich bei der Ladung und warum lassen Sie das nicht Ihre Untergebenen machen? Ich mag mich irren, aber Ihre Vorgehensweise scheint mir uncharakteristisch umständlich. Und das wäre das Letzte, was ich von Ihnen erwarten würde.“ Ein strahlendes Lächeln direkt aus dem Tridshopping-Kanal folgte, wohl abgemessen zwischen „Ich bin eine schöne junge Frau, die um Hilfe bittet“ und der Unschuld vom Lande.

Janus versteckte den Anflug eines Grinsens hinter seinem Wodkaglas. Dabei war Flechette nicht im eigentlichen Sinne schön. Das Gesicht war zu herb, sogar disharmonisch, Kiefer zu breit, Stirn zu stark, die Nase zu lang. Flechette war apart, nicht niedlich, strahlte etwas aus wie eine Flamenco-Tänzerin, vor allem, wenn sie für Runs gekleidet war. Im Business-Kostüm konnte sie auch die Mauerblümchen-Nummer.

Gondarev schluckte den Inhalt des Glases einfach weg und setzte es härter als nötig auf dem Tisch ab. Dann schien sein Gesicht für einen Moment zu zucken, bevor er sich für ein Grinsen entschied.
„Flechette, eh? Nun, wir werden in den Westen verlegt, die meisten sind schon dort, und meine Ressourcen sind begrenzt. Gleichzeitig habe ich Verpflichtungen bezüglich einiger sibirischer Herrschaften, die ich nicht enttäuschen will. Es geht um mein Ehrenwort, das werden Sie verstehen. Bei den Gütern handelt es sich um eine Hilfslieferung, die ich vermittelt habe. Als Offizier hat man andere Möglichkeiten, Warentransporte zu vermitteln, gerade, wenn es um das rückständige Asien geht. Bei Ihnen handelt es sich um Ausländer, weil Sibirien nicht gut auf Russen zu sprechen ist. Nach dem sibirischen Unabhängigkeitskrieg ist die politische Situation prekär.“

Mit anderen Worten, Gondarev verschacherte Waffen und Ausrüstung der russischen Armee an den Feind. Die Verlegung seiner Einheit hatte ihm vielleicht den Zeitplan durcheinander gebracht oder jemand war ihm auf die Schliche gekommen. Und das Team war jetzt sein Plan B.

„Und Ihre Leute? Die Sie uns mitgeben?“

„Die beiden Soldaten sind keine Russen. Der Fahrer ist ein Tunguse, der Wächter gebürtiger Sibirier.“ Gondarev lächelte. „Ihretwegen wird es keine Schwierigkeiten geben.“

Schön gemacht, Flechette. Nicht gerade professionell, aber weiblicher Charme ist oft genug ein Wettbewerbsvorteil. Über kurz oder lang würde sich Flechette zum Schieber mausern, Sachen klarmachen, Deals abschließen, Ausrüstung auftreiben. Das war ihr natürlicher Lebensraum, sie war ganz Konzerngeschöpf, und Janus hatte sich oft gefragt, was sie in den Schatten trieb und ob vielleicht ihr Tilgungskredit für ein Düsseldorfer Penthouse geplatzt war, den sie jetzt mit Verbrechen abstotterte.

Leo hielt sich mit glänzenden Augen am Wodka fest, stimmte also, das erste Glas war am schlimmsten, und Janus angelte sich einige Stücke Fleisch und kaute bedächtig, während Flechette und Gondarev über europäische Geschichte plauderten. Schon der zweite Russe, der die Europäer liebte. Musste irgendwo ein Nest sein. War das bei Lametta noch in aller Unschuld gesagt, hatte es bei Gondarev etwas Besitzergreifendes, Flirtendes. Vielleicht mussten sie auf Flechette Acht geben, man konnte nie wissen, wie Gondarev auf das „Nein“ reagierte.

Ansonsten das alte Spiel. Janus ließ den Blick gelangweilt im Raum umherschweifen, während Leo sich wohl irgendwelche Daten anschaute oder wirklich betrunken war.

Dann hatte Gondarev endlich ein Einsehen und stand auf. „Es war ein sehr anregender Abend, aber ich bin sicher, dass Sie noch Vorbereitungen zu treffen haben.“ Viel fehlte nicht, und er hätte mit den Hacken geknallt. „Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen, und natürlich eine sichere Reise.“

Flechette fand noch ein paar zuckersüße Worte, dann endlich konnten sie gehen.

Die Ernüchterung kam prompt, außer für Leo, der etwas schwankte.
Lametta war wieder da, der sie zu einem der Kasernengebäude führte. Blicke folgten ihnen im Dämmerlicht, Blicke so voller unverhohlener Gier, dass Flechette sich tiefer in den Mantel drückte und versuchte, unsichtbar zu werden.

Janus maß die Soldaten aus den Augenwinkeln, hatte das Gefühl, das einzige, was sie davon abhielt, anzugreifen, war Lametta, der sich mit einer Selbstverständlichkeit zwischen den Soldaten bewegte, als habe er kein blutiges Stück Fleisch bei sich, auf das sich die hungrigen Raubtiere jeden Moment stürzen wollten.

Janus hatte die Hand an der Waffe, auch Flechettes Rechte war unter dem Mantel. Die Soldaten standen entschieden zu nah, und die russischen Wörter klangen weich – umso bedrohlicher.

Im Kasernengebäude führte Lametta sie rechts den Gang hinunter und schloss eine Tür auf.

Wohl Unteroffiziersquartier, vier Betten, nicht geräumig, aber sauber. Er erklärte Flechette, das sei ihre Unterkunft, dann führte er sie den Gang weiter hinunter und öffnete die Tür eines identischen Raumes. Und dieser für Leo und ihn, Janus. Fröhlich lächelnd erkundigte sich Lametta, ob er noch etwas für sie tun könne, dann ging er endlich.

Flechette war so blass, dass ihre Augen leuchteten. Sie zitterte vor Anspannung und das Team blickte sich wortlos an. „Können wir …“ Sie räusperte sich und fand es wohl schwer, ihre Kehle freizukriegen.

Janus griff in die Tasche des Mantels und schob sich das Komm über. Flechette fummelte etwas herum, bis sie es auch auf die Reihe kriegte, nur Leoric machte gar nichts.

<Janus:> Okay, Maul auf, was habt ihr zu sagen?

<Flechette:> Ich geh da nicht raus.

<Janus:> Schon klar. Leo, hast du dir an den Füßen gespielt, oder hast du was für mich?

Der Decker grinste und kletterte auf eines der oberen Betten. <Leoric:> Fettes Netz hier, musste über einen Euro-Sat rein.

<Janus:> Und?

<Leoric:> Freund Gondi ist ein kapitaler Bursche, hat VaterBruderSchwester in Moskau in der Regierung, jedenfalls hab ich hier das Bild von nem Typen wie Gondi, nur zwanzig Jahre älter. Russische Nationalisten, so Back-to-the-Roots-Typen, vermutlich wurde Gondi schon als Baby in den Nationalfarben gewickelt, was mal ein Held des Vaterlands werden will.

<Janus:> Sonst noch was?

<Leoric:> Nada. Hab den Namen mal durch die große Maschine gejagt. Scheint, den hat einer geputzt oder seine Daten sind klassifiziert. Soll ich mal in den Armeerechner rein?

<Janus:> Lass, ist gut. Flech, du bleibst bei uns. Ich muss dir nicht noch Sojasauce drübergießen für die Jungs da unten.

<Flechette:> Besten Dank, Boss.

Für jeden anderen waren nur die Bewegungen der Lippen sichtbar, und die Bewegungen der Kehle, wenn sie subvokalisierten, um über den Teamkanal zu sprechen, außer bei Leo, der hatte alle erforderliche Hardware eingebaut.

Flechette und Leo hatten sich mal zusammen hingesetzt und die Übertragung verschlüsselt. So ein Gespräch war nichts, was er direkt unter Gondarevs Hechtaugen gemacht hätte, aber solange sie niemand sehen konnte oder die Verschlüsselung knackte, fast so sicher wie ein stummes Selbstgespräch.

Flechette ging zur Heizung – zumindest war’s kein Kohleofen mehr – und drehte daran herum, hielt immer wieder die Hand dagegen, bis es endlich in der Leitung zu klopfen begann.

Janus verstaute sein Zeug am und unter dem Bett, schälte sich aus dem Mantel, prüfte seine Magazine, die Messer, fand alles an Ort und Stelle, was ihn beruhigte.

Seit man ihm in Madrid die Taschen ausgeräumt hatte, ohne, dass er es mitbekam, und er sich dann auf dem Job fragte, wo, bei allen Geistern, die beiden Ersatzmagazine geblieben waren, machte er es sich zur Angewohnheit, noch häufiger nachzuschauen, als es in seinem Beruf ohnehin üblich war.

<Janus:> Okay, erste Wache hier. Leo, Flech, Augen zu.

Die beiden protestierten nicht, Flechette war in ihren Mantel gewickelt, hatte die Arme überkreuzt, die Fußknöchel auch und versuchte zu schlafen.

Leo lag auf der Seite, ein Ellbogen unter dem Kopf, der andere quer über der Brust am Holster, um zu ziehen. Der Decker war kein schlechter Schütze, aber Janus wusste aus Erfahrung, dass der Kampf oft schon gelaufen war, wenn Leo vollständig begriffen hatte, um was es ging.

Janus hockte sich mit dem Rücken gegen die Wand, betrachtete Flechette schräg unter sich und Leo gegenüber. Dieser Job war nur ein Lückenbüßer. Zwei Wochen, höchstens drei.

Er hatte nichts dagegen, in der Zwischenzeit noch mal abzukassieren, obwohl der Preis nicht wirklich angemessen war für eine Tour durch Russland, aber wenig zu verdienen, war besser als sich zu langweilen, und er wollte auch nochmal in aller Ruhe darüber nachdenken, wann er das Kopfgeld für Leo kassieren sollte.
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Beitrag Verfasst am: So Sep 04, 2005 7:08 pm    Titel: Werbepause


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Lauren
Gossenrunner
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 1:53 am    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Zitat:
...dort standen, säuberlich aufgestellt, schwere Fahrzeuge, Panzer und Halftracks, die aussahen wie die Bastarde einer Vergewaltigung eines LKWs durch einen Panzer. Massive Stahlketten, die sich vollkommen mühelos durch schwersten Boden wühlen konnten, das Monster so feist, dass es dem Papa an Panzerung kaum nachstand.


Oh Mann, da ist dir wohl der Humor durchgegangen Wink .

Hier spar ich mir erst mal was und schlafe ein paar Wochen drüber. Wahrscheinlich, weil ich die Charaktere noch nicht sympathisch finde.
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Indigo
bestimmt kein Elite Runner


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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 7:41 am    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Janus wird auch nicht sympathisch... egal wie lange man schläft Wink
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Gast





Total Words: 11,819

Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 1:38 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

*sich jetzt auch hier mal durchgeackert hat*

Hm...nehmt´s mir nicht übel, aber da hab ich hier im Forum schon phanasievollere Sachen gelesen. Markige Sprache und humorige Einlagen machen die 08/15-Runner irgendwie auch nicht interessanter (oder sympathischer, wie man´s nimmt). Diese Leseprobe würde mich persönlich eher abschrecken den Roman zu kaufen.

Hoffe ich bin jetzt keinem auf die Zehen getreten, das war nicht meine Absicht *Dackelblick aufsetz*
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Krix
Brony
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 1:42 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Kritik solange sie konstruktiv ist ist immer erwünscht denk ich mir mal, also keine Panik Guest ^^

Hm, aber ehrlich gestanden hat mich der Abriss auch nciht sooo vom Hocker gehauen...

Der erste war besser..., der mit Mischko? keine Ahnung, schon wieder vergessen den Namen, aber der hat mich mehr angesprochen und Lust auf mehr gemacht, dafür hat dieser abschnitt hier eigentlich das ganze so auf Waage gelegt.. malschauen ob sich der Roman für mich lohnt
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TwistedMinds
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 1:49 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Kann ich nur bestätigen. Der einzige Punkt, der mich etwas stärker beeindruckte war der letzte Satz, da hab ich mir dann nochmal mein Bild von Janus vor Augen gehalten und fand es passend und nicht unbedingt überraschend. Das was mcih daran allerdings dann überrascht hat war, dass auf diesen kleinen Unschuldsengel von Decker ein Kopfgeld ausgesetzt war...

Ich muss sagen, der erste Abschnitt war besser, ja...Aber man sollte ja nicht zuviel in so wenig hineininterpretieren, ich wäre weiteren Leseproben doch sehr angetan, aber ob ich bei dem Eindruck schon bereit bin mein spärliches Vermögen auf eine weitere Romaninvestition zu verlegen...Ich weiß nciht
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Jingles
Runnerlegende
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 1:50 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Boah wie mies! Böses Forum, böses! Da hat mich das System doch klammheimlich während des Schreibens ausgeloggt keif-keif-keif

Krix, der Beitrag eins über deinem war von mir. Ich steh natürlich zu meiner Meinung Wink
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Cyberian
Mietmuskel
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 2:32 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Lauren hat folgendes geschrieben:
Zitat:
...dort standen, säuberlich aufgestellt, schwere Fahrzeuge, Panzer und Halftracks, die aussahen wie die Bastarde einer Vergewaltigung eines LKWs durch einen Panzer. Massive Stahlketten, die sich vollkommen mühelos durch schwersten Boden wühlen konnten, das Monster so feist, dass es dem Papa an Panzerung kaum nachstand.


Oh Mann, da ist dir wohl der Humor durchgegangen Wink .

Hier spar ich mir erst mal was und schlafe ein paar Wochen drüber. Wahrscheinlich, weil ich die Charaktere noch nicht sympathisch finde.


Was den Humor angeht - ich finde, das ist tatsaechlich eine gute Methode, einen Halftrack zu beschreiben. Die Alternative waere weit umstaendlicher gewesen. Ausserdem befinden wir uns in Janus' Kopf (ich weiss, ich bin grausam), und der denkt eben so. Smile

Und - mit Sympathie kann Janus nicht punkten. Das wird nichts mehr. Wirklich nicht. Das waere vergebliche Muehe.
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Cyberian
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 2:35 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

anonymous hat folgendes geschrieben:
*sich jetzt auch hier mal durchgeackert hat*

Hm...nehmt´s mir nicht übel, aber da hab ich hier im Forum schon phanasievollere Sachen gelesen. Markige Sprache und humorige Einlagen machen die 08/15-Runner irgendwie auch nicht interessanter (oder sympathischer, wie man´s nimmt). Diese Leseprobe würde mich persönlich eher abschrecken den Roman zu kaufen.

Hoffe ich bin jetzt keinem auf die Zehen getreten, das war nicht meine Absicht *Dackelblick aufsetz*


Voellig okay. Das "08/15" finde ich allerdings ein wenig hart. Smile Du kennst sie ja noch gar nicht. Anfaenge sind immer eher undankbar - man muss Figuren einfuehren, Teamdynamik klarmachen, und einen Eindruck von Charakteren, ihrem Aussehen und ihrem Charakter geben, ohne zu droege zu werden. Andererseits ist der Anfang der einzige TEil des Romans, den man ohne Vorwissen lesen kann. Smile
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 2:40 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Krix hat folgendes geschrieben:
Kritik solange sie konstruktiv ist ist immer erwünscht denk ich mir mal, also keine Panik Guest ^^

Hm, aber ehrlich gestanden hat mich der Abriss auch nciht sooo vom Hocker gehauen...

Der erste war besser..., der mit Mischko? keine Ahnung, schon wieder vergessen den Namen, aber der hat mich mehr angesprochen und Lust auf mehr gemacht, dafür hat dieser abschnitt hier eigentlich das ganze so auf Waage gelegt.. malschauen ob sich der Roman für mich lohnt


Kritik ist immer gut. Ich hab fuer meine anderen Buecher ja schon einiges einstecken muessen. Unter anderen von jemandem, der von einem DSA-Roman enttaeuscht war, weil er nicht "wie Harry Potter" ist. Da muss man die Haut manchmal etwas nachpanzern, um nicht zu sehr darunter zu leiden. Smile

Diese Szene hat auch eine ganz andere Funktion - ich fuehre den Rest des Teams ein, und mit Janus einen der Hauptcharaktere, mit dem Mischko sich dann vergnuegen darf, spaeter im Buch.

Mischko und Janus sind zwei voellig unterschiedliche Typen, die ich auch ganz anders schreibe. Mischko ist nicht so flapsig und hinterfotzig wie Janus, Janus hat absolut keinen Sinn fuer Natur oder Landschaft (Mischko denkt ueber die Steppe nach, Janus ueber Kopfgeld und Aerger). Die Szenen sind absichtlich im Kontrast geschrieben. Smile
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Cyberian
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 2:42 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

TwistedMinds hat folgendes geschrieben:
Kann ich nur bestätigen. Der einzige Punkt, der mich etwas stärker beeindruckte war der letzte Satz, da hab ich mir dann nochmal mein Bild von Janus vor Augen gehalten und fand es passend und nicht unbedingt überraschend. Das was mcih daran allerdings dann überrascht hat war, dass auf diesen kleinen Unschuldsengel von Decker ein Kopfgeld ausgesetzt war...

Ich muss sagen, der erste Abschnitt war besser, ja...Aber man sollte ja nicht zuviel in so wenig hineininterpretieren, ich wäre weiteren Leseproben doch sehr angetan, aber ob ich bei dem Eindruck schon bereit bin mein spärliches Vermögen auf eine weitere Romaninvestition zu verlegen...Ich weiß nciht


Wieso haelst du Leoric fuer einen Unschuldsengel? Smile Mich interessiert wirklich, wie der Eindruck entsteht.
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Jingles
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 3:06 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Cyberian hat folgendes geschrieben:
Voellig okay. Das "08/15" finde ich allerdings ein wenig hart. Smile Du kennst sie ja noch gar nicht. Anfaenge sind immer eher undankbar - man muss Figuren einfuehren, Teamdynamik klarmachen, und einen Eindruck von Charakteren, ihrem Aussehen und ihrem Charakter geben, ohne zu droege zu werden. Andererseits ist der Anfang der einzige TEil des Romans, den man ohne Vorwissen lesen kann. Smile


Mein Posting bezog sich auch nur auf diese Leseprobe. Ganz egal, was da noch hinterher kommen mag, nach dieser Einführung habe ich irgendwie keine Lust mehr sie näher kennenzulernen. Vielleicht hätte man eine andere Stelle als Leseprobe nehmen können, an der man mehr über die Charaktere erfährt, ob mit oder ohne Vorwissen. So werden sie alle nur kurz angerissen und wirken etwas blass und farblos. Mir fehlt irgendwie der Sympathieträger oder wahlweise der geheimnisvolle Charakter, über den man gern mehr erfahren würde. Deine Leutchen werden schlecht verkauft, wenn man das so sagen kann Wink
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Cyberian
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 6:37 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Jingles hat folgendes geschrieben:
Cyberian hat folgendes geschrieben:
Voellig okay. Das "08/15" finde ich allerdings ein wenig hart. Smile Du kennst sie ja noch gar nicht. Anfaenge sind immer eher undankbar - man muss Figuren einfuehren, Teamdynamik klarmachen, und einen Eindruck von Charakteren, ihrem Aussehen und ihrem Charakter geben, ohne zu droege zu werden. Andererseits ist der Anfang der einzige TEil des Romans, den man ohne Vorwissen lesen kann. Smile


Mein Posting bezog sich auch nur auf diese Leseprobe. Ganz egal, was da noch hinterher kommen mag, nach dieser Einführung habe ich irgendwie keine Lust mehr sie näher kennenzulernen. Vielleicht hätte man eine andere Stelle als Leseprobe nehmen können, an der man mehr über die Charaktere erfährt, ob mit oder ohne Vorwissen. So werden sie alle nur kurz angerissen und wirken etwas blass und farblos. Mir fehlt irgendwie der Sympathieträger oder wahlweise der geheimnisvolle Charakter, über den man gern mehr erfahren würde. Deine Leutchen werden schlecht verkauft, wenn man das so sagen kann Wink


Hm. Ich nehme das einfach mal so an. Alle Meinungen sind subjektiv, meine gehoert dazu. Smile Fuer manche funktioniert es eben nicht, Lesererwartungen sind ein schwieriges Ding, immer gewesen. Und wenn ich dich jetzt abgeschreckt habe, tut es mir leid. Smile
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Krix
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 7:40 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

ach... von vielen.. mit verlusten ist zu rechnen ^^

nich hauen ^^
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Cyberian
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Beitrag Verfasst am: Mo Sep 05, 2005 9:24 pm    Titel: Re: "Kettenhund" Leseprobe, Kapitel 1, Szene 2 Antworten mit Zitat

Krix hat folgendes geschrieben:
ach... von vielen.. mit verlusten ist zu rechnen ^^

nich hauen ^^


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