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Leseprobe "05:58"
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Poolitzer
Das Orakel


Anmeldungsdatum: 06.01.2003
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 21, 2004 6:33 pm    Titel: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Leseprobe Shadowrun-Roman „05:58“

So, lange versprochen und hier sind sie, die ersten Auszüge aus dem 5. SR-Roman aus meinem PC.

Er spielt nur an wenigen Tagen, ist sehr gedrängt und hat insgesamt verschiedene Handlungsstränge, die auf seltsame Weise zusammenhängen. Ein böser Krimi, in den Poolitzer und Konsorten hineinstolpern.

Folgendes vorab: Xavier kehrt für einen kurzen Besuch in der Heimat zusammen mit Cauldron und Ultra in die ADL zurück, um sich mit ein paar Kumpels zu treffen.
Ultra beschließt bei der Gelegenheit, sich von Poolitzer als Snoop ausbilden zu lassen und Reporter zu werden, also werden sie zu einem phänomenalen Investigationszweiergespann, zu dem immer mal wieder Vigo Spengler stößt, der ins BKA wechselte.

Die erste Szene.
Wir sind auf dem Stuttgarter Polizeihauptrevier, Spengler und sein LKA-Kollege Wirbitzky sprechen über einen rätselhaften Banküberfall mit vorausgegangenem Mord, als…

ADL, Württemberg, Stuttgart, 30. 04. 2059, 08:07 MEZ
Es klopfte kurz, die Tür wurde geöffnet, ohne dass jemand „Herein“ gerufen hätte und das gewinnende Grinsen von Poolitzer samt dem dazu gehörigen Kopf zwängte sich erkundend durch den Spalt. „Störe ich?“
„Wann nicht?“, retournierte Spengler gut gelaunt.
Wirbitzky schaute vorwurfsvoll, wedelte mit der Hand, es erinnerte an die Bewegung, die man macht, wenn man lästige Fliegen vom Marmeladebrot verjagen wollte. „Verschwinden Sie, Gospini, und nehmen Sie Ihren bunten Troll gleich mit. Gehen Sie und nerven Sie die Pressestelle.“ Er langte nach seinem Funkgerät. „Wer hat Sie eigentlich rein gelassen?“
„Haben Sie mal versucht, einen neugierigen Troll aufzuhalten?“, säuselte er und öffnete die Tür vollständig. Hinter ihm erhob sich Ultras unbewegliche Silhouette wie ein Denkmal, sein Kopf verschwand wie abgeschnitten, weil der Durchlass zu klein für Metamenschen seines Kalibers gebaut worden war. „Nein, keine Bange, es geht um Folgendes: Ich bin auf dem Flur einem netten jungen Mann begegnet, und der war auf der Suche nach einem verständnisvollen Polizisten, der ihm in aller Ruhe zuhören möchte, denn wenn ich ihn richtig verstanden habe, waren das die Jungs von der Sternschutz-Wache nicht.“
Spengler und der LKAler tauschten einen kurzen Blick. „Verschwinden Sie“, wiederholte Wirbitzky ungnädig. „Ich muss meine Arbeit machen.“
„Okay, aber sagen Sie hinterher nicht, dass ich Sie bei der Lösung des Mysteriums übergangen hätte“, sagte Poolitzer heiter und fasste den Türgriff, er schob sich rückwärts. „Spengler, meine Nase juckt. Sie wissen, was das bedeutet. Haben Sie vielleicht Zeit?“ Er verharrte erwartungsvoll und grinste frech, als sein Bekannter die stattlichen 110 Kilogramm aus dem Stuhl wuchtete. „Na, also. Wenigstens ein Bulle mit Gespür.“
Sie traten hinaus in den Gang und Spengler sah, wen Poolitzer gemeint hatte.
Vor ihm stand ein Typ, um die Ende 20, klassisches Gesicht, aber bräunlich eingefärbt, als ob sich etwas Südeuropäisches in seine Gene geschlichen hätte. Er trug sehr legere, nicht unbedingt württembergischen Standard entsprechende Kleider in Weiß und Blau, die orientalisch angehaucht wirkten.
Er reichte ihm die Hand. „Spengler, BKA. Was genau ist denn Ihr Problem?“ Die dunkelbraunen Augen zogen seinen Blick automatisch an, und dabei wusste er ziemlich genau, dass er nicht auf Männer stand.
„Hallo. Ficker…“
„Halten Sie es für lustig, mit einer Beamtenbeleidigung ein Gespräch zu beginnen?“
„Nee, der heißt so“, grölte Ultra los, noch immer mit der Kamera auf dem Kopf ausgestattet. „Ehrlich! Ficker, ich habe seine ID abgefilmt, weil ich’s auch nicht glauben wollte.“ Sein röhrendes Lachen ging in ein anhaltendes Glucksen über, die mächtigen Schultern hüpften auf und ab. „Fi-cker“, ließ er sich die Silben noch mal halblaut auf der Zunge zergehen. „Stellt euch vor, der heiratet und bekommt ’nen Doppelnamen. Mit ‚Mutter’, das wär’ doch’n Brüller. Oder…“ Er überlegte. „Hey, wie wär’s mit ‚Schlecht’? Oder… ‚Hühner’?“
Der Mann seufzte. „Ja, mein Name ist ein Fluch.“
„Und abgesehen davon, haben Sie was für ein Problem, Herr Ficker?“ Er deutete auf ein leeres Zimmer, in dem normalerweise Vernehmungen stattfanden.
Poolitzer organisierte ein paar Becher Kaffee, während Ultra dazu übergegangen war, die Fuchi von der Kopfhalterung zu nehmen und sie frei Hand zu bedienen. „Damit kann ich tolle Klosetts mach’n“, erklärte er bereitwillig, den Tonfall eines Profis imitierend.
„Close-Ups“, verbesserte Poolitzer von der Tür her, die Becher balancierend. „Was du Tolles auf dem Klosett machst, will keiner von uns wissen, glaube ich. Nicht einmal für eine Doku-Serie.“ Spengler und Ficker lachten leise. Er drehte einen Stuhl mit der Lehne nach vorne, setzte sich drauf und legte die Unterarme auf. „Okay, Kamera läuft, legen Sie los.“
Ficker zierte sich, nervös spielte er mit dem Becher herum, bis der Kaffee überschwappte und ihm über die Hand lief. „Muss das sein, das mit der Kamera? Es ist ja nett, dass Sie mir weitergeholfen haben, Herr Gospini, aber ich eigentlich nicht daran interessiert, in einem Ihrer Berichte aufzutauchen.“
Poolitzer winkte ab. „Keine Sorge, das nimmt mein Assistent nur zu Übungszwecken auf. Wir löschen es wieder, ich verspreche es Ihnen.“ Er gab Ultra ein heimliches Zeichen, dass er alles Mitschneiden und keinesfalls löschen sollte.
„Vergessen Sie den Klugscheißer, Herr Ficker, und erleichtern Sie Ihr Gewissen. Was ist es denn, was Ihnen der Sternschutz nicht glauben wollte? Haben Sie was angestellt oder wurden Sie Opfer eines Verbrechens?“
Ficker atmete tief ein, schaute auf die braune Pfütze und die Spritzer, die den Tisch wegen seiner Spielerei zierten. „Ich habe jemanden verloren“, wisperte er mehr als er sprach.
„Tot?“
„Nein, er ist weg, ich kann ihn nicht ausfindig machen, und jetzt habe ich Angst, dass ihm etwas zustößt.“
Der Kriminalhauptkommissar zückte sein Pad. „Sagen Sie mir, wie die Person heißt, ich kann…“ Er hörte auf zu reden, als Ficker schwach den Kopf schüttelte.
„Ich habe keine Ahnung, wie der Mann heißt.“
Spengler schaute zu Poolitzer, der ihn breit angrinste und damit sagte: „Sehen Sie, fetter alter Mann? Ich ziehe die ungewöhnlichen Fälle immer an.“ Er räusperte sich, legte das Pad auf die Tischplatte. „Okay, dann verraten Sie mir, wo Sie ihn verloren haben.“
„In einem Zeppelin.“
„In einem Zeppelin?“ Eigentlich hatte er die Aussage nicht wie ein Papagei wiederholen wollen, aber die Merkwürdigkeiten häuften sich von Sekunde zu Sekunde, und das überraschte ihn trotz aller Berufserfahrung. Er musste nicht zu dem Reporter schauen, um zu wissen, dass dessen Grinsen von einem Ohr zum anderen reichte. „Sie haben einen Unbekannten in einem Zeppelin verloren“, fasste er mehr für sich als für die anderen zusammen. „Ist er vielleicht aus einem Fenster oder einer Luke gefallen?“
Er hob den Blick nicht, stattdessen begann er, mit dem Zeigefinger in der Pfütze herumzupatschen. „Nein. Er ist weg. Seit vorgestern.“
„Herr Ficker“, Spengler beugte sich langsam nach vorne, „so kommen wir nicht weiter. Wären Sie so freundlich, mir zu erklären, wie Sie den Unbekannten kennen lernten und unter welchen Umständen Sie ihn wieder aus den Augen verloren.“
Ihr Sorgenkind riss sich zusammen, setzte sich gerade hin und nahm innerlich Anlauf, dem Polizisten alles zu gestehen. „Es war am Abend des 28. Aprils, in Ludwigsburg, in der Wolkenstadt…“


…was genau damals passiert ist, steht im Roman. Surprised)
Es aber so viel verraten: Herr Ficker ist Hypnotiseur, und bei einem Auftritt in der Wolke 7, einem Luxus-Zeppelin, kam es während der Show zu einer Schlägerei und Ficker ging K.O..
Als er wieder wach wird, ist ihm einer der Hypnotisierten abhanden gekommen, und er glaubt kurz vor dem Schlag, der ihn ohnmächtig werden ließ, gesehen zu haben, dass ein Gast mit dem Hypnotisierten sprach.
Das Dumme: Niemand kennt den Hypnotisierten.
Und keiner weiß, wo er abgeblieben ist.
Hat er was mit der Mordserie zu tun, die Spengler, Poolitzer und Ultra verfolgen?

Die nächste Szene.
Wir begleiten Zashi, eine junge Straßensamurai und eine von vier Rächern, bei ihrem Einsatz.

ADL, Württemberg, Stuttgart-Sindelfingen, 01. 05. 2059, 22:09 MEZ
Blitzlichtgewitter.
Das grelle, unrhythmische Aufflackern sah Zashi durch das Fenster, unter dem sie sich gerade zu schaffen machte. Bislang lief es hervorragend, einmal von der Panne mit dem Magschlossknacker abgesehen.
Sie hatte ihn angebracht und tatsächlich vergessen, wie das scheiß Ding funktionierte. Glücklicherweise setzte es sich von selbst in Betrieb, nachdem sie wahllos auf Tasten gedrückt hatte, und nach ein paar Sekunden war die Sperre am Hintereingang überwunden und sie auf dem Weg in die Garderobe.
Sie hantierte mit dem Knacker schon wieder herum, als würde sie nicht wissen, wo oben und unten ist, doch er nahm es ihr offenbar nicht krumm und ein zweites Mal seine Arbeit auf.
Während die Schaltkreise rotierten und nach dem passenden Code forschten, überprüfte die Samurai nochmals ihre beiden Pistolen, zwei elegante, schlanke Beretta 200 ST, abwechselnd mit Explosiv- und Stahlmantelgeschossen geladen. ‚Für jeden Geschmack etwas’, dachte sie grimmig. Extra lange Magazine gaben ihr eine ununterbrochene Feuerkraft von mehr als 80 Schuss, erst dann musste sie nachladen.
Sie sagte sich, dass es nur für den Notfall sei, sie hatte nicht vor, wie eine Action-Puppe rein zu gehen und hirnlos abzuballern. Dafür war sie trotz ihrer 23 Jahre zu sehr Profi, fast 35 Runs hatte sie erfolgreich absolviert, bis der Verrat ihr ein Minus auf dem Konto bescherte.
Das Gerät summte leise, die Riegel schnappten zurück. Zashi atmete tief ein, packte die Pistolen zurück in die Achselholster und drückte die Klinke nach unten, rasch huschte sie in gebückter Haltung hinein.
Sie kauerte im hinteren Teil der einschüchternd großen Garderobe der Mammutshow. Fahrbare Kleiderständer reihten sich aneinander, voll geladen mit den neusten Kollektionen von Christiane Di’Oá.
Bewundernd fuhr sie mit der Hand über den glitzernden Stoff vor sich, sie erkannte ein bodenlanges Abendkleid, unter dem man bei diesem Ausschnitt jedenfalls keinen BH tragen sollte. Sah es auf den ersten Blick so aus, als müsste es kratzen und einer Frau die Brustwarzen abraspeln, fühlte es sich weich an. Zashi wunderte sich, flaumig wie Watte kam das Kleid daher, innen und außen.
‚So muss es sein, wenn man in eine Wolke steigt’, stellte sie sich vor und seufzte. Als Halbjapanerin konnte man sie nicht eben als groß bezeichnen, somit brauchte sie sich das lange Kleid auf dem Rückweg als Extra-Gage gar nicht erst einzupacken. ‚Sehr schade.’
Vorsichtig kroch sie vorwärts, nutzte die Cocktailkleider-Kollektion als Deckung, pirschte unter dem Retro-Landhaus-Stil bis zu den Haute-Couture-Kreationen, die im Vorfeld schon in den Abendnachrichten gerühmt wurden.
Sie verharrte, orientierte sich. Lange würde es nicht mehr dauern und der Verrat an ihrer Gruppe war zu einem Viertel gerächt, obwohl es ihr fast schon ein bisschen Leid tat. Nicht aus Mitleid, sondern wegen des kreativen Verlustes, den die Modewelt durch ihren Besuch zwangsweise erlitt. Persönlich fühlte sie immense Enttäuschung, dass ihr Opfer in den Kreis der Verräter gehörte, sie hatte es gemocht und einige erfolgreiche Runs für es unternommen.
‚Das war einmal.’ Zashi befand sich unmittelbar neben den Schminktischen, vor ihr tobte das Chaos einer außergewöhnlichen Modenschau.
Di’Oá hatte groß aufgefahren und nicht weniger als 50 dürre Models aufgeboten, die in kurzen Abständen über den Catwalk defilierten. Die Hüften wackelten hin und her, die sagten „nimm mich“, sie warfen verächtliche Blicke ins Publikum, die sagten „vergiss es“, wie man es von ihnen eben erwartete.
Zashi spürte, wie das Lampenfieber sie ergriff. Heimlich schnappte sie sich eine Perücke vom nächst besten Tisch und streifte sie sich über, danach achtete sie ganz genau, in welcher Reihenfolge die Kleider von den Ständern genommen wurden.
Sie wählte den Retro-Landhaus-Stil, der in ihren unkundigen Augen nichts anderes war als aufgemotzte Trachtenmode mit Latexapplikationen und Transpartex, um die Verruchtheit des Landes zu unterstreichen. Die Samurai nahm ein Kleid aus der Mitte der Reihe, zog sich aus und zwängte sich in das Hardcore-Dirndl. Sie hasste es. Wegen des Plans hatte sie sich die Beine früher als gewohnt epilieren müssen, und diese Schmerzen übertrafen vieles, was sie bislang in ihrem Runnerleben durchmachen musste.
‚Ich habe wohl keine Model-Maße’, dachte sie, als sie das Knirschen der Nähte hörte und bewegte sich danach noch vorsichtiger.
Ein Handspiegel und ein Make Up-Set, die sie sich vorsichtig aus einem Utensilienkasten fischte, halfen ihr dabei, sich nach der Art der Models bis zur Unkenntlichkeit zu schminken. Die mitgebrachten Granaten und ihre Berettas packte sie in eine zum Dirndl passende Korbtasche, die wohl als Deko auf die Bühne sollte und nicht als Accessoire gedacht war, dann begann das Warten.
Es dauerte nicht lange und der Retro-Landhaus-Stil kam an die Reihe, die ersten Models flanierten auf dem Laufsteg, als ob sie weiterhin sämtliche Männer im Saal zu spontanem Sex verführen sollten.
‚Landliebe’, zuckte es Zashi durch den Kopf. Sie wurde vom Blitzen der Fotoapparate allmählich nervös und sich immer bewusster, dass draußen 400 hoch aufmerksame Zeugen lauerten.
Immer wieder kontrollierte sie ihr Gesicht und stellte zufrieden fest, dass sie nicht einmal ihre eigene Mutter erkannt hätte. Kopf schüttelnd sah sie zu, wie sich eines der Mädchen eine Handvoll bunter Pillen einwarf und mit Sekt runterspülte; ein anderes zog sich in einer kurzen Pause eine Linie weißen Puders in die Nase und hastete hysterisch kichernd gleich wieder hinaus.
‚Jetzt kommt die Nummer 23, meine Nummer.’ Zashi lauerte und sprang aus ihrem Versteck, mitten in den Pulk der sich aufreihenden Models. Hatte sie erwartet, sofort angeschrieen zu werden, erntete sie nur ein paar irritierte Blicke, mehr geschah nicht. Leise atmete sie auf, hängte sich den Korb in die Armbeuge, darauf achtend, nichts von ihrer Last zu zeigen.
Noch zwei, noch eine, dann musste sie raus.
Die Majordomina, ein gealtertes, abgetakeltes Ex-Model, spähte auf die kleine Monitorwand, auf der sie genau mitverfolgte, was sich auf dem Catwalk ereignete, sie winkte Zashi heran. „Okay, Schätzchen, du hast das Go in fünf, vier, drei…“ Ihr flüchtiger Blick streifte sie. „Wer bist du denn?“
„Ich bin der Ersatz“, log die Samurai geistesgegenwärtig und deutete nach hinten. „Die andere ist umgekippt. Sie hat das Kokain wohl nicht vertragen.“
Die Majordomina schaute über die Schulter und versuchte, an den Köpfen der tuschelnden Mädchen vorbei etwas zu sehen. „Chantale ist…“ Sie fluchte, der Laufsteg war seit einer Sekunde verwaist. „Los, raus!“
Zashi erhielt einen Schubs und stakste hinaus, sie war das Laufen auf hochhackigen Schuhen nicht gewohnt. Kunststück, denn wer brauchte bei Runs schon Highheels?
Grelle Scheinwerfer blendeten sie, die Blitzlichter trugen nicht eben dazu bei, dass sie mehr von ihrer Umgebung sah. Die Blitzkompensation musste überlastet sein, sie reagierten nicht wie gewohnt mit automatischer Verdunklung ihrer cybernetisch veränderten Augen.
Gerade als sie dem gleißenden Spott entkam, drückte das nächste Dutzend Fotografen auf die Auslöser ihrer Apparate, ausgestattet mit dem festen Vorsatz und erklärtem Ziel, sie blind zu machen. Sie hörte das Raunen der Leute um sich herum. Das Fachpublikum schien von ihrem Talent nicht überzeugt zu sein.
‚Ihr Penner, ich mache das heute zum ersten Mal’, dachte sie und begann zu schwitzen, die puppenhaften Bewegungen der Modells imitierend. Sie lächelte maskenhaft, die Falschheit wurde durch die Schminke zusätzlich unterstützt, wankte vorwärts, kippte mit dem linken Fuß leicht um. ‚Verdammte Schuhe! Ich muss sie los werden.’ Sie tat so, als gehöre es zu ihrem Programm und rutschte aus den Halteriemen, barfuß setzte sie ihren Weg an die Spitze des Catwalks fort, musikalisch begleitet von den treibenden Rhythmen einer Techno-Volksmusikweise.
Die Samurai kam sich vor wie auf einem Steg, rechts und links von ihr tobte das Meer aus Menschen, in dem sie ertrinken konnte, falls sie von ihrem Ziel abwich.
Sie kam tatsächlich ganz vorne an, obwohl sie sekündlich damit rechnete, dass ein Model aus der Umkleide gesprungen kam und sie schreiend bezichtigte, ihr die Schau gestohlen zu haben; vermutlich rang es gerade mit der Majordomina, um auf den Catwalk zu gelangen.
‚Da ist sie!’
Zashis Blick wurde starr, richtete sich auf die Zielperson, die nur zwei Meter von ihr entfernt saß, die Beine übereinander geschlagen, den aktuellen Katalog auf dem Schoß. In ihren Augen las sie die Befremdung über das unbekannte, abgrundtief schlechte Model, das ihr die gesamte Präsentation versaute und für gehässige Kommentare in den Fachzeitschriften sorgen würde.
Die Samurai übertrieb es vorsätzlich mit der Drehung am Ende des Laufstegs und stürzte absichtlich, die Blitze flackerten scheinbar tausendfach auf und hielten ihren Fall fest. Schadenfreude war bekanntlich die schönste Freude.
Sie richtete sich halb auf, griff mit beiden Händen in die Tasche, ihre Finger schlossen sich noch immer unsichtbar für die Gäste und Reporter um die Griffe der Waffen. Die Smartverbindung aktivierte sich artig, ein transparentes Fadenkreuz samt Munitionsanzeige wurde in ihr Gesichtsfeld eingeblendet.
Zashi tat so, als stütze sie sich ab, lächelte kurz, um zu zeigen, dass nichts passiert sei, hob die Waffen samt Korb und drückte die Abzüge der Berettas in rascher Reihenfolge nach hinten.
Die gesicherten Granaten rollten vor ihre Füße, Teile des Bodens der Korbtasche flogen durch die Luft, herausgerissen von den austretenden Projektilen und dem Druck der Treibladungen. Kleinere Partikel entzündeten sich und trudelten glühend durch die Luft, es roch nach verbranntem Stroh.
Sie stand auf, immer noch feuernd, das Fadenkreuz fest auf die zarte Gestalt von Christiane Di’Oá geheftet. Die Einschüsse warfen sie brutal auf dem Sessel hin und her, es war unmöglich, dem schallschnellen Tod auf diese kurze Distanz zu entkommen.
Die einundzwanzigste Kugel traf Di’Oá eben in den zerfetzten Brustkorb und die zweiundzwanzigste sirrte auf den Kopf zu, als die ersten Leibwächter reagierten. Auch die Journalisten erholten sich von ihrem Schock.
Zashi schleuderte die kokelnde Tasche weg, erledigte einen der Mietmuskeln mit einem nur leidlich guten Treffer in den Unterleib, dann legte sie die linke Pistole kurz ab, hob eine Blendgranate vom Boden und schleuderte sie mitten in die Menge. Gleich darauf zündete sie zwei Rauchgranaten, nahm die Beretta und rannte den Catwalk zurück. Ihr Auftrag war erledigt.
Die Kugeln, die man ihr nachschickte, trafen die vor ihr auftauchende dürre Majordomina in den Hals, gurgelnde Laute von sich gebend, brach sie zusammen und verschwand in den grauen Wolken. Die Samurai hetzte weiter, quer durch einen Pulk von Models, zwei Mädchen rechts und links von ihr schrieen kurz hintereinander auf und fielen zu Boden. Deren klebriges Blut sprühte gegen sie und benetzte sie.
Sie rutschte mit Schwung unter den nebensächlich gewordenen Kollektionen hindurch und hielt sich dieses Mal nicht weiter mit dem zentral verriegelten Schloss am Hinterausgang auf, die Salve aus Stahlmantelgeschossen verwandelte die Elektronik und den Schließmechanismus samt Riegel zu Schrott. Ein kräftiger Tritt und die Tür flog auf.
Zashi rannte durch die Nacht und erreichte ihre gestohlene BMW Victory, sie warf sich auf den Sitz, aktivierte den Motor und drehte das Gaspedal bis zum Anschlag hoch, während ihr Herz vor Aufregung und Freude raste.
Der Anfang war gemacht, und sie fühlte sich großartig. Nun lag es an den anderen drei, die übrigen Verräter zu bestrafen….

Die nächste Szene und hier kommt das Leckerli für die Magischen.
Wir sind dabei, wie Marleen, eine hermetische Anfängerin, einen scheinbar einfachen Job machen soll: askennen und aufpassen, dass keiner bei einem illegalen Pit-Fight (wird im Buch erklärt, was es ist) bescheißt.
Allerdings ist sie ein wenig spät dran, die Gute, und schludert bei ihren Vorbereitungen....

‚Ich werde den Wecker wegschmeißen.’ Marleen hastete durch das verlassene dritte Geschoss des leer stehenden Suburb-Parkhauses und suchte nach einem geschützten Ort, von dem aus sie in den Astralraum wechseln konnte. ‚Verdammt, hier ist fast alles offen.’
Ihr blieb nicht mehr die Zeit, sich um einen effizienten Schutz ihres Körpers zu kümmern, sie hatte verschlafen und musste ihren Auftrag sofort erledigen oder jemand würde sehr, sehr sauer auf sie sein, falls er immens Geld bei einer Pit-Fight-Wette verlor. Das wiederum bedeutete, dass ihre körperliche Gesundheit und ihr Konto unter der Verstimmung leiden würden.
‚Das sieht doch ganz gut aus.’ Die Magierin stürmte ins verwaiste Kassenhäuschen, in dem früher ein Aufseher gesessen hatte, rollte eine Isomatte aus und legte sich rasch drauf. ‚Es wird schon keiner kommen.’ Ein letzter Blick, ihre Digitaluhr zeigte „05:56“, in zwei Minuten begann ihr Run.
Sie schloss die Augen und wechselte hinüber in die Astral-Ebene.
(An dieser Stelle folgt ein Einschub)
Marleen hatte sich gerade orientiert und betrachtete die Menschen, die den beiden Trollen bei ihrem scheußlichen Kampf zusahen und grölten, als sie das Schreckliche spürte.
Ihr Körper starb!
Und zwar viel zu schnell, um eine natürliche Ursache haben zu können. Sie war erst 18, trieb regelmäßig Sport und lebte durchschnittlich gesund, schluckte Pillen und Vitamine, sodass sie eigentlich keine Sorgen zu haben brauchte.
Sie rang nach Luft. Etwas Tonnenschweres hockte auf ihrer Brust und presste alle Luft aus ihrer Lunge. ‚Jemand ist bei mir.’ Sie wandte sich um, der Kampf und ihr Job konnten ihr gestohlen bleiben, sie musste unverzüglich zu ihrem Körper zurück, um sich vor dem Tod zu retten.
Doch vor ihr tauchte unvermittelt ein Windelementar auf, das sich ihr in Gestalt einer schimmernden, flirrenden Windhose in den Weg stellte. „Du wolltest bescheißen, was?“, grüßte es unfreundlich. „Für wen arbeitest du? Für die Canorettis?“
„Lass mich in Ruhe.“ Die Qualen wurden unerträglich, ihr Leib bäumte sich gegen das Ende auf, ohne es verhindern zu können, aus eigener Kraft würde er scheitern. Sie wollte an dem Wesen vorbei, aber es ließ es nicht zu.
„Ich möchte eine Antwort, Magierin!“
„Ich bin zufällig vorbeigekommen“, log sie und versuchte, das Elementar zu umgehen. „Nun will ich weg.“ Die unsichtbare Verbindung, die es zwischen ihr und ihrer sterblichen Hülle gab, straffte sich schmerzhaft, sie keuchte laut auf. „Lass mich“, bat sie.
„Nein“, entschied es. „Ich werde meinen Meister fragen, was mit dir geschieht.“
Ein winziger Augenblick der Unaufmerksamkeit genügte Marleen und sie flog an dem Elementar vorüber, hetzte durch die Betonwände hinauf zum Kassenhäuschen… und fand es nicht mehr! Jedes Stockwerk sah gleich aus, nichts gab ihr einen Orientierungshinweis.
‚Ich habe mich verirrt!’, fluchte sie. Eile und der Angst raubten ihr den Überblick. ‚Nicht jetzt.’
Sie flog aus dem Parkhaus, zählte die Stockwerke von außen ab und suchte sich die passende Etage aus. Sie bemerkte nur nebenbei, dass plötzlich sehr viele Menschen in dem vorhin verlassenen Gebäude unterwegs waren, mindestens 50.
Dafür hatte sie keine Zeit.
Marleen schrie, die Schmerzen wuchsen ins Unendliche, jemand quetschte ihre Brust millimeterflach, sie fühlte enorme Hitze, das unsichtbare Band zwischen Geist und Körper wurde gedehnt und gedehnt, es wurde dünner und verformte sich wie ein Stück lang gezogenes Kaugummi.
Sie flog auf das Häuschen zu und wollte gerade in ihren äußerlich unbeschadeten Leib zurückkehren, da riss das Band.
Es gab keinen lauten Knall, kein Erdbeben, keine Detonation, es löste sich einfach, das Herz hatte ausgesetzt und sprang nicht mehr an. Das körperliche Leben der Marleen Lintz endete, während ihre Astralgestalt über der Leiche schwebte und es nicht fassen konnte.
‚Nein!’
Mit Macht versuchte sie, in ihren Körper zu fahren, schoss durch ihn hindurch wie bei allem, was unbelebt war. Aus ihrer Heimat wurde ein durchdringbares Hindernis von der Qualität eines Stuhls oder einer Wand. Der Wahnsinn griff nach ihrem jungen Verstand.
‚Nein, ich gebe nicht auf!’
Marleen probierte es wieder, fuhr von oben hindurch und probierte es wieder, fuhr von unten hindurch und probierte es wieder…

(und kurz darauf trifft die Bullerei ein)

ADL, Württemberg, Stuttgart-Wangen, 02. 05. 2059, 06:21 MEZ
„Hier liegt sie.“ Der Sternschutzmann führte einen äußerst verschlafen wirkenden Vigo Spengler durch das dritte Geschoss des verlassenen Parkhauses. „Da, in dem Kassenhäuschen.“
Der aufgestellte Scheinwerfer leuchtete den Innenraum mit bläulichweißem Licht aus, ein Mann und eine Frau von der Spurensicherung packten ihre Ausrüstung ein.
Die ihm gemeldete Tote lag wie schlafend auf einer Isomatte, friedlich und entspannt, als würde sie nur ein Nickerchen machen. Ihre schwarzen, halblangen Haare umrahmten das Gesicht.
Spengler bückte sich, um nach ihrem linken Arm zu sehen. Der Ärmel des brandneuen Anoraks war nach oben geschoben worden, ein Pflaster klebte zum Teil in der Armbeuge, ein dünnes Blutrinnsal war zu einer trockenen, roten Linie auf der Haut geworden.
„Wir haben nachgeschaut, ob wir einen Hinweis auf die Substanz finden konnten“, erklärte der Mann vom Forensik-Team. „Nichts, was auf eine Droge hindeutet, die Schnelltests von ihrem Speichel und dem Blut ergaben nichts Gängiges. Da wir keine Spritze fanden, kam es uns ein bisschen seltsam vor und haben Sie informieren lassen.“
„Die Blutproben?“
„Sind auf dem Weg ins Labor zum Pavulon-Schnelltest.“
„Danke.“ Er nahm die ID der Toten zur Hand. „Marleen Lintz, 18 Jahre alt.“ Er betrachtete ihren Studierendenausweis der Tübinger Uni, eingeschrieben war sie im ersten Semester im arkanen Zweig. Er fand einen Taschensekretär, auf dem er neben der Anschrift im Wohnheim auch ihren Stundenplan entdeckte. ‚Einführung in Artefaktische Verfahrenstechnik, Übungen zur Mikromanipulatorik, Vorlesungen zu den Gefahren der Ritualistik, Dämonen des Altertums-Freie Geister und Freie Geister als Hort des Wissens.’
Für ihn deutete nichts darauf hin, dass sie versucht hatte, einen magischen Versuch zu starten, der darin endete, dass der Zauber ihr eine Injektion verpasste. Damit kam ihr Mörder oder besser gesagt ihre „Mörderin“ in Frage. Der Pavulon-Test ihres Blutes im Labor würde ihnen Gewissheit bringen.
Er betrachtete ihr nettes Gesicht. ‚Armes Ding. Viel zu jung.’
In dem Moment war er äußerst glücklich, keine Kinder zu haben. Wäre er der Vater eines ermordeten Tochter oder ermordeten Sohnes, er würde ausrasten und in seiner Wut sicherlich alles Mögliche anrichten.
Aus dem Hintergrund hörte er die leisen Funksprüche. Das LKA ließ die Umgebung weiträumig absperren, doch von den Verdächtigen, die am Pit-Fight teilgenommen hatten, fand sich nichts. Die Brandbomben im Keller zeugten davon, dass die Veranstalter der illegalen Kämpfe auf vieles vorbereitet waren, die Flammen tobten noch immer in der Betonhalle und machten es unmöglich, in den eigentlichen Raum vorzudringen. Die Feuerwehr benötigte viel zu lange zum Anrücken.
„Herr Kriminalhauptkommissar, wir haben da unten einen Reporterteam, das behauptet, Sie hätten Ihnen erlaubt, den Tatort zu betreten“, sagte der Sternschutzmann leise.
„Wenn Gospini dabei ist, lassen Sie sie hoch und wenn nicht, jagen Sie die Meute zum Teufel.“
Die Spurensicherung rückte ab und ging nach unten, um ihre Arbeit beim Pit-Fight fortzusetzen. Poolitzer, Cauldron und Ultra erschienen.
„Und? War es Gray?“, fragte der Reporter sofort, die Fuchi im Anschlag. „Und wer ist sie?“
„Guten Morgen“, erwiderte Spengler ohne aufzublicken.
„Gut? Und mir wirft man immer vor, ich sei sarkastisch und zynisch“, kommentierte die Magierin.
„Dann eben scheiß Morgen.“ Er fasste kurz zusammen, was er für wahrscheinlich hielt. „Die Kleine wird irgendwie mit dem Pit-Fight zusammen hängen, vielleicht hatte sie die Aufgabe, den Kampf astral zu überwachen, damit keiner betrügt.“
Poolitzer zog die Nase hoch, wischte mit dem Ärmel unter ihr entlang. „Also eine Runnerin?“
„Eher ein Studi, der sich was nebenher verdienen wollte“, meinte Cauldron und bückte sich. „Sie ist noch sehr jung.“ Spengler reichte ihr den Wochenstundenplan. „Ich halte es für glaubhaft, was Sie sagten, Herr Kommissar“, stimmte sie zu. „Ich kenne einige aus meinem Bekanntenkreis, die einfache Überwachungsaufträge annehmen..“
Er nickte, erhob sich und lehnte sich an die Wand des Häuschens. „Einfach, ja. Ungefährlich war es wohl eher nicht.“
Sie zuckte mit den Achseln. „Keine Kampfspuren, die Umgebung sieht nicht aus, als habe sie Zauber zu ihrer Verteidigung eingesetzt. Blutspuren?“ Er schüttelte den Kopf. „Tja, dann muss sie entweder eine Anfängerin oder sehr in Eile gewesen sein. Ich tippe, dass sie sich im Astralraum befand, als sie die Injektion erhielt. Wie ich sagte: Anfängerin oder Zeitdruck. Kein professioneller Magier würde seinen Körper in so einer Gegend schutzlos zurücklassen. Das Mindeste ist ein Watcher, noch besser ist ein Geist oder ein Elementar.“ Im gleichen Moment kam ihr die Eingebung. „Ich werde rasch nachsehen, ob ich auf der Astralebene einen Hinweis finde.“
Sie konzentrierte sich, die Umgebung um sie herum verschwamm für einen winzigen Augenblick, dann war sie mit ihren Sinnen in die Astralwelt eingetaucht und schaute sich um.
Es war, als schalte man ein zusätzliches Sichtgerät ein, die Welt blieb vorhanden, aber die Darstellung änderte sich. Alle stofflichen Dinge existierten auf dieser magischen Seite als Echo, sie erkannte die Auras von Spengler, Poolitzer und Ultra, wobei die des Kommissars noch am Besten aussah. Seine Essenz, die Solidität seines Geistes und Nervengewebes hatte am wenigsten von den drei gelitten. Ultras und Poolitzers cybertechnische Vergangenheit hinterließ Spuren, ihr Zustand würde sich nie mehr ändern lassen.
Die Tote erschien in der Astralebene so grau wie alle anderen unbelebten Gegenstände. Der Leib war ohne jegliche Lebensenergie, allmählich verrottendes Fleisch, das zu nichts mehr nütze war.
‚Kein Watcher oder eine andere Form von Schutz.’ Cauldron schaute sich um. ‚Das war grob fahrlässig von dir, Mädchen.’
Sie wollte eben mit ihren Sinnen in die rein materielle Welt zurückkehren, als sie auf das Leuchten aufmerksam wurde, das sich rasend schnell von oben nährte, sie hörte ein schrilles Kreischen, das lauter und lauter wurde. Instinktiv bereitete sie einen Spruch zur Abwehr eines Angriffs vor und wartete ab, was geschah.
Sie sah eine schimmernde astrale Gestalt raubvogelgleich durch die Decke des Parkhauses schießen. Die Gestalt flog direkt durch die Leiche hindurch, aus dem Kreischen und wurde ein Schrei voller Enttäuschung, Wut, Kummer, dann war sie wieder weg.
Niemals zuvor hörte Cauldron einen derartigen Laut, sie schauderte. Die Gestalt hatte sich so schnell bewegt, dass ihr keine Gelegenheit geblieben war, sie näher zu betrachten.
Die astrale Gestalt kehrte zurück, sie streckte den Kopf vorsichtig durch den Boden des Parkhauses, sodass die Magierin vorerst den oberen Teil bis zur Nasenspitze sah, ein kindlicher Versuch, so etwas wie eine schützende Barriere zwischen sie und sich zu bringen. Dabei war die Seattlerin jederzeit in der Lage, ihre Blicke durch alles Leblose dringen zu lassen.
Es war das idealisierte Abbild einer Frau, harmlos und astral wenig beeindruckend. Im gleichen Moment erkannte sie, wen sie vor sich hatte. ‚Marleen Lintz!’
„Wer bist du?“, sagte sie furchtsam. „Du siehst mächtig aus.“ Sie schwebte aus dem Boden heraus und kam auf sie zu. Cauldron sah sie nun vollständig. Das astrale Abbild des Mädchens trug eine einfache Robe, auf der Runen funkelten und ständig in Bewegung waren, doch das Bild hatte nicht mehr die Intensität wie bei lebendigen Magiern oder Schamanen im Astralraum.
„Bitte“, bettelnd reckten sich ihre Hände entgegen, ihre großen blauen Augen waren Meere aus Verzweiflung, „hilf mir! Ich vergehe!“ Sie stand unmittelbar vor ihr, die Finger schlossen sich um ihre. „Ich flehe dich an, wer immer du bist, lass mich nicht alleine!“
In früheren Zeiten hätte man zu ihr vermutlich „Geist“ oder „Gespenst“ gesagt und in ihr die ruhelose Seele eines gewaltsam zu Tode gekommenen Menschen gesehen.
Inzwischen gelangte die arkane Forschung weiter.
Die astrale Gestalt eines Magischen überdauerte nach dem Tod, allerdings nicht unendlich. Sie hatte ein paar Stunden, in der sie sich Stück für Stück auflöste, schwächer wurde, bis sie zu Nichts vergangen und ausgelöscht war. Marleen kannte ihr Schicksal und rang damit.
‚Es wird dir nichts bringen, Kleines. Es ist unaufhaltsam.’ „Ich kann dir nicht helfen“, sagte Cauldron teils bedauernd, teils abweisend. Es war das erste Mal, dass sie ein solches Phänomen selbst erlebte, bislang hatte sie in ihren Büchern davon gehört und gelesen.
„Du“, raunte Marleen, ihre Augen rollten in den Höhlen, „musst mir helfen. Ich habe den Tod nicht verdient! Mein Professor sagte, ich sei talentiert…“ Abrupt verstummte sie, starrte auf Cauldrons Brust und kicherte überdreht. „Tot. Mein Leib, tot, kalt. Ich will zurück!“ Sie schwieg wieder und verfolgte stumm, wie ihre Leiche in einen schwarzen Sack gehoben wurde, Plastik raschelte, der Reißverschluss surrte. Sie schaute die Magierin wieder an, die Finger drückten zu. „Verstehst du, ich muss zurück! Meine Eltern brauchen mich!“
„Lass mich los.“ Cauldron bemühte sich um einen beschwichtigenden Tonfall. „Ich kann es nicht. Niemand kann das, dein Körper ist zerstört. Es ist das Gesetz, dass deine Seele ebenfalls zerfällt. Oder willst du auf ewig im Astralraum als Geist unterwegs sein und ein unendliches Dasein führen?“
„Nein“, raunte sie heiser. „Ich will in meinen Körper zurück. Es war ein guter Körper, begehrt, attraktiv, stark, klug. Ich war begehrt…“ Sie sank auf den Boden, eine Träne rann ihre Wange hinab. „Ich bin zu jung“, weinte sie und lehnte sich an Cauldron. „Ich wollte noch so viel…“
Sie strich ihr kurz über das schwarze Haar und wich vor ihr zurück, außer Sterbebegleitung stand nichts in ihrer Macht. Zudem sah sie es nicht als ihre Aufgabe an, die Samariterin zu sein. „Du musst uns helfen“, verlangte sie sanft. „Wir suchen deinen Mörder und er hat schon mehrmals getötet. Wenn wir ihn nicht aufhalten, wird er viele andere Menschen umbringen. Hast du ihn gesehen? Kannst du mir seine astrale Aura beschreiben? Gibt es etwas Einzigartiges, Auffälliges an ihr?“
Marleen neigte den Kopf. „Vielleicht. Vielleicht habe ich ihn gesehen. Ich war kaum in der Ebene, als ich spürte, dass ich starb. Ich kam rechzeitig genug, um ihn zu sehen.“ Sie hob ihr Gesicht, eine fordernde Bewegung. „Wenn du mir hilfst, helfe ich dir, den Mörder zu fangen.“
„Warte.“ Sie konzentrierte sich, ihre Sinne wechselten zurück in die stoffliche Welt. Poolitzer, Spengler und Ultra glotzten sie an. „Ich habe die Seele des Mordopfers bei mir“, beschrieb sie es allgemein genug, um stundenlange Erklärungen zu vermeiden. Einen Exkurs über die Astrale Gestalt konnte sie sich nicht leisten. „Sie hat ihn gesehen und könnte uns ihren Mörder beschreiben. Aber sie ist eine Erpresserin. Ich soll ihr helfen, einen Ersatzkörper für sie … also, für ihre… Seele zu finden.“
„Du hast die Seele von Lintz im Arm?“ Ultra filmte sie und schaute verwirrt durch den Sucher. „Ich seh’ aber nix. Kann s’e mal flackern? Würd’ im Bericht…“
Sie warf ihm einen bösen Blick zu, er schwieg wie ein ertapptes Kind. „Du bist schon zu lange mit Poolitzer durch die Gegend gezogen.“
„Und was hast du mit ihrer Seele jetzt vor?“, erkundigte sich der Reporter. „Sieht sie uns?“
„Ja, sie sieht und hört uns. Sie wird sich auflösen, ohne ihren Körper kann sie nicht mehr als ein paar Stunden bestehen.“ Sie überschlug die Zeit, die seit dem Mord vergangen war, blickte auf ihre Uhr und kam auf etwas über dreißig Minuten. Die Razzia hatte um sechs Uhr begonnen, kurz danach war die Leiche von Marleen gefunden worden. Somit blieben ihrem Astralkörper geschätzte fünfeinhalb Stunden, eher weniger.
„Krass.“ Der Troll schwenkte mit der Fuchi über die Gesichter der Versammelten. „Is’ ja wie ein Geist.“
Spengler betrachtete, wie die Bestatter den Leichensack auf eine Bahre luden und ihn zur Obduktion fuhren. „Kann man ihr helfen?“
„Sie wollen wissen, ob sie damit auch uns in dem Fall helfen kann?“ Cauldron dachte fieberhaft nach. „Ich fürchte, nein.“
Der Kommissar atmete tief ein. „Ich weiß, Sie sind die thaumaturgische Expertin von uns beiden, und wenn Sie nein sagen, wird es so sein. Aber darf ich Sie bitten, es dennoch zu versuchen? Die Kleine ist unsere einzige Spur. Derzeit. Wir brauchen ihre Mitarbeit unbedingt.“
Sie stellte sich vor, wie es ihr an Marleens Stelle erging. Sie verspürte zwar nicht die geringste Lust, die Totenwächterin zu spielen oder sich auf die Suche nach einer Lösung für ein unlösbares Problem zu begeben, wollte jedoch nicht als Spielverderberin dastehen. Und ungünstigerweise packte sie ein Hauch von Mitleid für Marleen. „Ich bleibe bei ihr, bis es vorüber ist“, entschied sie. „Vielleicht kann ich sie dazu bringen, mir alles zu erzählen, was sie weiß.“
Poolitzer sah nicht begeistert aus. „Was soll das heißen, du bleibst bei ihr? Hier ist es…“
„Ich wechsele in den Astralraum, ihr bringt meinen Körper zurück ins Hotel und Xavier passt auf ihn auf“, erklärte sie ihren Plan. „Es wird nicht lange dauern. Ihr werdet mich bei den Ermittlungen nicht brauchen, der Mörder hat ja erst zugeschlagen. Vorerst ist Ruhe, oder?“
„Ich nehme es an. Sie melden sich, sobald die Kleine Ihnen etwas erzählt hat?“, vergewisserte sich Spengler nochmals, Cauldron nickte.
„Muss das sein?“ Ultra klang alles andere als glücklich, er machte sich Sorgen. „Wirste uns denn wieder finden?“
„Sicher.“ Sie legte sich auf die Isomatte, auf der sich vor wenigen Minuten die Tote befunden hatte. ‚Schlimm genug, dass sie mit dem Wissen stirbt, nichts dagegen tun zu können.’ Sie spürte durch den Stoff hindurch noch etwas von der gespeicherten Restwärme auf dem Schaumstoff in ihrem Rücken und schloss die Augen…

Soweit die ersten Eindrücke.

Ach ja, um es perfekt zu machen: Jemand hat mitbekommen, dass Xavier wieder zurück in den ADL ist und wird ihm ein Angebot für eine Zusammenarbeit machen. Dabei benutzt er ein Druckmittel, das dem ehemaligen Nega-Magier sehr am Herzen liegt.

Wer noch dabei ist?

Tja, ich habe gehört, dass eine schwarze Löwin eine gewisse Rolle spielen wird. Surprised)
ET: Dezember 2004, und das Cover passt sogar. Wink
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 21, 2004 7:04 pm    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Thumb up Thumb up Thumb up
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 21, 2004 7:07 pm    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Dem kann ich mich nur anschliessen. Thumb up Thumb up Thumb up Wobei das mit dem Ficker he...he... da bin ich mal gespannt *G*
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Krümel
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 21, 2004 7:54 pm    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Ha, mein Lieblingsautor macht wieder klasse Arbeit.
Thumb up Thumb up Thumb up
Und das hier scheinbar sogar TS exclusiv. Noch nichtmal auf seiner eigenen Seite steht was zu 05:58.

Und ich verspreche für meine nächste Widmung von dir, mir sogar was zu überlegen. Sowas wie Grüße von Poolitzer in "Die Zwerge 2" Wink
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Nein, das ist nicht Kaputt. Das Funken und Knistern gehört zur Ausstattung.
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Beitrag Verfasst am: Mo Jun 21, 2004 8:06 pm    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Thumb up Thumb up Thumb up

Spannend, spannend, spannend...

Arme Marleen - bin mal gespannt auf welche verzweifelten Ideen die noch kommen *G*...
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Spider
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 22, 2004 1:59 am    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Retounieren ist ein tolles Wort. Mr. Green
Die Zashi-Szene gefällt mir nicht so richtig. Die Kleine hatte 'ne Menge Glück. Zu viel, wenn's nach mir geht. Aber ich bin ja auch SL. Evil Grin
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Indigo
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 22, 2004 8:04 am    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Hoi,

vielen Dank für die Leseprobe. Thumb up

Mir gefallen die Ideen. Poolitzer und Ultra als Team hört sich vielversprechend an und das Hypnotiseursproblem auch. Genauso die Idee mal einem Magier den Körper zu klauen (auch wenn es gemein ist und ich hoffe, dass es Indigo nie passiert). Rolling Eyes

Ich glaub allerdings nicht, das eine "Normalsterbliche" in die Klamotten eines Modells paßt, ohne sofort alle Nähte zu sprengen. Aber das liegt wohl daran, dass mir son Teil nichtmal übern Oberschenkel passen würde. Ich muß Spider zustimmen, die Lady auf der Modenschau hatte zu viel Glück. Auf der anderen Seite...was solls...Stunts gehören dazu und filmreif ist es.

Was mich son bisschen halb grinsen läßt ist die Ficker-Sache. Hattest du zufällig beim Bund auch wenn der so hieß? Es ist ein immer wieder gern erzählter Witz auf Feten das jemand mit dem Namen in grün durch die Gegend gekraucht ist. Und da wir gerade Samstag erst Doc Death an die BW abgegeben haben, wurde Samstag noch über den Namen gelacht. Strange but true...

Dann werde ich mal wieder meine Geduld überstrapazieren und warten...und in der Zwischenzeit den Sturmvogel braten..äh...lesen meinte ich.
Gefällt mir gut die Leseprobe...obwohl...eine Sache ist total schlecht: Sie ist viiiiel zu kurz! Poor me...

Greetz

Indigo
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 22, 2004 8:22 am    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Ich werde sie auch noch lesen aber warscheinlich erst am Freitag während meiner Zugfahrt aber kann das sein, dass hier eine Zahl fehlt?

Zitat:
Er spielt nur an wenigen Tagen, ist sehr gedrängt und hat insgesamt verschiedene Handlungsstränge, die auf seltsame Weise zusammenhängen. Ein böser Krimi, in den Poolitzer und Konsorten hineinstolpern.
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 22, 2004 8:42 am    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Nö das geht auch so, du liest zu viel Korrektur mein Schatz. Embarassed


Vor allem bin ich neugierig was in wenigen Tagen so alles schief gehen kann...ich hab immer Zeitprobleme.
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 22, 2004 10:00 am    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Hoi!

@Indigo&Spider: Das ist das Glück der Tüchtigen. Evil Grin
@X-Frog: Jepp, da STAND mal eine Zahl. Aber aus dramaturgischen Gründen habe ich sie rausgenommen, Evil Grin

Was den Namen Ficker angeht: Wir hatten beim Bund einen "von Hodenburg" (ganz ehrlich), aber der Name "Ficker" entstand, weil ich nach einem Namen suchte, der einem automatisch im Gedächtnis bleibt.
Da es den Namen "Ficker" ebenso regulär gibt wie mir bekannte Menschen namens Fickinger und Fickeisen (Spitzname Bumsblech), habe ich den genommen. Wink

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Beitrag Verfasst am: Di Jun 22, 2004 10:38 am    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

@Ficker: wir hatten auch einen Ficker in der Kompanie und ich hab sogar noch sein Namensschild Evil Grin


@rausfallende Wörter: hatte das bin hier, auch irgendwelche Gründe warum es nicht mit in die Leseprobe durfte? Frau und Kind zu versogen vielleicht? Wink

Zitat:
aber ich bin eigentlich nicht daran interessiert, in einem Ihrer Berichte aufzutauchen.
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 22, 2004 11:28 am    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Hoi!

@x-Frog: Ja. Es ist ein Test für den Lektor. Evil Grin

Außerdem wollte ich verhindern, dass zu oft "bin" zu lesen ist, da sonst der amerikanische CIA-Wortfilter Alarm schlägt ("bin laden") und eine Staffel F16-Jets vorbeikommt und den Server zusammenbombt. Evil Grin Evil Grin Evil Grin

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Beitrag Verfasst am: Di Jun 22, 2004 11:38 am    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

wie immer keiner Ausrede verlegen aber wenigstens bringen sie einem zum Lachen. Thumb up rotfl
Tja ich glaub nicht das noch viel übrig bleibt was ich im Zug lesen kann... vielleicht schaff ich es doch noch neben bei heute.
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Beitrag Verfasst am: Di Jun 22, 2004 11:44 am    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

Ich sags ja, cool aber viiiiel zu kurz (um so ca 387 Seiten).
Oder war die F16-Staffel tatsächlich da und hat den Server erwischt? *besorgtguck*
*hörjetztbessermalaufzuspammen, sorry Poolitzer...*
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Beitrag Verfasst am: Fr Jun 25, 2004 1:37 pm    Titel: Re: Leseprobe "05:58" Antworten mit Zitat

*sabber*

Ich wusste es ist ein Zeitpunkt von nem Mord *gg*

Und die Gestaltwandlerin ist auch dabei?

AAARGH ich werd wahnsinnig ohne Stoff... *pumppumplechz*

Die Leseprobe macht schon mal wieder Bock auf mehr, astrein Poolitzer Thumb up

Wir können dich nciht zufällig doch überreden noch so 1-10 Bücher fü Shadowrun zu schreiben?
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