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Rache - kalt serviert

 
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madMÄXX
Der Narr


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Beitrag Verfasst am: Mi Jan 11, 2006 5:44 pm    Titel: Rache - kalt serviert Antworten mit Zitat

Ich hab das hier als Hintergrund für einen meiner Charakter geschrieben. Sagt bitte mal, was ihr davon haltet.

Der Charakter ist ein leicht vercyberter und verbiowarter Ki-Adept. Aber am bessten entnehmt ihr das der Geschichte:

Rache - kalt serviert

Hallo.
Schön, dass sie wieder da sind.
Überrascht mich zu sehen?
Sie haben wahrscheinlich keine Ahnung wer ich bin, aber ich bin mir sicher, dass sie schon das eine oder andere Mal von mir gehört haben, auch wenn ihnen das jetzt noch nicht bewusst ist.
Keine Sorge, wir werden das alles im Laufe dieses Gespräches klären. Sie fragen sich bestimmt schon die ganze Zeit, wer ich bin. Nun, wenn ich es wüsste, würde ich es ihnen erzählen. Aber ich weiß es nicht. Sie müssen jetzt gar nicht so verwundert gucken, ich weiß es wirklich nicht. Aber ich werde ihnen erzählen was ich weiß, okay?
Gut fangen wir an:
Meine Geschichte beginnt vor etwa 3 Jahren. Nun ich sehe zwar aus wie Mitte Zwanzig, aber meine Geschichte und auch meine Erinnerungen beginnen vor 3 Jahren. Meine erste Erinnerung ist, das ich in einem dunklen Raum aufwachte, weil etwas Feuchtes an meine Hand stieß. Einmal, zweimal, dann eine Weile nichts. Dann zog etwas an meiner Hand. Nicht so wie ein Mensch ziehen würde, eher so wie ein Tier. Ich stand auf und sah den schemenhaften Umriss eines Tieres.
Später habe ich dann herausbekommen, dass es ein Fenriswolf war. Warum er mir nichts getan hat? Naja, vielleicht liegt es daran, dass ich selber ein Fenriswolf bin, allerdings in menschlicher Gestalt. Diese verstaubten Eierköpfe von Magiern würden mich wahrscheinlich einen Ki-Adepten nennen und behaupten, dass ich meine Kräfte durch das Fokussieren meiner geistigen Energie - meines Ki- erlange. Ich aber neige dazu zu sagen, dass in mir der Geist eines Fenriswolfes wohnt, der mir die Kraft gibt, die ich habe.
Welche Kräfte? Das werden sie noch im Laufe der Geschichte erfahren. Ach ja die Geschichte. Ich schweife ab. Das passiert mir öfters.
Der Fenrisgeist in mir hält nicht so viel von Konversation.
Also meine erste Erinnerungen.
Ich folgte dem Wolf. Ich spürte einfach instinktiv, das er mir wohl gesonnen war. Die Gänge durch die er mich führte waren alle dunkel. Kein Licht, keine Menschen. Ich kann mir bis heute nicht genau erklären, warum alles dunkel war. Sie denken jetzt vielleicht an einen Stromausfall, aber wieso war da kein Notstrom? Ich glaube ja, dass da irgendwelche Shadowrunner ihre Finger im Spiel hatten. Mittlerweile habe ich erfahren, dass es sich um ein Labor handelte, aus dem ich floh - immer dem Fenris hinterher.
Kurz bevor wir den Ausgang erreichten stießen wir dann auf den ersten Menschen. Es war eine Wache in voller Panzerung. Der Wolf sprang ihn an, doch er war zu langsam. Der Wachmann erschoss den Wolf mit einer Garbe aus seiner MP. Da packte mich der Zorn. Schneller als ich denken konnte schnellten Klingen zwischen meinen Fingern hervor und bevor ich überhaupt daran gedacht hatte, hatte ich sie dem Wachmann schon durch sein Visier gerammt und ihn aufgespießt. Er starb schnell. Wahrscheinlich hat er nicht einmal gesehen, was ihn getötet hat. Sie müssen verstehen, dass es eine reine Reflexhandlung war. Es war nicht geplant oder gewollt. Dieser Moment war es, der mich merken ließ, dass ich zum Töten geboren bin. Ich floh aus dem Labor und irgendwie schaffte ich es die Barrens zu erreichen.
Ab da begann meine Karriere als Schlächter von Redmond.
Jetzt sind sie überrascht, oder? Ich sagte doch, dass sie schon von mir gehört haben. Vor drei Jahren begann also die Mordserie, die ein Jahr anhalten sollte. Ich brachte in der Zeit bestimmt drei dutzend Menschen um.
Tun sie nicht so überrascht. Die Nachrichten sprachen zwar nur von 8 Opfern, aber sie wissen doch selber wie wenig die SIN-losen die Polizei kümmern.
Warum ich gemordet habe?
Nun ja, zuerst waren es Missverständnisse oder Zufälle. Sie müssen wissen, dass ich nichts verstand, nichts wusste. Außerdem haben viele Menschen Angst vor mir.
Ich glaube es liegt daran, dass ich anders rieche als normale Menschen. Ich rieche nämlich nach Fenris. Nach Kraft und Stärke. Ihr Menschen - ihr riecht alle nur nach Schwäche; Nach Beute.
Das erste Opfer war ein Halbstarker, der mich ausrauben wollte. Ich tötete ihn aus Reflex. Ich wollte es eigentlich nicht. Aber ein Teil von mir - der Teil, der Wolf ist - genoss es zu töten. Ich unterdrückte es - eine verhältnismäßig lange Zeit. Doch irgendwann brach es plötzlich los und ich tötete im Blutrausch den ersten Menschen, der mir über den Weg lief. Ich schämte mich, weil ich mich nicht unter Kontrolle hatte, doch nach einiger Zeit brach es wieder los. Ich tötete völlig wahllos. Squatter, Ganger, Dealer, Mafiosi, Yaks, sogar Cops, wenn sie mir über den Weg liefen.
Schließlich wurde es den örtlichen Gangs zu viel. Zwei Gangs taten sich zusammen und jagten mich. Ich floh; Sie trieben mich in einer Sackgasse in die Enge. Ich tötete 5 von ihnen, dann schoss mich einer an. Ich fühlte einen brennenden Schmerz an der linken Seite meines Bauches.
Hier, ich zeige ihnen die Narbe - sie ist schlecht verheilt. Kein Wunder, ich hab sie ja auch in den Barrens auskuriert.
Die Ganger prügelten noch etwas auf mich ein und ließen mich dann zum Verbluten in der Gasse zurück. Nachdem sie weg waren kroch ich durch ein Loch in einen Keller. Ich wollte dort in Ruhe sterben. Und das wäre ich bestimmt auch, wenn Cathy mich nicht gefunden hätte.
Nun irgendwie wiederholt sich alles, denn ich wachte wieder in einem dunklen Raum auf und zwar wieder deshalb, weil mich etwas feuchtes berührte - nicht an der Hand, diesmal an der Stirn. Sehen konnte ich nichts, aber ich hörte eine weibliche Stimme, die beruhigend auf mich einsprach. Verstehen konnte ich auch nichts. Dazu war mein Fieber viel zu hoch, wie mir Cathy später erzählte. Mein Leben stand auf der Kippe. Ich versank wieder in der Dunkelheit.
Später erwachte ich und es ging mir besser. Die Schmerzen waren zwar noch vorhanden, aber sie waren nicht mehr so schlimm. Und zum ersten Mal in meinem Leben sah ich Cathy. Ihr erster Anblick war ziemlich schockierend. Sie sah mich an, doch ihre Augen waren von einem grauen Film überzogen und schnell wurde mir klar, dass sie blind war. Und doch konnte sie sehen. Da wo ich Emotionen und Magie riechen kann, da konnte sie sehen. Aber nicht so eingeschränkt wie ich, nein sie konnte in die Seele schauen. Ich sog die Luft ein, aber ich konnte an ihr keinerlei Angst riechen, nur Mitleid. Das war das erste mal - seit dem Fenriswolf ganz zu Beginn meiner Geschichte - das jemand keine Angst vor mir hatte. Vielleicht lag es daran, das Cathy von Wolf berührt worden war - Fenris und Wolf sind ja eng miteinander verwandt. Sie hätte vielleicht sogar eine Schamanin werden können, wenn das Leben sie besser behandelt hätte.
So aber war ihr von ihren Kräften nur ihre Wahrnehmung geblieben und auch die war nur eingeschränkt, weil sie blind war. Das war alles die Schuld dieser Drogen, die sie nahm. Die hatten sie blind gemacht und sie ihrer Kräfte beraubt. Aber das hatte sie nicht verbittert. Im Gegenteil, sie war die lebenslustigste Person, die ich jemals getroffen habe.
Na gut, wenn sie ihre Pillen eingeschmissen hatte, dann war sie nicht wirklich zu irgendetwas zu gebrauchen, aber das kam nicht so häufig vor. Sie hatte sich und ihre Sucht unter Kontrolle. Sie hatte auch nicht immer das Geld. Ihr Job war schlecht bezahlt.
Jetzt sind sie wirklich verwundert, oder? Sie fragen sich bestimmt wer einer blinden Orkin aus den Slums einen Job gibt. Oh, hatte ich nicht erzählt, dass sie orkisch war? Egal, jetzt wissen sie es. Aber sie hatte einen Job. Sie putzte in einem von den Läden, wo sie so Hokuspokuskram verkaufen. Ich glaube man nennt sie Taliskrämerläden. Die Besitzerin dieses Ladens habe ich auch zwei-, dreimal getroffen. Sie ist ganz nett, aber ich glaube sie hat Angst vor mir. Wie so viele.
Aber zurück zu Cathy. Wie gesagt, sie putzte in diesem Taliskrämerladen. Das Geld, das sie dort verdiente reichte aus um uns beide über Wasser zu halten.
Ja, richtig, wir waren ein Paar. Sie war nicht wirklich schön, aber sie hatte den besten Charakter, den ein Mensch je hatte. Ich weiß, dass das abgedroschen klingt, aber es war wirklich so.
Warum ich von Cathy in der Vergangenheit spreche. Das ist ein trauriges Kapitel, das aber noch kommt.
Cathy hat mir gezeigt, wie wertvoll das menschliche Leben ist. Der Punkt, an dem ich Cathy kennen lernte markierte auch das Ende des Schlächters von Redmond. Zumindest vorläufig. Und dafür liebte ich Cathy. Ich half ihr, wo ich nur konnte. Und sie half mir. Sie brachte mir eine Meditationstechnik bei, die mir helfen sollte meinen Mittelpunkt zu finden und mit meinem Totem zu verschmelzen. Das gelang mir zwar nie vollkommen, aber es half mir meine Mordlust unter Kontrolle zu halten.
Hin und wieder kaufte Cathy nach ihrer Arbeit noch Drogen beim örtlichen Dealer. Ich habe diese Pillen mal probiert, aber mir hat nicht gefallen, was ich dann erlebt habe. Diese blöden Pillen haben mich nur aggressiv gemacht.
Eines Tages aber, kam sie nicht von der Arbeit zurück. Ich wartete eine Stunde auf sie, dann hielt ich es nicht mehr aus und ging sie suchen. Ich streifte durch die Straßen zwischen unserer Wohnung und dem Taliskrämerladen und schließlich fand ich sie in einer Nebenstraße. Ihr Gesicht war aufgequollen und voller blauer Flecken und Platzwunden. Ihre Kleidung war zerrissen und sie weinte leise vor sich hin. Ich nahm sie und trug sie zurück zu unserer Wohnung. Dort legte ich sie in unser Bett und kümmerte mich um ihre Wunden - so gut ich es eben konnte.
Verdammt! Ich bin zum Kämpfen geboren, nicht zum Heilen.
Aber es waren auch nicht ihre körperlichen Wunden, die sie umbrachten.
Sie bat mich um etwas zu Trinken und ich Vollidiot ging in die Küche um ihr etwas zu holen. Als ich das Glas gerade halb voll mit Mineralwasser gefüllt hatte, hörte ich aus dem Schlafzimmer einen Schuss. Das Glas entglitt meinen Händen und fiel wie in Zeitlupe zu Boden. Gedanken schossen mir durch den Kopf. Waren die Typen, die sie überfallen hatten zurückgekommen um ihr Werk zu vollenden? Oder war ein Einbrecher in unser Schlafzimmer eingestiegen und hatte auf sie geschossen? Die Klingen glitten wie von selbst aus ihren Halterungen - zum ersten mal seit fast eineinhalb Jahren - als ich ins Schlafzimmer stürzte, bereit den Schützen abzustechen.
Doch kaum durch die Tür, blieb ich wie vom Schlag getroffen stehen. Cathy lag auf dem Boden, in ihrer rechten Hand die kleine Pistole, die sie zur Selbstverteidigung gekauft, aber nie benutzt hatte. Der Lauf der Waffe rauchte leicht und aus dem kleinen Loch in ihrer Schläfe lief Blut. Durch das Adrenalin und die Trauer zitternd stürzte ich neben ihr zu Boden und nahm sie in den Arm. Wieder und wieder fragte ich sie warum sie das getan hatte, aber sie antwortete mir nicht. Ich roch nur noch die Überreste einer unendlichen Trauer vermischt mit dem beißenden Gestank von Pulverdampf. Ich nahm die Pistole, die beiden Ersatzmagazine und zog mir meinen Mantel an. Den Mantel, den SIE mir besorgt hatte. Er war gepanzert und sogar gegen den sauren Regen imprägniert. Genau den Mantel, den ich auch jetzt an habe.
Ich weiß, er sieht nicht mehr so neu aus. Er ist ja auch schon mindestens 15 mal geflickt worden. Hat schon so einige Schüsse abgehalten.
Nachdem ich mich also ausgerüstet hatte nahm ich einen Kanister Petroleum, verteilte das Zeug in der Wohnung und verbrannte alles, was mich an mein Leben mit Cathy erinnerte. Als alles von den Flammen verzehrt wurde wünschte ich mir so stark wie nie zuvor, ich wäre etwas anderes. Ein Schamane, oder auch ein Magier - irgendwer, als der ich Cathy hätte helfen können. Aber geschehen ist geschehen, also tat ich das meiner Meinung nach Zweitbeste für Cathy. Ich nahm Rache.
Ich ging also wieder zurück in die Gasse, wo ich Cathy gefunden hatte und fand nach einigem Suchen auch einen Squatter zwischen den Mülltonnen, der dort nach Essen suchte. Auf meine Frage, ob er den Zwischenfall gesehen habe antwortete er mit nein und wollte sich absetzen. Ich zog die Pistole und zwang ihn zu bleiben. Dann gab ich ihm all mein Kleingeld - alles in allem bestimmt 100 NuYen - und sagte ihm, wenn er mir alles erzähle, hätte er nichts zu befürchten. Ich weiß nicht, ob es das Geld oder die Angst vor mir war, aber auf jeden Fall erzählte er mir, das er gesehen hätte, wie einige Menschen mit grünen Irokesenkämmen und Night Haunters Abzeichen auf ihren Jacken Cathy zusammengeschlagen und vergewaltigt hätten. Ich ließ den Penner leben.
Das war der Zeitpunkt, an dem der Schlächter von Redmond wieder auferstand. Cathys Tod hatte etwas in mir bewirkt, was ihr zu Lebzeiten niemals gelungen war. Ich ruhte nun in mir selbst. Fenris und ich waren verschmolzen. Nun lebte ich nicht mehr gegen meine Natur, sondern ich ging in ihr auf. Eine Zeit lang lebte ich nur noch für die Jagd und den Triumph des Tötens. Allerdings mit einem Ziel. Ich tötete nur noch Night Haunters, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich merkte, das das Problem viel größer ist und es noch andere Gangs und Gruppen gibt, die genauso denken. Ab dann tötete ich alle Antimetaganger denen ich begegnete. Zuerst dachte die Polizei ein Meta würde Amok laufen, doch dann bemerkten sie die Parallelen zu den Redmondschlächtermorden.
Ist es nicht verrückt, das die Polizei denkt, ich sei ein Ork oder ein Troll? Ich meine, sehe ich aus wie ein Ork oder ein Troll? Nein, ich bin ein Mensch, aber trotzdem hasse ich diese Antimetas. Ich kenne mich aus mit deren Ideologie, wissen sie? Ich glaube es liegt daran, dass einer der Forscher, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin, ein Antimeta war. Daher kommt auch mein Name. Sehen sie dieses Dogtag. Das hatte ich schon, als ich in dem Labor aufgewacht bin, daher nehme ich an, dass es mein Name ist, der darauf steht. Askr. Was das bedeutet? Ich hab es nachgeschlagen. Askr hieß laut der nordischen Mythologie der erste Mensch, den die Götter erschufen. Ich glaube der Forscher war ein kleines bisschen Größenwahnsinnig, sie nicht?
Zurück zu meiner Geschichte. Nach einiger Zeit genügte es mir nicht mehr, die Typen einfach nur umzubringen. Ich brachte sie also dazu zu reden. Über alles Mögliche. Über ihre Verstecke, ihre Lager und auch über ihre Unterstützer. Ich habe da einiges Interessantes erfahren. Das ist natürlich auch der Grund, warum der Schlächter von Redmond auch unter den Reichen und Wohlhabenden zuschlägt.
Und einer der Namen, den ich bei der letzten dieser Befragungen erfahren habe war der ihre.
Was sagen sie denn dazu?
Ach mit Knebel lässt es sich nicht so gut sprechen?
Hab ich mir fast gedacht.
Macht nichts, da wird man ihre Schreie auch nicht so gut hören.
Wissen sie, ich hab mich inzwischen ziemlich gut unter Kontrolle, also erwarten sie keinen schnellen Tod.
Sehen sie das hier? Das ist die Waffe mit der Cathy sich erschossen hat. Ja, ich habe sie immer noch. Sie ist natürlich lächerlich klein im Vergleich mit den Waffen die ich inzwischen benutze, aber Cathy war ja auch nicht in den Schatten tätig, so wie ich inzwischen.
Also mit dieser Waffe werde ich schließlich ihren Leiden ein Ende bereiten, aber bis dahin haben wir noch eine Menge Zeit. Nur sie, ich und meine Klingen.
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Beitrag Verfasst am: Mi Jan 11, 2006 5:44 pm    Titel: Werbepause


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Indigo
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Beitrag Verfasst am: Mi Jan 11, 2006 7:21 pm    Titel: Re: Rache - kalt serviert Antworten mit Zitat

Sehr schön!
*play Applaus.wav*
Ich mag zwar keine direkte Ansprache als Leser, aber hier macht es den "Pep" der Story aus.
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Ich hab nur Unsinn im Sinn - und ich hab dich im Visier ;-p

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Beitrag Verfasst am: Mi Jan 11, 2006 10:00 pm    Titel: Re: Rache - kalt serviert Antworten mit Zitat

Zitat:
Das Glas entglitt meinen Händen und fiel wie in Zeitlupe zu Boden.

Unnötig cineastisch, würde ich sagen. Wie auch andere Passagen des Textes vermisse ich da den direkten Ton, der eigentlich in diesem Anklage-Monolog mitschwingen sollte.
Zitat:
Meine erste Erinnerung ist, das ich in einem dunklen Raum aufwachte, weil etwas Feuchtes an meine Hand stieß.

So etwas in der Art, das viel zu detailliert geschildert wird, kommt häufiger vor. Du hast den Text verfasst, aber eigentlich könnte man am Anfang und am Ende Anführungszeichen setzen, denn schließlich spricht der Protagonist die ganze Zeit über. Wenn man es dann nach dem Niederschreiben noch einmal objektiv betrachtet, dann wird auch diese Diskrepanz zwischen der eigentlichen Absicht und einzelnen Abschnitten deutlich.
Ich schreibe meine Hintergrundgeschichten auch gerne aus der Sicht des Charakters, der spricht dann allerdings den Leser nur indirekt an und einen Anteil von Schrift-Sprache gibt es nur, weil es tatsächlich ein Stück Geschreibsel des Kerls ist.

Zitat:
Also mit dieser Waffe werde ich schließlich ihren Leiden ein Ende bereiten[...]

Wenn ich nicht selbst einen Hang zum Gebrauch von abgedroschenen Sprüchen hätte, würde ich jetzt mahnend den Zeigefinger heben. nanana he...he...

Du bist nicht allzu sehr ins Klischee des Wolf-Kis abgerutscht, sehr gut. Generell verleiten Totems aber leider recht stark zum Nutzen von Klischees, wenn man erst das Totem auswählt und dann den Charakter entwickelt.

Achtung, das Ende passt nicht zum Anfang. Erst der Satz "Schön, dass sie wieder da sind.
", dann die Frage "Überrascht, mich zu sehen?", aber am Ende wird dann davon gesprochen, dass der Betreffende bereits geknebelt(und wahrscheinlich auch gefesselt, mutmaße ich mal Smile ) ist.

Eigentlich keine Fehler, nur hier und da Interpunktion... Einfach noch einmal durchgehen, dann fallen auch solche Sachen wie die Problematik mit Anfang und Ende auf, und die unregelmäßigen "Roman-Einlagen" mit dem panoramischen Erzählstil, die nicht zum sonstigen Ton und gesprochenen Wort passen.

Wie Indigo schon sagte, Sehr schön.
_________________
Zitat:
Heinrich Böll, "Entfernung von der Truppe"
Hin und wieder[...] greife ich so ungehemmt wie instinktiv zur Gabel und säubere mir tatsächlich damit die Fingernägel. Neulich fragte mich ein durchreisender Italiener vom Nebentisch her, ob das eine deutsche Sitte sei, was ich ohne Zögern bejahte.
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madMÄXX
Der Narr


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Beitrag Verfasst am: Mi Jan 11, 2006 11:47 pm    Titel: Re: Rache - kalt serviert Antworten mit Zitat

Zitat:
Achtung, das Ende passt nicht zum Anfang. Erst der Satz "Schön, dass sie wieder da sind.
", dann die Frage "Überrascht, mich zu sehen?", aber am Ende wird dann davon gesprochen, dass der Betreffende bereits geknebelt(und wahrscheinlich auch gefesselt, mutmaße ich mal) ist.


Mit dem "Schön, dass sie wieder da sind." und dem "Überrascht, mich zu sehen?" wollte ich eher an eine Ohnmacht des Geknebelten anspielen. Allerdings wollte ich am Anfang der Geschichte nicht zu viel verraten. Von der Idee her wurde der Typ von hinten niedergeschlagen und erwacht gefesselt und geknebelt aus seiner Ohnmacht, ihm gegenüber der Char, der ihm mit beißendem Ton die Story erzählt.
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