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Tron
Der Dichterfürst


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Beitrag Verfasst am: Di Feb 15, 2005 11:05 pm    Titel: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

O.K., Ihr habts so gewollt, so sollt Ihrs auch haben! Hier sei also fürderhin der Platz für all unsere lyrischen Ergüsse, tiefempfundensten Emotionen und auch cranialen Flatulenzen. Postet, das die Tastatur raucht und keine Gnade, weder mit Euch selbst, noch mit irgendwem sonst!
Ich werde später selbst noch was schreiben, aber jetzt muß ich erstmal den Hof vor unerwünschtem Zugriff schützen, sprich raus in die kalte, feindliche Nachtwelt und alle Türen verriegeln... Bis später also...
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Beitrag Verfasst am: Di Feb 15, 2005 11:05 pm    Titel: Werbepause


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Tron
Der Dichterfürst


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Beitrag Verfasst am: Mi Feb 16, 2005 12:17 am    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

So, nun aber... Das Versmaß ist nicht wirklich vorhanden, aber ich denke, acapella könnte mans singen:

Ich wär so gern Dein Lieblingskuscheltier,
Dann wär ich nämlich jede Nacht ganz nah bei Dir.
Auch Dein Waschlappen zu sein wäre ganz passabel,
Vor allem an den Stellen um und unter Deinem Nabel.

Ich wär auch gern Dein Hund, dann würd ich Deinen Schlaf bewachen
Und könnt Dich jede Nacht beim Ausziehn betrachten,
Und während Du einschläfst, lieg ich an Deinem Becken,
Und später könnt ich Dir das Ohrläppchen zärtlich lecken.

Auch Dein Kopfkissen zu sein wäre wunderbar,
Dann spürte ich des Nachts Dein mondgoldnes Haar,
Und es kitzelte mich ganz leicht im Gesicht,
Nur stören würde mich das glaub ich nicht.

Ich wär auch gern der Künstler, den Du als Muse küsst,
Und dann merk ich, das bin ich, denn Du hast mich geküsst,
Hast mich dadurch zum Schreriben gebracht,
Das hat vor Dir seit Jahren keine mehr geschafft.

Auch wär ich gern der Whisky, den Du trinkst
Oder das Whirlpoolwasser, in dem Du versinkst
Und die Sauna, die Dich zum Schwitzen bringt
Und auch die Musik, die von Dir gehört verklingt.

Aber ich bin nichts von dem, ich bin nur Dein Freund
Und doch auch wieder nicht, auch wenn sich alles in mir dagegen sträubt.
Doch das macht mir nichts aus, bis auf diesen kleinen Stich,
Denn, ob Dus glaubst oder nicht, ich liebe Dich.



Gute Nacht Euch allen, süße Träume und bis morgen!
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Beitrag Verfasst am: Mi Feb 16, 2005 12:58 pm    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

Du sagst

Es ist Montag Abend und du kommst nach hause.
Erledigt von der Arbeit willst du nur eine Pause.
Du kommst rein, siehst mein Zimmer, denkst Chaos und Schmutz.
Der Hass erfüllt dich, in dir kocht die Wut, als du schreist: „Putz!“
Meine Reaktion bleibt völlig kühl,
mein Gesicht zeigt keine Regung kein Gefühl.

Du sagst, ich sei faul, ich mach alles aus dem Bauch,
doch du denkst, wäre das schön, das will ich auch!
Du sagst, Schande, eine Schande für die Familie bin ich
Doch schämen tust nur Du dich für mich!
Du sagst, ich seh furchtbar aus, sagst lass es sein.
Doch es ist meine Freiheit, deshalb sage ich NEIN!
Du sagst, ich mach aus dir ein Frag. Mache dich krank?!
siehst du nicht, ich bin auch DEIN Sohn ? Nicht nur irgendein Punk!

Du stehst Sonntags morgens auf, hast von allem die Schnauze voll,
denkst ich hüpfe fröhlich durch die Gegend als wäre mein Leben toll.
Siehst nichts von meinen Sorgen, Anstrengungen, Nöten und Problemen
Du siehst nur meine Freiheit, und weil es dir stinkt, willst du sie mir nehmen!
Kommst auf mich zu, schreist mich an, wirst laut und schickst mich raus
Doch ich gehe nicht wegen dir, sondern weil mich niemand versteht, aus dem Haus.

Du sagst,...

Im Endeffekt siehst du nichts von mir, siehst nur die Probleme von dir.
Ich halte dir ständig vor Augen, welche Freiheiten du nicht hast
Doch es liegt nicht an mir, du hast nur den Anschluss verpasst.
Ich zeige dir einen Weg, raus aus Langeweile und Einsamkeit!
Warum schlägst du aus? Lass uns den Weg der Freiheit gehen, und zwar zu ZWEIT!
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Beitrag Verfasst am: Mi Feb 16, 2005 1:00 pm    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

@Tron: Schön! Ich wünschte ich könnte auch wieder so schreiben....

Sad
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Tron
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Beitrag Verfasst am: Mi Feb 16, 2005 10:10 pm    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

@Corn:
Wenn Du sagst, Du würdest gerne "wieder" so schreiben können, dann nehm ich mal an, irgendein ziemlich mieses Ereignis hat Dir diese Fähigkeit genommen, wenn ich raten sollte, würde ich sagen, es hat was mit nicht erwiederter Liebe zu tun, ist aber nur ne Vermutung, Du mußt darauf auch nicht antworten. Ich wollte nur mein Mitgefühl zum Ausdruck bringen, ich kann so etwas nämlich ganz gut nachvollziehen... Aber wenn Du nen Rat willst: Probiers einfach, manchmal muß man nur anfangen, der Rest kommt von ganz allein! Thumb up
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Beitrag Verfasst am: Do Feb 17, 2005 12:39 am    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

@Tron: Es lag zwar an unerwiederter Liebe aber eher daran, dass meine Ex nicht mehr wollte aber ich noch immer. (Kurzfassung)

Aber wer weiß, vielleicht kann ich doch bald mal wieder so schreiben Wink
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Beitrag Verfasst am: Do Feb 17, 2005 1:13 am    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

Oh, wie ich das nachvollziehen kann! Ich war selbst neun herrliche, glückliche Jahre mit der wundervollsten Frau zusammen, die ich bis heute die Ehre hatte kennenlernen zu dürfen. Und dann habe ich sie verlassen. Fragt mich bitte nicht warum, ich kann (und will) es nicht erklären, nur so viel: Wir sehen uns noch immer regelmäßig und sind nach wie vor die besten Freunde. Wahrscheinlich lieben wir uns noch immer, nur eben auf eine andere Weise.
Ganz am Anfang unserer Beziehung habe ich folgendes für sie geschrieben:


Catch my feelings,
See my love,
And please hear my desire.

I want to own you
And be owned by you;
I want to catch your fire.

I will give you what you need
And hope for you to offer me
The things that I require.



Just lay down
And close your eyes
And feel the evening breeze.

Hold your breath
And hear the silence,
See the raving peace.

Then kiss me
And hold me tight,
And let this moment freeze.



Then morning comes
And finds us there
In endless harmony.

Just love is here
No evil thoughts
And no rampaging agony.

What there will be
We cannot know
We have to wait and see.



Til, 19. 07. 1995
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Beitrag Verfasst am: Do Feb 17, 2005 2:29 am    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

Das hab ich geschrieben und dabei die Erlebnisse von mehreren Trennungen verarbeitet....

Damals

Es ist schon lange her, dass ich dich zum ersten mal sah.
Es ist schon lange her, viel das seitdem geschah.
Deine Augen, dein Gesicht sprachen zu mir, doch getraut hab ich mich nicht.
Nach langer Zeit war ich bereit, hatte nichts zu verlieren. Fragen war meine Pflicht.
Du sagtest ja, mein Herz machte einen Sprung
Du sagtest ja, die Zeit meines Leidens war um!

Damals, hast du mich geliebt
Damals, war ich auf Wolke sieben
Damals, hast du meine Angst besiegt.
Damals, wollte ich dich für immer lieben.

Heute willst du nichts von mir wissen.
Heute soll ich mich auf einmal verpissen?
Warum hast du nie meine Liebe erkannt?
Warum hast du es nie Liebe genannt?
Ich habe alles für dich gemacht,
die Welt gedreht nur für dich!
Ich habe Wochen voll sorge verbracht.
Warum siehst du das nich?

Damals...

Und nun liege ich wach jede Nacht und friere, alleine
Ich frage nach Schuld, oder gab es sie nie? Doch! Es war deine!
Ich hatte dir mein Herz auf ein Tablett gesetzt
Und du hast es ignoriert und später grausam zerfetzt!

Damals...

Heute bist du nicht hier, ich bin allein.
Heute bin ich solo. Wie kann das sein?
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Beitrag Verfasst am: Fr Feb 18, 2005 10:36 am    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

Hm, ganz schön starker Tobak... aber genial verarbeitet, gefällt mir gut. Es drängt sich die Frage auf, warum manche (die meisten?) Menschen sich das Beenden einer Beziehung so einfach machen. Es geht auch anders, nur daß dann eben beide leiden, nicht nur der Verlassene. Das ist dann allerdings echt der harte Weg, doch den zu gehen lohnt sich allemal.


Hier noch eins von mir, für die selbe Frau verfasst, etwa ein halbes Jahr später.



It is a time of love and happiness
These days no tears of sadness fall
Yes, I need you, I confess
I wouldn’t dare to end it all.


Sometimes I try to imagine the way
It would be like to live without you
As my soul-saving bay,
And it hurts ‘cause I know, I’d miss you.


I hope it’s not soon that it comes to an end
And I’m afraid of the time when we find out about
Our love having been sent
Through heaven and hell and then out.


14.01.1996
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Tron
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Beitrag Verfasst am: Fr Feb 18, 2005 6:55 pm    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

Und gleich noch was hinterher, damit keiner sagen kann, ich würde meinem Titel nicht gerecht:

Warum vergeht die Zeit so langsam?
Warum kann man nichts dagegen tun?
Wer macht denn endlich den Anfang?
Wer macht aus Morgen das Nun?


Warum hat die Stunde 60 Minuten?
Und wie viele Stunden ein Jahr?
Und was geschieht mit all den Sekunden,
die eingehn in all das, was war?


Kann man es nicht sonst wie beschleunigen?
Das Rad, das ihr nennt: „ Die Zeit“?
Oder gilt vielleicht dies für die Unsrigen:
„Wir sind noch gar nicht soweit“?


Und was auch immer jemals mag sein,
das Ergebnis von Zeit und Raum,
wir werden nicht mehr zugegen sein,
wir überleben bis dahin wohl kaum.
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Beitrag Verfasst am: Fr Feb 18, 2005 8:03 pm    Titel: Fall Of Seasons Antworten mit Zitat

Ok, wenn auch alt, so will ich euch auch mal das ein oder andere Stückchen aus meiner Feder darbieten. Bei den sachen, die ich schreibe, handelt es sich fast ausschließlich um Texte für meine Band. Die ursprünglich angedachte Melodie, die ich mal dazu gebastelt hab, findet ihr "hier".

Fall Of Seasons

Take a walk – through distant fields of sorrow.
Silent whisper – fallin’ leafs like rain.
Golden weeping – the sun is covered by wand’ ring clouds.
Never-ending – the seasons dance of change.

Teardrops from the sky – water on my skin.
Emotions fade to dreadful experiences.
Daylight disappears – night time supremacy.
I think it’s getting fall – fall of seasons.


Watch a little feather fall – upon the ground now wasting.
And the wings of thousand ones – are flying towards horizon’s end.
Hear the thunder roll – as the hammer falls again.
Overwhelming – the seasons dance of change.

Teardrops from the sky – water on my skin.
Emotions fade to dreadful experiences.
Daylight disappears – night time supremacy.
I think it’s getting fall – fall of seasons.

Teardrops from the sky – water on my skin.
Emotions fade to dreadful experiences.
Daylight disappears – night time supremacy.
I think it’s getting fall – fall of seasons.



Moonlight touches my soul – like the shine of broken mirrors.
At least expecting – the seasons dance of change.

Koschka
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Beitrag Verfasst am: Fr Feb 18, 2005 8:08 pm    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

Der Text ist ein wenig persönlicher. Hab ihn geschrieben,
als es mir nicht besonders gut ging. Er wurde auch nie für
meine Band verbraten und bislang noch nicht vertont. Trieft
etwas vor Selbstmitleid aber lest selbst:

Treibgut

Schenke mir ein Lächeln (lächle nur für mich)
Gib mir Hoffnung (glaub an mich)
Hilf mir schreien (über alle Ungerechtigkeit)
Gib mir Zeit (gib mir noch ein wenig Zeit)

Ein einsamer Tropfen fällt in ein rotes Meer
Vergessen sind alle Empfindungen
Der Kampf um den Verstand ist gewonnen
Doch tragen die Wogen bittere Einsamkeit an den Strand

Ein Blatt folgt den Bewegungen der Brandung
Läßt sich tragen, scheint ohne eigenen Willen zu sein
Strandet und verliert den Halt aufs neue
Fortgerissen taumelt es zurück in die Flut

Schenke mir ein Lächeln (lächle nur für mich)
Gib mir Hoffnung (glaub an mich)
Hilf mir schreien (über alle Ungerechtigkeit)
Gib mir Zeit (gib mir noch ein wenig Zeit)

Stille Melancholie hinterläßt einen leeren Strand
Ein Segel kämpft gegen den Horizont und verliert
Der Wind trägt Schreie in mein Bewußtsein
Die Sonne ertrinkt im tobenden Meer.

Die letzten Sonnenstrahlen verglimmen
Die Brandung schreit laut meinen Namen.
Das Wasser steigt und ertränkt meine Angst
Ein Stück Treibgut stößt mich um, das Meer reißt mich mit.

Schenke mir ein Lächeln (lächle nur für mich)
Gib mir Hoffnung (glaub an mich)
Hilf mir schreien (über alle Ungerechtigkeit)
Gib mir Zeit (gib mir noch ein wenig Zeit)

Koschka
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Beitrag Verfasst am: Mo Feb 21, 2005 8:02 pm    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

Oh Mann, Koschka! Da scheints Dir ja echt mies gegangen zu sein, als Du den Text geschrieben hast. Klingt irgendwie einsam, hilflos... und ziemlich resigniert, fatalistisch... Schön, daß es Dir besser geht, sonst müßte man ja echt Angst um Dich haben!
Aber gibts von dem ersten Stück auch ne komplette Aufnahme, so Musik und Text gemeinsam? Der Sound klingt schon mal recht interessant, ich bin gespannt auf die Stimme. Ich könnte mir da gut eine rauchige, relativ tiefe Frauenstimme zu vorstellen... (he, nich lachen! Embarassed )
Ach ja, bevor ichs vergesse, ein Gedicht hab ich euch ja auch noch mitgebracht. Ist auch schon etwas älter, ich habs ´94 für eine Bekannte geschrieben, als diese zurück nach Bolivien gezogen ist:


Zum Abschied

Wenn Du denn gehen mußt, so geh!
Doch nimm, als Reiseproviant,
Einen Schluck aus meiner Seele tiefstem See,
Er lässt Dich denken an das Band,

Auf daß es Dich mit allen hier verbinde
Und Dir mit Freuden dienen mag
Als eine sichre Rückholleine,
Wenn er dann dereinst kommt, der Tag,

An dem sich Freunde wiedersehn,
Wie es für richtge Freunde sich gehört,
Soll sich die Welt vor Freude in die andre Richtung drehn
Und wehe dem, den dies dann stört!

Wie dem auch sei, ich wollt nur sagen,
Und das ist wirklich nicht vermessen,
Selbst in den allerbesten Tagen
Werden wir Dich nicht vergessen!
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Treknor
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Beitrag Verfasst am: Di Feb 22, 2005 8:47 pm    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

Ok.. wird mal zeit das ich hier auch mal was poste...nur ist das nichts was in die Richtung Gedicht geht. Es sind eher Gedanken die ich mir mal über alles gemacht habe..

Ich sehe aus dem Fenster und sehe 2 Welten. Mein Zimmer wie es reflektiert wird und die Dunkelheit.

So ist es auch wenn es draußen hell ist. Es gibt immer diese 2 Welten.
Sie existieren nebeneinander. Wo Sie sich berühren gibt es meist Probleme.
Sie warten dann darauf das ich eine Lösung finde. Die Lösungen sind oft hässlich und wollen nich angesehen werden. Sie fühlen sich dann angestarrt..
Beobachtet und Kontrolliert. Dann funktionieren Sie nicht. Aus Trotz und auch aus Schüchternheit und Angst vor Dieser Großen Welt da draußen vor meinem Fenster. Die Dunkelheit legt sich immer wie ein seidenes Tuch über diese Welt. So mag ich das. All diese Ecken verschwinden. Die Kanten werden rund und die Häuser erwachen zum Leben. Wenn es hell ist, starren mich nur dunkle Fenster an. Doch die Dunkelheit bringt die Fenster dazu mich anzustrahlen. Voller Freude darüber das Sie jetzt nicht mehr alleine sind. Natürlich gibt es auch Fenster die immer dunkel sind. Sie sind tot. Doch werden Sie nicht vergraben oder verbrannt. Nein, Sie bleiben wo sie sind. Sie sind integriert in die Welt der Fenster. Und Ihre Nachbarn strahlen umso heller. Ganz so als wäre Ihre neue Aufgabe, darauf hinzuweisen das es hier einen Toten gibt der beachtet werden muß, um das Leben zu feiern. Doch ich will kein Fenster sein. Ich will ein Teil dieser Welt vor meinem Fenster sein. Doch etwas hält mich zurück. Ein Gedanke, eine Hoffnung, eine Furcht.
Die Hoffnung ist es die zu letzt stirbt, sagen die Weisen. Doch ich muß sagen Ihr Weisen Ihr habt keine Ahnung von der Hoffnung. Sie stirbt nicht einfach. Nein sie reißt alles mit sich mit. Wenn Sie verschwindet, ist alles andere auch nicht mehr existent. Aber nicht weil die anderen vorher gestorben sind. Nein, nur weil die anderen keine Chance hatte wegzulaufen.

Aber die Hoffnung ist nicht Hoffnungslos. Sie klettert, krabbelt, kriecht wieder in die Wohnung und wenn man es nicht erwartet steht sie vor einem und lächelt. Es kommt auch vor das man sie dann nicht sieht. Dann wird sie sauer und schlägt uns auf den Kopf oder boxt uns auf die Nase. Den was die Hoffnung nicht leiden kann, ist nicht beachtet zu werden.

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Ok..ziemlich viele Gedankensprünge und so'n Kram...aber ich hoffe Ihr könnt trotzdem was damit anfangen.
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Beitrag Verfasst am: Mi Feb 23, 2005 11:25 pm    Titel: Re: Sinnieren über die wichtigen Dinge des Lebens Antworten mit Zitat

@Koschka: Treibgut gefällt mir ziemlich gut! Ich finde es super wie du es geschafft hast deine Stimmung und deine Gefühle in Bildern zu beschreiben ohne nur ein einziges WORT dafür zu verwenden.

Ich selbst habs eher mit dem Direkten weg (hat man ja schon gelesen) aber ich bewundere Leute die mit BILDERN noch viel mehr aussagen...

@Tron: das abschiedsgedicht ist echt schön! Ich würde mir wünschen das die Leute mal sowas über mich schreiben wenn ich mal nichtmehr bin...

@Treknor: Also ich kanns verstehen. Hatte auch schon viele Gedanken. Abends alleine auf dem Balkon. Die Gute Nacht Zigarette in der hand und die Gedanken scheinen rauf bis zu den Sternen zu fliegen....
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