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Tarnen für Mensch u. Ausrüstung(gesehen oder nicht gesehnen)

 
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Maverrick
Mietmuskel
Mietmuskel


Anmeldungsdatum: 23.08.2004
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Beitrag Verfasst am: Mi Aug 25, 2004 6:08 pm    Titel: Tarnen für Mensch u. Ausrüstung(gesehen oder nicht gesehnen) Antworten mit Zitat

In diesen Betrag baut etwas auf den Söldbner beitrag aus sden Stad of the art auf er baut das tehma Tranung mehr aus und damit nicht wieder Klagen kommen ich haben nicht das er im sehr an die SR welt angepasst er enthält nicht so Sachen wie schutz vor magischer Entdeckung oder sachen die cyber Tarnung. der text baut nur auf den eingfachsten Metoden die mann mit einfachen Mittel einsetzten kann . Habe ich mal für euch das wichtigste Wissen was man über Tranen im Gelände wissen muss zusammen gefasst . Um euch mal einen Überblick zugeben das Farbe ins Gesicht und ein passender Tarnanzug nur der ANFANG ist . Ist vor allen als Hintergrund für Scharfschützen die in Thema Tarnung etwas bewandert sein sollten "ein entdeckter Scharfschütze ist ein Toter Scharfschütze "


Hoffe hier könnt es brauchen


Quelle (http://home.arcor.de/snipercountry/)

Körpertranung

Einleitung
Hallo hier soll demnächst eine große Sektion über alles was Tarnung von Menschen und Material angeht entstehen. Doch Vorsicht die beste Tarnung bringt nichts, wenn man es unterläst das Gesicht und die Hände zu tarnen. Diese hellen Stellen des Körpers fallen schon auf weite Entfernung auf.

Gesichttarnung

Man kann das Gesicht mit einem Korken, den man anbrennt schwärzen. Dies ist zwar besser als Schlamm, aber aus hygienischer Sicht nicht das Beste (ist im Notfall und im Gelände egal).
Meine persönlichen Erfahrungen haben gezeigt, dass die engl. Tarncreme (ca. 5 Euro) eine hervorragende Lösung ist, das Gesicht und den Hals zu tarnen. Eine saubere und vor allem beständige Lösung ist eine Gesichtsmaske. Wobei das Spandomodell mein Favorit ist, da es auch im Sommer angenehm zu tragen ist.
Der engl. Netztarnschal ist ein sehr praktisches Ausrüstungsteil, seine Abmessungen erlauben auch den Einsatz als Waffenabdeckung. Sein Nachteil besteht darin, dass sein Tragen im Sommer gewöhnungsbedürftig ist.
Verwendung sollten verschiedene Farben finden, so dass sich das Gesicht optimal der Umgebung anpasst. Im Herbstwald sollte man z.B. einen anderen Hauptfarbton wählen, als auf einer Sommerwiese (ebenso die komplette Körpertarnung).
Zur Gesichtstarnung mit einem Netz:
Kommt ein Netz zur Anwendung (egal ob Spandomaske, Netzschal oder Tarnnetz) ist darauf zu achten, dass die eigene Sicht nicht bzw. nur kaum beeinträchtigt wird. Bei der Spandomaske kann es vorkommen, dass das Netzmaterial die Sicht aus den Augenwinkeln verschlechtert. Ein Tarnnetz im Gesicht vermindert das Sehen in den meisten Fällen, hat aber den Vorteil, dass man natürliche Mittel, wie Gras, einflechten kann.
Tarnung mit Farbe
Wie oben beschrieben, hat man verschiedene Möglichkeiten (Tarncreme, Korken, Schlamm) sich zu tarnen. Die Tarnung sollte zum Ersten die helle Färbung des Gesichtes übertönen.
Dunkelhäutige Menschen haben da, den "Bleichgesichtern" gegenüber, die bessere Grundlage.
Es sollen nicht nur die Farben, sondern auch die Konturen verwischt werden, so dass man eins mit der Natur wird. Dafür bietet sich eine Mischung von Farben an, genauso wie bei der Kleidung auch. Bei der engl. Tarncreme hat man 2 Farben zur Auswahl, was meist reicht, aber durch eine dritte ergänzt werden kann. Die Muster, die zur Verwendung gelangen, hängen vom Gelände und der eigenen Malkünste ab. Es reicht allerdings ein paar, eher rundliche, breite Farbstreifen zu verwenden.

Handtarnung

Um die Hände zu tarnen sollte man Handschuh benutzen. Allerdings schränken Handschuh das Gefühl in den Händen ein. Schießen mit Handschuhen ist umständlich und zum präzisen Schuß nicht zu empfehlen. Auch das Fassen und Greifen von Gegenständen wird erschwert. Solange die Witterung es zulässt, finde ich die US-Innenhandschuh mit abgeschnittenen Fingern am Besten (ca. 5,50 Euro). Auch die Spando-Handschuh (ca. 10 Euro) sind recht gut. In sie ist aber ein Loch für den Schießfinger einzunähen. Im Winter sind Handschuh mit Schießfingeröffnung die beste Wahl. Die Topmodelle kosten aber bis 60 Euro und mehr. Lieber aber viel Geld ausgeben als seine Finger erfrieren zu lassen

Tarnmuster im Test

Einleitung

Es war geplant die Tarnwirkungen der verschiedensten Tarnanzüge dann durchzuführen, wenn bunte Blätter auf den Bäumen sind. Leider hab ich es zeitlich nicht geschafft, so dass es schon recht grau war bei dem Test. Das Scheinen der Sonne an jenem Tag erhellte aber das Gelände etwas und auch Laub war vor Ort noch zu sehen.

Woodland

Der Woodland Tarnanzug, der sehr universell ist, ist auch im Herbst recht gut einsetzbar. Er spielt hier meist sogar seine Vorzüge aus, da er einen ziemlich großen Braunanteil besitzt. Auf dem Feld auf Wiesen verwischt er zwar auch die Konturen aber bei saftigem "Grün" ist er mit seinem Braunanteil eher im Nachteil.

Schweizer Alpentarn

Ich persönlich will mich mit der roten Farbe im Tarn nicht anfreunden, selbst bei dem Farbengemisch im Herbst bringt er nicht die Tarnwirkung wie andere Tarnmuster. In den Alpen selbst kann er zwar nützlich sein, doch zweifele ich seine Praxistauglichkeit in Nord- und Mitteldeutschland an.
Zusatzinfo: Dieses Muster wurde u.a. beim schweizer Tarnanzug 83 (Tenue d?ssault 1983) verwendet und ist mittlerweile durch das neue Muster des Tarnanzug 90 abgelöst. Dieser Anzug kann aber nicht von Zivilpersonen erworben werden. Das alte Muster konnte man aber z.B. im Kosovokrieg bei der UCK oftmals sehen und ist auch in Deutschland erhältlich.

NVA Stricheltarn
Die kleinen braunen Striche beobachtet man erstmal kritisch, doch werden die Konturen recht gut verwischt. Durch das Fehlen anderer Farben reicht seine Tarnwirkung manchmal aber nicht aus. Gerade im Herbst, wenn doch alles mehr ins Braun überschlägt. In dunklen Waldgebieten und auch auf Wiesen ist seine Tarnwirkung nicht zu unterschätzen.

"normales Oliv"

Die Bundeswehr weis wahrscheinlich genau, warum sie nach Jahrzehnten doch einen Tarnanzug eingeführt hat. Die Tarnwirkung von Oliv ist nicht universell genug, besonders auffällig ist das dann, wenn man einen braunen Hintergrund hat. Die Konturen werden durch die Eintönigkeit nicht genug verwischt.

Hollandtarn

Im Aufbau ähnelt er sehr dem britischen DPM Tarn, den ich leider nicht im Test hatte. Der Hollandtarn ist im Herbst einer meiner Lieblinge, da er die Konturen förmlich auseinanderreißt und zusätzlich die richtige Farbmischung aufweist. Im Sommer, wenn alles grünt und blüht hat dies allerdings seine Nachteile und der Tarneffekt lässt nach.

Flecktarn

Der Bundeswehrtarn hat nicht umsonst die Gunst der BW erlangt. In Deutschland und seinen Wäldern und Wiesen ist seine Tarnwirkung beachtlich. Man kann ihn zu jeder Jahreszeit einsetzen. Das Blümchenmuster ist zwar gewöhnungsbedürftig doch auf die Entfernung sind die kleinen Flecken sowieso nicht erkennbar. Ein Ausrüstungsgegenstand in Flecktarn ist sicherlich ein guter Kauf .

Ausrüstungstarnung

Bevor wir mitten in der Thematik einsteigen, möchte ich mich doch vorerst generell auf die Probleme beziehen. Es dürfte logisch erscheinen, dass es sehr sinnlos ist, wenn man beispielsweise einen Ghillie trägt und dann eine riesige schwarze Gewehrtasche mitführt (Extrembeispiel). Wir können zumindest versuchen möglichst gewissenhaft mit der Tarnung umzugehen, denn dies sind wir unserer Gesundheit schuldig. Ein Grundsatz von Scharfschützen war schon immer: "Ein erkannter Scharfschütze ist ein toter Scharfschütze!" Aus diesem Grund sollte auf die persönliche Tarnung sehr geachtet werden, was ja auch an anderer Stelle schon angesprochen wurde.
Zur kompletten Tarnung gehört folglich nicht nur die Körpertarnung, sondern auch die Tarnung sämtlicher Ausrüstung. Die Ausrüstung eines Scharfschützen kann sehr vielseitig sein und deshalb ist davon auszugehen, dass die Vorbereitung auf einen Einsatz durchaus eine zeitaufwendige Sache ist.
Widmen wir uns vorerst dem wichtigsten Ausrüstungsgegenstand, um später auch anderes Equipment abzuhandeln.

Tarnung der Waffe
Gerade die Waffe ist mit ihrem meist durchgehendem Schwarz und ihren geraden Linien extrem auffällig. Um die Waffe sinnvoll zu tarnen, aber trotzdem ihre Funktion nicht einzuschränken muss man einige Regeln beachten.
Es kommt aber auch darauf an, was für ein Zielfernrohr Verwendung findet oder ob ein Zweibein montiert ist. Wenn ein Zweibein montiert ist, dann ist die Befestigung von Tarnmaterial ein wenig vereinfacht.
Bei aller Wichtigkeit der Tarnung darf die Funktion der Waffe nicht beeinträchtigt werden. Zielfernrohrverstellung, Nachladevorgang und Hülsenauswurf dürfen in keinem Fall behindert werden, ebenso dürfen die freien Laufschwingungen nicht beeinträchtigt werden, da sonst die Schusspräzision leidet. Ich konnte schon häufiger bei Soldaten beobachten, dass dies falsch gemacht wurde (Hülsenauswurf mit Tarnmaterial versperrt).
Oftmals ist schon die Grundfarbe der Waffe nicht komplett schwarz gehalten, um Auffälligkeiten zu vermeiden, allerdings können auch Schäfte mit Camouflage-Bemalung die Konturen einer Waffe nicht aufreißen. Es gibt sowohl Waffen, die fabrikmäßig einen solchen Schaft besitzen, als auch solche, die ihn nachträglich bekommen. Hier kann man selbst Hand anlegen und je nach Terrain kann man auch unterschiedliche Farben auswählen. Man sollte darauf achten, dass die Farbe für den Schaft mit diesem verträglich ist. Zu empfehlen ist Sprühfarbe, da sie leichter aufzutragen ist. Man kann den Gewehrschaft z.B. mit Jutestreifen, Moskitonetz oder im Winter auch mit Verbandszeug umwickeln. Interessant ist, dass russische Scharfschützen nur selten eine Waffentarnung verwenden, während in den USA eine regelrechte Sucht danach herrscht.

Tarnung der Optik
Auch die Optik des Scharfschützenteams will getarnt sein, da sie auch ständig benutzt wird. Einerseits kann die Form und Farbe ein Erkennen möglich machen, andererseits ist gerade bei der Optik mit Lichtreflexionen zu rechnen, die die Stellung des Scharfschützen auffliegen lassen.
Fernglas, Zielfernrohr und Spektiv können recht leicht mit Jutestreifen umwickelt werden. Auch eine Verwendung von Tarnklebeband, welches eh universell eingesetzt werden kann, ist durchaus möglich. Im Winter bietet es sich auch hier an weißes Verbandsmaterial für Tarnzwecke zu verwenden. Nützlich sind Schutzkappen für Zielfernrohre, die zum einen eine Lichtreflexion vermeiden, aber auch vor Regen und Staub schützen. Diese Klappen, z.B. von der Firma Butler Creek, werden erst kurz vor der Benutzung hochgeklappt, um eine mögliche Gefahr der Enttarnung zu vermeiden. Um die Silhouette möglichst klein zu gestalten bringt man diese Klappen am besten so an, dass sie nach unten oder zur Seite wegklappen. Durchaus sinnvoll kann auch die Anbringung von Pappröhren auf den Objektiven sein, damit eine Reflexion vermieden wird. Diese Pappröhren hemmen allerdings den Lichteinfall, so dass diese Methode nur bei gutem Licht zur Anwendung kommen kann, aber bei gutem Licht ist die Reflexionsgefahr auch viel höher. An manchen Zielfernrohren gibt es auch einschiebbare Sonnenschutzrohre.

Tarnung von Rucksack und Koppeltragegestell
Es empfehlen sich Rucksäcke und Koppeltaschen mit Tarnmustern, um keine größere Fläche in gleicher Farbe zu bekommen. Um die Konturen eines Rucksackes zu verbergen gibt es Rucksackbezüge, die gleichzeitig auch vor Schmutz und Feuchtigkeit schützen. Ich finde es sinnvoller an den Rucksackbezug Jutestreifen zu nähen, als direkt an den Rucksack, da der Rucksack somit besser für normale Tätigkeiten verwendet werden kann. Beim Rucksack und Koppeltragegestell sollte man auch auf eventuelles Klappern und sonstige Geräusche achten (sonst natürlich auch, aber hier ganz besonders). Durch die vielen Befestigungsmöglichkeiten an einem Koppeltragegestell lässt sich auch Tarnmaterial leichter anbringen.

Tarnung des Klappspatens
Klappspaten sind vielfach einfarbig schwarz oder oliv, so dass ich zumindest den Griff mit Tarnklebeband umwickeln würde.
Geräusche, die beim Graben selbst entstehen, können teilweise vermieden werden, indem man einen Sandsack über das Spatenblatt stülpt. Beim Graben darf man dann auch mal auf einen Stein stoßen.

Ghillie Suit
Geschichte und Allgemeines

Die Ghillie Suits haben ihren Ursprung nicht im militärischen Bereich. Solche Anzüge wurden zuerst in Schottland getragen. In den dortigen baum- und bewuchslosen Highlands suchte man nach Möglichkeiten der unerkannten Annäherung. Auf die Idee kamen Wildhüter, die die Anzüge auf der Jagd nutzten. Es wird sogar behauptet, dass sie mit den Anzügen Jagd auf Wilderer gemacht haben.
Ghillie (auch Gillie) kommt aus dem Gälischen und heißt übersetzt ungefähr "Bursche" ein Ghillie Suit wäre folglicherweise ein Burschenanzug. Als Ghillies bezeichnete man damals Diener von schottischen Clanführern, später nannte man Jagdführer so.
Die Anzüge fanden durch eine spezielle Beobachter- und Scharfschützentruppe (Lovat-Scouts, die nach dem englischen Lord, der die Mitglieder rekrutierte, benannt wurde) ihren ersten militärischen Einsatz. Schon 1916 führte das britische Militär die Suits offiziell als Ausrüstungsteil ein.
Die britischen Scharfschützen übergaben zwei Anzüge der USMC Scharfschützenschule in Quantico bei deren Gründung. Die Amerikaner modifizierten die Anzüge für ihre klimatischen Bedingungen. Die Verbreitung der Ghillie Suits bei Scharfschützen rund um die Welt wurde so eingeleitet.
Schon im zweiten Weltkrieg setzten Scharfschützen diese Zottelanzüge ein bzw. benutzten sie ähnliche Tarnanzüge. Nach dem Krieg wurden, wie so oft nach Konflikten, viele Scharfschützen in den Armeen nicht mehr verwendet. (siehe auch unter Geschichte) Einzig die sowjetische Armeeführung machte sich Gedanken um die Zukunft ihrer Sniper. In der UDSSR und auch in der DDR griff man aber nicht auf künstliche Tarnanzüge, wie die Ghillie Suits, zurück, sondern benutzte vorzugsweise natürliche Tarnmittel.
In der Bundeswehr wurden Ghillie Suits eigentlich erst richtig eingesetzt, seit dem auch der Aufbau etc. der Scharfschützen (Zielfernrohrgewehrschützen) geändert wurde. Ghillie Suits sind auch bei der BW Spezialeinheit, dem Kommando Spezialkräfte (kurz: KSK), in Gebrauch.
Ghillie Suits gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, die je nach Einsatz, Einsatzgebiet und persönlicher Vorliebe variieren können. Manchmal kommt es auch auf den Geldbeutel an.
Es gibt fabrikgefertigte Ghillies zu kaufen, die sich in Preis, Farbe und Form sehr unterschiedlich sind. Ghillies aus militärischer Fertigung in der ursprünglichen Form (3 Teile, Sackleinen direkt auf Stoff oder auf einem Netz), sehr gut verarbeitet usw. können schnell einen Preis von über 1000DM erreichen.
Es gibt andere Suits, die aus einer Art Tarnnetz auf Kleidung basieren, die schon (ebenfalls 3-teilig) für um die 200DM zu erhalten sind.
Um eine eigenständige Farbveränderung gekaufter Anzüge wird man meist nicht umherkommen.
Wo wir schon bei der Eigenständigkeit sind, soll hier auch die Selbstfertigung erwähnt werden, die besonders günstiges Herstellen erlaubt. Außerdem kommt es so auch zu einer den Gegebenheiten (Einsatzraum, eigene Größe, Bewegungsart, etc.) und den eigenen Vorlieben (Sackleinen, Tarnnetz usw.) angepassten Anfertigung.
Als Ghillie Suit werde ich hier nur Hauptbestandteile ansprechen (Jacke, Hose, Kopfbedeckung, Stiefelüberzüge, Handschuhe), nicht aber Extrateile (Gewehrbezug, Fernglastarnung etc.), die an gesonderter Stelle noch angesprochen werden sollen.
Es folgen einige Fertigungsanleitungen zum eigenständigen herstellen eines Ghillie Suits.

Eine Ghillie Suit Fertigungsanleitung des Modells "Moos- bzw. Pelzghillies"

Die benötigten Materialien
Es fängt mit einer alten Armeehose und dem Innenfutter eines BW Parkas an, dann braucht man noch die Reste eines alten Tarnnetzes und Farbe.

Arbeitsschritte
Zuerst die Hose. Ich habe die Hose zu Beinlinge geschnitten, damit man sich ihrer schneller entledigen kann und sie nicht über die Schuhe ziehen muss. Trotzdem sollte man eine möglichst große Hose nehmen. Dann näht man Stofffetzen munter an die Hose und fertigt sich primitive Gamaschen, damit die Schuhe nicht schwarz hervorglänzen.
Man kann sich auch Knieschoner einarbeiten, so dass die Knie beim Annähern in Feindgebiet (in tiefster Gangart) geschont werden.
Ähnlich verfährt man mit dem Innenfutter des Parkas, das Innenfutter hat den Vorteil, dass es pelzig ist und so wie Moos aussieht. In die Kapuze schneidet man sich Sehschlitze, damit man auch im Liegen nach Vorne sehen kann. Auch der Parka sollte nicht zu klein sein. Etwas Farbe mit Pinsel und Sprühdose aufgetragen verwischt das Einheitsoliv. Jetzt näht man das Tarnnetz an den Parka, das ist ziemlich nervig, aber es soll ja halten und man sollte ja noch natürliche Tarnmittel anbringen können. Das ist der größte Vorteil meines Anzugs gegenüber den übliche Ghillie Suits. Dann ergänzt man die Tarnnetzgirlanden mit denen vom Rest des Netzes.
Auch an die Hose kommt der "Bewuchs". Wichtig bei der Anprobe ist, dass keine "nackten Stellen" zu sehen sind, was besonders bei der Kapuze und den Armen schnell passieren kann. Wichtig ist, das die Konturen verwischt werden. Das grünliche Tarnnetz und den Rest des Anzuges kann man mit Farbe gestalten. Hanfseil kann man als Grasbüschel addieren.
Wichtig ist immer zwischendurch eine Anprobe zu machen, um die Bewegungsfreiheit zu testen.

FazitDer Anzug ist nun fertig, der Nachteil ist, dass er durch den Parka ziemlich warm ist, selbst wenn man diesen schlitzt, um etwas Lüftung zu erhalten. Auch ist er relativ schwer, dafür aber nicht so brandgefährlich, wie die leichten Ghillies.

Der Pelzghillie zum Betrachten: nur das Oberteil, die Hose ist lediglich in Ansätzen erkennbar.

Bau des "Einfachst Ghillie Suit"

Wir benötigen zur Herstellung des "Einfachst Ghillie Suit" nur folgende Kleinigkeiten:
Ein Dschungelhut mit Klemmlaschen, wie der US GI Dschungelhut Bonnie Hat (siehe BDU Bericht unter Zubehör)
Eine Tarnjacke oder -hemd mit Schulterklappen (siehe M-65 Feldjacke oder BW Feldbluse usw.)
Hanfseil (ca. 40-50 cm Schnur oder wenige einzelne Stücken)
2 Tarnnetzstücke
(-1 Netz von einem Helmbezug mit ungefähr diesen Maßen: 80 x 30 cm / bevorzugt eins von den Netzen, dass verschiedene Farben aufweist
- 1 Stück eines normalen Tarnnetzes mit den Maßen 100 x 80 cm / abhängig von der
Körpergröße)


Hier der Einfachst-Ghillie auf Basis der holländischen Feldjacke (Rückenansicht)

Arbeitsschritte
Fangen wir mit dem Hut an: Wir legen das kleinere Netz auf den Hut und nehmen das Hanfseil/schnur, um das Netz am Hut zu befestigen (Vorsicht, denn das Gesichtsfeld sollte nicht beeinträchtigt werden)
So und nun schon weiter mit der Jacke: einfach Schulterklappen öffnen, die Schulterklappen durch das Tarnnetz ziehen und danach wieder an der Schulter befestigen, schon sind wir fertig.
Das Anlegen des Anzuges überlasse ich euch selbst Ihr könnt, wenn ihr wollt das Körpernetz noch fixieren, indem ihr einen Gürtel darüber tragt oder .... dem Ausbau sind
keine Grenzen gesetzt.

FazitDieser Anzug ist das Minimum an Tarnung, ist leicht, kann mit natürlichen Hilfsmitteln erweitert werden, kann ergänzt werden (durch ein Tarnnetz an den Gürtelschlaufen beispielsweise), ist ein absoluter Allrounder. Der "einfachst Ghillie Suit" ist besonders für Präzisionsschützen der Polizei geeignet, wenn es der Einsatz erfordert, da er leicht die "normale" Einsatzkleidung ergänzen kann. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt (bei den anderen Vorschlägen ebenfalls nicht)


Standart Ghillie Suit


Nachdem wir die Geschichte des Ghillie Suit Anzüge kennengelernt haben und auch schon zwei verschiedene Bauanleitungen obenstehend angeführt haben, will ich nun eine Anleitung zu einem "Standart Ghillie Suit" geben. Damit ist ein "normaler" Ghillie Suit gemeint, wie wir ihn von vielen Bildern kennen und der typisch für einen Scharfschützen ist. Der Scharfschütze ist mit dem Ghillie unzertrennlich verbunden, die Beiden gehören zusammen wie der Forstarbeiter und seine Kettensäge.
Der Ghillie Suit hat verschiedene Aufgaben, so soll er die menschliche Silhouette verbergen bzw. vor einem Hintergrund auflösen, er täuscht künstlich Buschwerk oder Laub vor und es handelt sich bei ihm um eine 3-D Tarnung, nicht etwa um ein aufgedrucktes Tarnmuster. Ein Ghillie Suit ist für den Scharfschützen etwas ganz persönliches, denn wenn er Stunden mit dem Bau beschäftigt war, dann wächst er mit dem Ghillie zusammen. Er sollte den Ghillie möglichst selber bauen, denn nur so kann er ihn optimal an sein Einsatzgebiet anpassen. Beachtet aber auch, dass der Ghillie ein sehr praktische Ausrüstungsteil ist, wenn es darum geht sich über eine freie Fläche zu bewegen oder wenn man in der Stellung liegt. Allerdings ist der Ghillie sehr hinderlich, wenn man in einen konventionellen Kampf verwickelt ist. Überall dort wo Schnelligkeit verlangt wird, da ist der Ghillie eher hinderlich. Ein Ghillie vermag unglaubliche Tarneffekte hervorzurufen, mit ihm in der Stellung und komplett getarnt ist es möglich ab 2 m nicht mehr gesehen zu werden. Er hat aber auch Nachteile, so fängt er z.B. recht schnell Feuer und wird verdammt schwer, wenn er nass ist. Zum Einen ist es sehr unangenehm mit nassem Anzug stundenlang bewegungslos zu liegen und zum Anderen ist es auch nicht schön Feuer zu fangen. Ein wenig Abhilfe kann man sich verschaffe indem man den Ghillie mit Imprägnierspray besprüht, dazu muss aber gleich gesagt werden, dass es nicht wirklich viel bringt. (Es handelt sich dabei fast um rausgeschmissenes Geld) Im Handel gibt es flammenhemmende Sprays, die man aufsprühen sollte wenn ein Kontakt mit Flammen und Funken denkbar wäre.
Bevor ich beginne die Anleitung mit weiteren Tipps Schritt für Schritt abzuhandeln möchte ich noch kurz einige andere Dinge ansprechen:
Unterlasst nie die komplette Körpertarnung, das bedeutet, dass Hände und Gesicht ebenfalls getarnt werden müssen. Gebrauchte Ausrüstungsstände, wie etwa Fernglas, Spektiv usw., sollten ebenfalls getarnt werden. Insgesamt sollte der Anzug in einem gewissen Rahmen bleiben, er sollte transportabel sein! Ein Richtwert wäre es zu sagen, dass der fertige Ghillie nicht größer im Packmaß sein sollte, wie ein Schlafsack (max. ca. 15l). Ein Gewicht von unter 6,9 kg ist anzustreben.
Materialien
Diese Materialien sollten bereitgehalten werden (eine mögliche Auflistung, muss nicht alles verwendet werden, kann aber auch ergänzt werden):

- Grundanzug (verschiede ne Möglichkeiten)
- Jutestoff und Jutegarn, möglichst vorgefärbt, kein schwarz
- Netzmaterial, grob
- Künstliches Laub
- Gebrauchte Tarnstoffe (z.B. ausgemusterte BW Feldbluse)
- Schaumstoff von einer Isomatte
- Zeltplanenstoff oder ein anderer festerer Stoff
- Imprägnierspray
- Flammenhemmendes Spray
- Farbspraydosen oder Naturfarben aus der Drogerie
- Bürste (z.B. eine Drahtbürste)
- PKW Sicherheitsgurte, schwarz
- Schwarze Kabelbinder
- Naturseil, naturfarben
- Klebstoff, Textilkleber oder Kontaktkleber (z.B. Patex)
- Schwarze Gummibänder oder Hosengummis etc.
- Starken Faden und eine starke Nadel
- Heißklebepistole
- Gewebetape (sog. BW Panzerband etc.)

Wie baue ich den Suit? - Anleitung-
1.
Wir müssen uns zuallererst entscheiden, wie unsere späterer Anzug aussehen soll. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten den Wunsch nach einem Ghillie zu verwirklichen, so kann man sich z.B. nur für einen Überhang entscheiden, der in den meisten taktischen Lagen ausreichend ist. Anderer wiederum ziehen einen Overall vor, der nützlich ist bei einer Bodenannäherung. Mit einem Zweiteiler kann es vorkommen, dass man beim Robben wie ein Bagger arbeitet und sich Erde im Innern der Hose ansammelt. Dies ist sehr unangenehm. Einen Einteiler kann man aber nicht separat verpacken wie einen Zweiteiler (Hose ins Bodenfach, Jacke in die Seitentasche), auch kann man den Einteiler nicht getrennt einsetzen (Hose verpackt, Jacke wird getragen). Neben den Ein- und Zweiteilern kann man sich mit einem Umhang ausstatten. Bei Zweiteiler und Umhang kann man als Basis auch Netzgewebe nehmen, anstatt mit Stoff zu arbeiten (Feldanzug beim Zweiteiler, Zeltbahn etc. beim Umhang). Oben finden wir ja schon zwei verschiedene Anleitungen, die auch zur Auswahl stehen, allerdings ist deren Einsatz beschränkter, als beim "Standart Ghillie Suit". Bei den Overalls stehen meistens nur einfarbige Stoffe zur Verfügung, während die Auswahl bei den Feldanzügen enorm ist. Die Vorlieben und natürlich der Einsatzraum entscheiden über die Wahl.
Beim Overall-Modell wird man wahrscheinlich wegen der Tarnwirkung ein Flecktarn-Modell wählen. Beim Feldanzug stehen verschiedenste Modelle zur Wahl und daneben noch in den verschiedensten Farben. Die Einen werden einen "normalen" BDU Anzug in Woodland nehmen, während die anderen auf außergewöhnliche Muster wie Tigerstripe oder Realtree zurückgreifen. Entscheiden sollte hier die Tarnwirkung im Einsatzraum.
Es ist zu entscheiden, ob man den Kopf mit einem Hut, einer Mütze oder einer Kapuze tarnen will. Der Vorteil einer Kapuze ist, dass sie ein wenig besser die menschlichen Konturen verbirgt. Auf der anderen Seite muss man auch sagen, dass eine Kapuze das Sehen zur Seite und das Hören beeinträchtigt! Ganz schlecht ist es wenn sich die Kapuze bei Kopfbewegungen nicht mitdreht.
Ausführliche Tests im Vorfeld verraten die persönlichen Vorzüge.

2.
Folgend werde ich die Tipps in Bezug auf einen zweiteiligen Ghillie geben, allerdings können sie auch für die anderen Bauarten verwendet werden.
Bei der Entscheidung für einen Umhang empfiehlt sich die Verwendung einer Art Schürze zum Robben usw.
Jetzt aber zu unserem Zweiteiler, den wir vor uns ausbreiten. Zum besseren Komfort und für die Stabilität bietet es sich an die beanspruchten Stoffflächen zu verstärken. Beim US BDU Anzug sind an der Hose z.B. die Knie von Fabrik her gedoppelt, allerdings reichen die Knieflächen manchmal nicht aus (beim Robben werden teils die gesamten Oberschenkel beansprucht). Auf der anderen Seite ist es praktisch ein passendes ca. 1 cm hohes Isomattenstück zwischen die Kniedopplung zu nähen. Dazu trennt die zweite Stoffschicht entweder komplett ab oder auf einer Seite auf, schneidet das Isomattenstück passend und näht die zweite Stoffschicht wieder an, nachdem ihr das Stück Matte untergebracht habt. Manche bevorzugen anstatt der Mattenstücke allerdings Knieschoner, wie sie vom Inline-Skaten etc. bekannt sind. Andere verzichten gar ganz auf Polsterung, was ich nicht raten kann!
An den Ellbogen verhält es sich ähnlich, aber hier sei darauf hingewiesen, dass ein Isomattenstück unter den Ellbogen den Anschlag beim Schießen instabil machen kann. Ein fest integriertes Polster lässt sich nicht entfernen, ein Ellenbogenschoner umso leichter. Eine Dopplung des Stoffes ist aus Stabilitätsgründen in jedem Fall vorzunehmen. Beim Kriechen wird die gesamt Vorderseite beansprucht. Eine zweite Stoffschicht (Zeltbahnstoff z.B. ist robust genug) von Hüfte bis etwa Brustwarzen verlängert nicht nur die Lebensdauer der Jacke, sondern verbessert auch die Wasserabwehr.
Störend können die Fronttaschen sein, so dass man für sich selbst probieren sollte, wie man damit klar kommt. Die Brusttaschen sind im Regelfall zu ertragen, aber die Taschen auf Bauchhöhe werden besser versetzt. Einen passenden Platz finden sie auf der Seite oder aber auf dem Rücken in Nierenhöhe. Vollgepackte Taschen erhöhen nicht gerade den Tragekomfort, wenn man auf ihnen liegt, da ist es egal, ob sie auf der Front- oder Seitenseite angebracht sind! Teilweise lässt es sich nicht vermeiden die Taschen zu bepacken, da man im Einsatz einige Utensilien benötigt.
Die doppelten Stoffschichten kann man mit Textilkleber oder Kontaktkleber ankleben, wobei eine zusätzliche Vernähung nicht schaden kann (ansonsten Ablösung bei tiefster Gangart). Vernähen würde ich an den Rändern und ca. zweimal diagonal.

3.
An dieser Stelle muss man sich für seine Arbeitsweise entscheiden, denn entweder näht man die Jute/Stoffstreifen direkt an den Anzug oder aber man benutzt ein Netz als Zwischenschicht, in die man die Streifen und Zotteln einknotet.
Bei der Direktannähung kann man die Stoffstreifen total unregelmäßig anbringen, allerdings ist die Anbringung von natürlichem Tarnmaterial schwerer zu lösen und manche Ghillie-Benutzer können die vielen Nähte im Innern des Anzugs nicht leiden (verringern sich beim Netzgebrauch). Unterlässt man weitere Tricks so ist eine Anbringung von natürlichem Tarnmittel fast unmöglich. Man kann quer verlaufende Fallschirmleinen anbringen (annähen und mit Heißpistole kleben), aber von dieser Lösung bin ich noch nicht überzeugt. Unter die Leine kann man dann Grasbüschel usw. einflechten.
Ist die Entscheidung für die Direktannähung gefallen, dann sollte man die Streifen dort annähen, wo die Netzanbringung beschrieben wird.

4.
Bei der Netzanbringung sollte man es unterlassen Netz auf den Gleitflächen anzubringen. Ich besitze einen Ghillie Suit bei dem auch auf der Frontseite (Oberkörper und Frontseite der Beine) Streifen angebracht sind. Die Tarnwirkung ist wirklich nicht zu verachten, aber beim Gleiten stören die Streifen extrem. Es kann einem auch passieren, dass man einzelne Stofffetzen abreißt und die würden einen dann verraten.
Die Anbringung sollte bei der Jacke auf dem Rücken in T - Form stattfinden. Damit meine ich, dass die gesamte Rückenpartie bedeckt wird und die Schultern und Arme mit Netzausläufern bedeckt werden. Die Arme bis etwa Ellbogen bedecken, aber darauf achten, dass das Robben ohne Behinderung stattfinden kann. Manche lassen das Netz am oberen Rücken länger und herunterhängen, damit sie im Liegen etwas über ihren Kopf und Waffe ziehen können (wie eine Art Kapuze). Andere wiederum lassen lieber am Hut einen langen Schweif oder aber benutzen einen Ghillie mit Kapuze (s.o.). Unten sollte das Netz noch über den Jackenrand hinausgehen (bis Oberschenkelmitte).
Vorne minimal benähen, womit die Schulterpartie gemeint ist, alles Weitere würde, wie oben gesagt, beim Kriechen stören.
An den Hosenbeinen wird das Netz bis in die Kniekehlen angebracht. Hat man die Jacke etwas länger gewählt, dann hat man bei der Hose etwas weniger Arbeit. An den Seiten der Hose kann man das Netz weglassen und die Streifen direkt anbringen. Sieht dann aus wie die Franzen einer Indianerhose.
Bei der gewählten Jackenlänge wird man beachten müssen, dass z.B. der Kniendanschlag problemlos auszuführen ist. Bei Mantellänge ist dies ein größeres Problem (zumindest bei zugeknöpftem Mantel).
Die Anbringung des Netzes ist nicht einfach! Es ist mit starkem Zwirn und einer stabilen Nadel zu nähen. Zusätzlich kann man das Netz an einigen Stellen mit der Heißklebepistole festkleben. Behaltet immer die Ruhe und fangt rechtzeitig mit dem Bau des Ghillies an. Während dem Annähen ab und zu den Anzug anprobieren, damit die Bewegungsfreiheit garantiert ist.

5.
Jetzt gelangen wir zu dem Punkt, an dem wir uns mit den Streifen beschäftigen müssen. An Stoffstreifen und -fetzen können wir ein breites Angebot nutzen: Jute, Stoffreste (Tarnstoff, Netzstoff, künstliches Laub etc.), Naturseil usw.
Bei Benutzung von Tarnstoffen (ob nun neues oder gebrauchtes Material genutzt wird) sollte man darauf achten, dass beide Seiten bedruckt sind und nicht eine weiß leuchtet. Über die Farbe der Streifen wird man je nach Einsatzlage entscheiden müssen. Schwarz muss vermieden werden, da es in der Natur nicht vorkommt. Möglich sind unter anderem grün, hell-grün, naturfarben, braun, aber auch jede andere natürliche Farbe. Passt euren Anzug an die Umgebung an!
Die Jute könnt ihr entweder selbst färben (mit Färbemitteln aus der Drogerie) oder ihr kauft vorgefärbte Jute. An Jute kommt man günstig bei landwirtschaftlichen Betrieben oder in bestimmten Textilfabriken (naturfarben). Besonders bieten sich Sandsäcke (von BW, US Army etc.) an, die meist schon vorgefärbt sind.
Im Handel sind gefärbte Jutesäcke z.B. bei www.survivalequipment.de und www.ranger-online.com www.raeer.com erhältlich.
Besonders vereinfacht wird Anfertigung des Ghillies, wenn man etwa 5 cm breite Streifen schneidet, die um die 80cm lang sind, und diese in der Mitte anknotet. Auf beiden Seiten hängt dann der Streifen etwa 40 cm weit herunter. Diese Methode geht relativ schnell (dieses relativ ist wirklich relativ zu sehen *g). Andererseits ist der Anzug so einer gewissen Regelmäßigkeit unterworfen, die man vermeiden sollte. Mein Tipp soll also in die Richtung gehen, dass man die Streifen auf jeder Seite 15 - 45 cm herunterhängen lässt. Mit der Verwendung unterschiedlicher Streifen wird ein völlig unordentliches Bild erzeugt und dies ist Ziel der Sache. Künstliches Laub sollte nur geringfügig Verwendung finden, da es glänzt wenn es nass wird und zudem recht lautstark ist (aufgeschrecktes Wild könnte den Scharfschützen auch verraten). Der Vorteil von solch künstlichem Tarnmaterial liegt in der Leichtigkeit und in der Fähigkeit Wasser nicht in rauen Mengen aufzusaugen. In nassen Klamotten stundenlang auszuharren ist keine Freude!
Sollen die Streifen direkt angebracht werden, so ist eine Kombination aus nähen und kleben zu empfehlen, ansonsten dauert der Herstellungsprozess zu lange und wird zu aufwendig.

6.
Irgendwann nach etlichen Streifen (können bis zu 1000 Stück sein) wird man meinen einen fertigen Ghillie zu haben. Das ist falsch!! Ein Ghillie Suit ist nie fertig, er sollte jedoch immer kurz davor sein. Er muss vor Ort im Einsatz verbessert werden und der Umgebung wird er angepasst. Unzufriedenheiten müssen genauso beseitigt werden, wie defekte Stellen. Eine farbliche Anpassung ist, wenn nötig, durchzuführen.
Besonders wegen dem letzten Aspekt gilt:
Lieber einen Ghillie zu hell anfertigen, als zu dunkel! Nachdunkeln ist deutlich einfacher, als ein nachträgliches aufhellen.
Um eine noch bessere Tarnwirkung zu erreichen sind die Jutestreifen mit einer Bürste (z.B. Drahtbürste) auszufransen. Die Ausfransung ist zu fördern und in keinem Fall zu verhindern.

Weitere Einfälle, Tricks und Tipps:

- Auf einer Internetseite habe ich mal gelesen, dass man es unterlassen sollte den Ghillie in der Waschmaschine zu reinigen. Den Gedanken fand ich erst recht lustig, wenn man es erst gemacht hat, dann ist es zu spät und deshalb auch von mir der Hinweis: Den fertigen Suit nie in die Waschmaschine geben!

- Beim zweiteiligen Anzug bleibt die Frage nach der Hosenbefestigung. Gürtel oder Hosenträger, das ist hier die Frage! Man gestaltet den Ghillie ja so groß, dass er über normale Kleidung getragen werden kann, allerdings hält dann die Hose nicht mehr da wo sie hingehört. Um eine Befestigung kommt man nicht herum. Ein Gürtel ist aber bei den tiefen Gangarten eher hinderlich (Gürtelschnalle stört sehr), die einzige Möglichkeit beim Gürtel bieten wohl die neueren Klettverschlussgürtel. Diese können zum Teil mit dem Hosengewicht überfordert sein, also probiert es aus, wenn ihr zu einem Gürtel tendiert. Der Gürtel bietet zudem die Möglichkeit weitere Taschen usw. mitzuführen. Manche bevorzugen z.B. einen Oberschenkelholster. Denkt aber auch immer daran, dass ihr bequem robben könnt.
Hosenträger sind oft überlastet mit dem Gewicht, welches sie halten sollen. Es bietet sich an PKW Sicherheitsgurte als Hosenträger zu verwenden. Vorne annähen, dann überkreuzen und hinten annähen. Hier ist wiederum eine starke Nadel und fester Zwirn nötig. (PKW Sicherheitsgurte bekommt ihr auf einem Schrottplatz und das meist völlig kostenlos).

- Nützlich kann auch das Mitführen eines weiteren Netzes sein, welches Verwendung findet, wenn man in der Stellung liegt. In das Netz kann man nach Bedarf natürliches Tarnmaterial, aber auch Stofffetzen, einflechten. Dieses Netz ist nützlich, um Bewegungen in der Stellung zu tarnen (repetieren, Wechsel der Ausrüstung von Sniper und Spotter)

- Praktisch ist das Mitführen eines Rucksackes. Ein Exemplar für das Team sollte dennoch reichen. Tarnen kann man den Rucksack indem man einen Rucksackbezug mit Jutestreifen benährt oder man fertigt sich ein passendes Tarnnetz an, in welches man weiteres Tarnmaterial einbringen kann. In den Rucksack kommen einige nützliche Ausrüstungsteile. Beim Annähern an die Stellung oder beim Pirschen trägt man den Rucksack entweder auf dem Rücken oder man zieht ihn hinter sich her (Vorsicht, teils hinterlässt man Schleifspuren). Für das Team ist die Wasserversorgung wichtig. Wasser kann im Rucksack mitgeführt werden, wozu ein Camel back sehr nützlich sein kann. Wenn es machbar ist, dann lässt man den Rucksack im Basislager zurück, um beweglicher zu sein. Den Camel Back kann man dann unter dem Ghillie tragen (Komfort beachten).

- Unter Mithilfe von schwarzen Kabelbindern kann man natürliches Tarnmaterial leichter am Anzug befestigen.

- Ihr kennt bestimmt diese praktischen Daumenöffnungen an manchen Fleecepullovern, die ein Hochrutschen der Ärmel verhindern. Solche Daumenöffnungen sind auch beim Ghillie äußerst praktisch, aber man sollte dafür nicht die Ärmel kaputtschneiden, es sei denn man kann die Öffnungen ordentlich vernähen. Eher bietet es sich an zwei Hosengummis oder anderes elastisches Band in oliv oder schwarz an die Ärmelöffnungen zu nähen.

- In dichtem Gebüsch und dort besonders an dornenbestückten Pflanzen bleibt man oft hängen, um dies ein wenig zu verhindern sollte man eine Rosenschere mitführen. Das Kriechen in solchem Gelände ist keine Freude für Ghillie und Besitzer.

- Natürliche Tarnmittel: Stroh, Heu, Gräser, Laub, Zweige etc. beachtet das Austrocknen! Holunder verwelkt sehr schnell, deshalb sollte eine Verwendung vermieden werden. Die Tarnwirkung ist mit solchen natürlichen Mitteln um vieles besser. Kleines Beispiel: Ich versteckte mich in einer Heuschwade (das sind die langgezogenen Heuhafen auf Wiesen in der Erntezeit) und zwei Freunde suchten mich. Die Suchfläche war nicht sehr groß und auf 30m konnte mich der eine nicht orten, als ich ihn "eliminierte". Der Zweite sah mich noch nicht auf 15m und das obwohl er die Richtung nach Zuruf genau orten konnte.
Die natürlichen Tarnmittel sind auch ein zusätzlicher Schutz vor Infraroterkennung.

- An manchen Orten braucht man keinen aufwendigen Ghillie, so z.B. in Schnee- oder Wüstengebieten, dort reicht oft ein farblich angepasstes Tarnnetz oder Umhang. Ebenso kann man auf den Ghillie verzichten, wenn man im Hochgebirge, also auf Fels, oder im Häuserkampf eingesetzt wird. In beiden Gebieten reicht ebenfalls ein Umhang (in gräulicher Farbe). Eine BW Wolldecke z.B. kann hier gut zur idealen Tarnung umfunktioniert werden

Tarnung im Frühjahr, Sommer und Herbst
Da sich diese vier Jahreszeiten nur leicht voneinander unterscheiden werden sie in einem einzigen Kapitel abgehandelt. Dem Winter habe ich einen Extrabericht gegönnt, weil sich dieser doch ein wenig abhebt.

Frühjahr
Zu Beginn des Frühlings wandelt sich das Bild der Natur, da der Schnee verschwindet. Mit dem Schnee kann auch die Schneetarnkleidung vorerst verschwinden, sollte aber dennoch mitgeführt werden, da mit plötzlichem Schneefall zu rechnen ist. Nicht nur die Körpertarnung, sondern auch die schon mehrfach angesprochene Tarnung der Ausrüstung , muss sich nun den neuen Umgebungsfarben und -formen anpassen.
Um verräterische Spuren muss sich der Scharfschütze - im Gegensatz zu den Wintermonaten - kaum Gedanken machen. Natürlich hinterlässt man auch nun Spuren, aber diese sind nur schwer zu erkennen und zu deuten. Aufpassen sollte man aber auf schlammigen Wegen und vor Spürhunden, die einem das Leben schwer machen können. Mit der Kälteschutzkleidung sollte man so umgehen, wie mit der Schneetarnkleidung, da man mit Nachtfrost rechnen muss.
Allgemein wird es aber wärmer und mehr und mehr Pflanzen prägen das Naturbild. Mit der Zeit findet man immer häufiger natürliches Material, welches die künstliche Tarnung ergänzt. Äste bieten vorerst keinen Sichtschutz und empfehlen sich nicht, was natürlich nicht für immergrüne Nadelhölzer gilt. Abgestorbenes Gras finden wir im freien Feld an Wegrändern und an manchen Wiesen. Bei Verwendung natürlicher Tarnmittel sollte man bei Fortbewegung die Umgebung beobachten. Die Tarnmittel müssen sich in die Landschaft einfügen und dürfen keinesfalls in ihr auffallen. Eine Mischform aus natürlicher und künstlicher Tarnung ist anzuraten.
Mit dem Frühjahr setzt auch die Zeit für den Ghillie Suit ein, der besonders in Gebieten mit Bodenbewuchs seine Vorteile ausspielen kann. Anfänglich finden wir eine Vielzahl von Brauntönen in der Landschaft, die sich nach und nach mit Grüntönen vermischen. Eine Veränderung des Landschaftsbildes kann sehr schnell geschehen, u.a. wegen häufiger Regenfälle. Einen einzigen perfekten Tarnanzug kann es für diese Jahreszeit also nicht geben, da man sich der Umgebung anpassen muss. Als Grundstock kann ein Ghillie mit Dunkelbrauntönen und -grüntönen herhalten, der mit einigen hellbraunen Streifen besetzt ist. Wie bisher vielleicht schon aufgefallen ist, besteht zwischen Wald- und Feldgebiet ein Unterschied. Noch anders verhält es sich mit bebautem Gelände, hierauf einzugehen würde aber den Rahmen sprengen. Kommen wir also zurück zu den unterschiedlichsten Vorrausetzungen, die uns Feld und Wald bieten. Für die Einsatzplanung und für die Wahl der Tarnmittel kann das Wissen um vorzufindende Landschaftsformen entscheidend sein. Aus diesem Grund möchte ich kurz auf die Struktur in Mitteleuropa eingehen, wobei Deutschland etwas ausführlicher behandelt wird.

Gesamtdeutschland:
55 % landwirtschaftlich genutzte Flächen
30 % Wald, wobei ein Drittel Laubwald ist
15 % sonstige Flächen (bebautes Gelände, Seen, Flüsse, usw.)

Der Waldanteil in den einzelnen Bundesländern (an der Gesamtfläche): Baden Württemberg 38 %
Bayern 36 %
Berlin 18 %
Brandenburg 34 %
Bremen 0 %
Hamburg 5 %
Hessen 42 %
Mecklenburg - Vorpommern 23 %
Niedersachsen 23 %
NRW 26 %
Rheinland Pfalz 41 %
Saarland 35 %
Sachsen 28 %
Sachsen - Anhalt 21 %
Schleswig - Holstein 10 %
Thüringen 32 %



Gesamtschweiz:
38 % landwirtschaftliche Nutzflächen
29 % Wald
22 % Hochgebirge, Fels, Gletscher, usw.
6 % Siedlungen
4 % Seen und Flüsse

Gesamtösterreich:
46,8 % Wald (und damit am waldreichsten)

In offenem Gelände bietet Eingraben oft die einzige Möglichkeit, um Schutz vor Sicht und Waffenwirkung zu erlangen. Im Gegensatz zum Winter ist dies auch wieder häufiger möglich, da der Boden nur selten gefroren ist. Das Schanzen will gelernt und geübt sein, denn gerade unter möglicher Beobachtung ist es keine Freude. Erdaushub sollte z.B. in einer Zeltplane weggeschafft werden. Die Silhouette wird durch Eingraben noch kleiner, als sie schon in der liegenden Stellung wäre. Je tiefer eine Stellung liegt, desto eingeschränkter aber die Sicht und der Wirkungsbereich, so dass es erforderlich sein kann Schusstunnel anzulegen. Im Verteidigungsfall können solche Stellungen leichter angelegt werden, da eigene Kräfte unterstützend wirken können. Erdlöcher bzw. -stellungen bieten zusätzlich Schutz vor Wärmebildkameras.
Bei der Stellungssuche in offenem Gelände kann auf Baum- oder Buschgruppen zurückgegriffen werden. Meiden sollte man hingegen einzelne Bäume oder sonstige markante Geländepunkte. Unebene Bodenreliefs lassen den Schützen besser mit der Umgebung verschmelzen.
Im Wald sind viele Laubbäume noch unbelaubt, so dass auf Baumstellungen in der Tiefe des Waldes zurückgegriffen werden kann. Ist die Sicht durch Laub eingeschränkt bieten sich Positionen in der Nähe von Wegen, Schneisen, usw. an. Erhöhte Stellungen bedeuten auch eine gute Wirkungsmöglichkeit, wobei zu bedenken ist, dass nach einer Entdeckung das Ausweichen in andere Stellungen erschwert ist. Oftmals sucht man seinen Gegner aber auf dem Boden und nicht in "luftigen Höhen". In früheren Kriegen sind Baumgruppen aber auch vorsorglich mit dem MG bestrichen worden! Das Beziehen einer Plattform in einem Baum hat also sowohl Vor- als auch Nachteile. Sie bietet sich aber an, wenn der Scharfschütze Beobachtungsaufgaben wahrnimmt. Zusätzlich bieten sich solche Stellungen lediglich in der Verteidigung an, da ihr Ausbau kompliziert ist. Um die Möglichkeiten voll auszunutzen, sollten Scharfschützen Seil- und Klettertechniken beherrschen.
Auch auf dem Boden haben wir ebenfalls den ständigen Konflikt zwischen Deckung und Wirkungsmöglichkeit! Im Niederwald bietet der aufkommende Bodenbewuchs viel Deckung, macht aber das Anlegen von Schusstunneln oftmals erforderlich. Im Hochwald hingegen fehlt das Unterholz häufig, was höhere Einsatzentfernungen ermöglicht. Ist der Feind weiter entfernt kann man den Tarnaufwand etwas reduzieren, aber dennoch nie vernachlässigen. Im Hochwald bieten sich Stellungen hinter Bäumen, hinter toten Stämmen und Ästen ohne große Vorbereitung.
Bewegungen sind grundsätzlich langsam auszuführen, auch wenn man etwas Bedrohliches vernommen hat. Schnelligkeit zieht oftmals Unüberlegtheit mit sich und diese sollte den Scharfschützen niemals überkommen. Er muss ruhig und besonnen reagieren. Es kann ihm helfen auf Zeichen der Natur zu empfindlich zu sein. Plötzlich verstummende Vögel sind oftmals ein Zeichen für menschliche Anwesenheit. Der Scharfschütze selbst sollte es aber auch vermeiden unnötige Geräusche zu verursachen.
Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auf einen bekannten Ausbildungsspruch, der sich im Einsatz bewährt hat: 10x tarnen, um 1x zu schießen!

Sommer
Wurden die Tage im Frühling im Verhältnis immer länger, so beginnt mit der Sommersonnenwende am 21./22. Juni der kalendarische Sommer und die Tage werden allmählich wieder kürzer.
In der wärmsten Jahreszeit finden wir satte Grüntöne und viel Unterholz im Niederwald. Dieser starke Bodenbewuchs lässt die Schussentfernungen innerhalb bewaldeter Gebiete häufig unter 200m sinken, so dass hier auch normale Infanteriewaffen Treffer erlangen können und der Scharfschütze bedeutungsloser wird. Dafür besitzt er die Fähigkeit kleine oder schlecht sichtbare Ziele zu bekämpfen. Tarnen fällt in diesem Unterholz oft sehr leicht, wobei das Anlegen von Schusstunneln fast unausweichlich ist, wenn man wenigstens in eine Richtung wirken möchte. Im Hochwald hingegen sind die Schussentfernungen höher und ähnlich denen im Frühjahr. Überhaupt ändern sich die Bedingungen im Hochwald in den drei Jahreszeiten kaum, wobei allerdings eine unterschiedliche Helligkeit zu beachten ist. Im Sommer ist das Laubdach häufig so dicht, dass lichtstarke Optiken verwendet werden müssen. Bei Temperaturen um die 30°C ist der Schatten im Wald eine angenehme Sache und auch bei sommerlichen Regenfällen ist man relativ gut geschützt.
Wenden wir uns somit den landwirtschaftlichen Nutzflächen zu, die durch unterschiedlichsten Bewuchs gekennzeichnet sind. Weiterhin ist im freien Feld das Eingraben machbar, wobei Stellungen mit Grassoden abgedeckt werden können. Das Austrocknen der Tarnmaterialien sollte beobachtet werden. Einige Vorteile einer Erdstellung dürften nun als bekannt vorausgesetzt werden, allerdings kann zusätzlich noch die kühlende Wirkung der Erde aufgezählt werden. Dennoch sollte man in keinem der sommerlichen Einsätze die Wasserversorgung vergessen. Trinkwassersäcke erlauben die Wasserversorgung ohne große Bewegungen.
Kenntnisse über den Jahreszyklus verschiedener landwirtschaftlicher Nutzpflanzen können nützlich sein, weshalb hier ein grober Überblick eingefügt wird.

Wintergetreide:
Aussaat findet ca. Mitte September statt
Mitte April haben wir eine ungefähre Wuchshöhe von 25cm
Mitte Mai ist das Getreide kniehoch
Ab 20. Juni tritt die Gelbfärbung ein
Wintergerste wird Ende Juli geerntet

Bei Weizen tritt die Geldfärbung erst ca. 4 Wochen später ein und die Erntezeit liegt zwischen dem 10- und 25. August (das ist die Haupterntezeit)
Raps steht im Mai sehr hoch und blüht auffällig gelb!
Mais ist eine Getreidesorte, die erst aber Mitte September geerntet wird (Silomais).
Bei Körnermais kann die Ernte auch erst Mitte Oktober einsetzen.
Roggen ist ein sehr hohes Getreide und bietet somit hervorragende Deckung.

Anmerkung: Dies sind Mittelwerte, die regionalen und klimabedingten Schwankungen unterliegen.

Im freien Feld ist das Wirken aus Getreidefeldern oder mindestens kniehohen Wiesen anzusprechen, was allerdings ein Anlegen von Schusstunneln erfordert. Für die Bewegung über offene Flächen empfiehlt sich die Verwendung von einem Tarnfächer oder gar eines Tarnschlittens. Oftmals ist dies die einzige Möglichkeit unentdeckt freie Flächen zu überqueren. Wichtig ist hierbei eine gewissenhafte Tarnung, die das Austrocknen der Pflanzen, als auch die häufig wechselnde Umgebung, beachtet. Das Herstellen und Anwenden dieser Mittel ist zeitintensiv und setzt eine bestimmt handwerkliche Begabung voraus, wobei anzumerken ist, dass Übung vieles erleichtert! Vergesst nicht, dass diese Hilfsmittel Schutz vor Sicht, aber nicht vor Waffenwirkung geben.

Herbst
Allgemein lässt sich sagen, dass die Grüntöne mehr und mehr in Brauntöne umgewandelt werden bzw. sich mit solchen mischen. Im sprichwörtlich bunten Blätterwald können gar gelbe und rötliche Töne vorkommen. Im November herrschen dann die dunklen Farben vor, während man noch häufig vom goldenen Oktober spricht. Vorzugsweise wird also der Tarnanzug und das -netz mehrheitlich in Braun gehalten sein.

Sonnenstrahlen erreichen wieder den Waldboden, da die hemmenden Blätter fallen. Dieser Umstand wird dadurch kompensiert, dass häufig Wolken oder Nebel aufzieht. Diese beiden Faktoren verringern die Sichtweite sowohl für einen selbst, als auch für den Gegner. Schwierig ist auch ein Kompromiss zwischen Nässeschutz und Tarnung. Ein Gore-Tex-Anzug verwischt keine Konturen, raschelt, etc. Der Ghillie Suit hingegen bietet keinen Nässeschutz, auch mit Gore-Tex-Linern wird das Problem nicht optimal gelöst. In der Stellung selbst muss man erörtern, ob ein Abdecken mit Poncho oder Zeltbahn möglich ist. Diese können nämlich bei Sonneneinstrahlung glänzend wirken (siehe auch: nackter Stahlhelm). Hilfreich kann es also sein die Stellung mit den Augen des Feindes zu sehen.
Die taktischen Möglichkeiten, die wir im Sommer durch Bewuchs verloren haben, gewinnen wir im Herbst zurück. Stellungen im Wald kann man nun wieder in der Tiefe beziehen, bzw. muss dies sogar tun. Die Benutzung künstlicher Tarnmittel nimmt Überhand und verdrängt die natürliche Tarnung zunehmend. Innerhalb des Waldes kann man aber Laub in das Netz des Ghillie stopfen, auch wenn dies leicht wieder herausfällt.
Auf dem Feld ist der Tarnschlitten und -fächer leichter zu handhaben, da verwelktes Tarnmaterial nicht zwingend ersetzt werden muss.

Tarnung im Winter

Der Winter bietet einige Vorteile, aber auch einige Nachteile, bei der richtigen Tarnung. Vorab muss man wissen, dass es verschiedene Dinge gibt, die eine Tarnung auffliegen lassen. Da wären Geräusche, Bewegungen, unpassende Tarnung, aufgeschreckte Tiere und Gerüche als Hauptfaktoren, wobei im Winter auch in vermehrtem Maße Trittspuren hinzukommen, die nur schwer zu verhindern oder zu verwischen sind.
Viele Zugvögel sind in den Wintermonaten nicht anwesend, so dass diese durch plötzliches Verstummen nicht verräterisch wirken können oder einen selbst warnen. In Sicherheit darf man sich deshalb aber nicht wiegen, da auch andere Vögel (z.B. der Eichelhäher) als Verräter agieren können.
Sehr verräterisch sind oftmals Bewegungen, besonders die schnelleren. Im Winter lässt sich aber aufgrund der Kälte ein bewegungsloses Ausharren nur begrenzt durchführen und nur wenige Stellungen sind für einen Einsatz von Ansitzsack oder Schlafsack (liegende, relativ sichere Stellung) geeignet.

In der Anwendung der Tarnung ist der Scharfschütze fast ausschließlich auf künstliche Tarnmittel angewiesen, da keine belaubten Äste etc. vorhanden sind und die immergrünen Nadelbäume nur sehr begrenzt verwendet werden können. Niemals Äste von Nadelbäumen in reinen Laubwäldern verwenden, es könnte im Ernstfall tödlich ausgehen!
Kann man die eigene Silhouette ansonsten durch Eingraben verkleinern, gelingt dies im Winter aufgrund gefrorener Böden meist nicht.
Nun könnte man sagen: Im Winter liegt Schnee und der ist weiß, also muss der Scharfschütze auch weiß sein. Im Grundsatz ist dies keine schlechte Annahme, allerdings findet man in Deutschland kaum eine geschlossene Schneedecke vor. In der BRD nimmt Wald 30% der Gesamtfläche ein, wobei im Wald seltenst eine völlig geschlossene Schneedecke vorkommt. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Winter zunehmend geändert. Eine allgemeine Erwärmung und weniger Niederschlag (in Form von Schnee) sind ebenso dafür verantwortlich, dass es keinen "richtigen" Winter mehr gibt. Eine reinweiße Tarnung ist in arktischen Gebieten sicherlich sinnvoll. In Mitteleuropa allerdings, wo zusätzlich noch mit Bodenbewuchs, unterschiedlichem Bodenprofil etc. zu rechnen ist, dort empfiehlt sich eher ein Überzug in Form der BW-Schneetarnung.
Die BW Schneetarnung bietet Bündelungen von Kiefernnadeln auf einem weißen Hintergrund, kann aber in Form von BW-Schneetarnumhang oder Schneetarnanzug auch als komplettweiße Tarnung getragen werden.

Tranung im Winter wie wird es gemacht und was ist zubeachten

Den stärksten Kontrast zum Weiß bietet die schwarze Farbe, weswegen man möglichst versuchen sollte diese Farbe zu vermeiden. Aus diesem Grund sind Schuhüberzüge in jedem Fall zu empfehlen, wobei diese auch einen zusätzlichen Kälteschutz bieten können.
Eine alleinige Tarnung durch einen Anzug oder Poncho ist für den normalen Infanteristen oft ausreichend, für den Scharfschützen hingegen nicht. Dieser muss darauf achten, dass sowohl seine Ausrüstungsgegenstände, als auch sein eigener Körper vollständig verschwinden. Je nach Kältegrad gibt es weiße Sturmhauben, die sogar das Gesicht vollständig tarnen. Es ist aber auch möglich weiße Stoffstreifen (Mullbinde, vom Betttuch usw.) an Strickmützen, die es auch in weiß gibt, oder an Dschungelhüte anzunähen. Den Dschungelhut kann man zuvor mit Textilfärbemittel grauweiß oder ähnlich einfärben.
Für die Hände gibt es spezielle Schneetarnüberhandschuhe und für die Stiefel kann man Eigeninitiative zeigen, was man bei sämtlicher Schneetarnausrüstung zeigen kann. Vom Anzug bis zum Rucksackbezug kann man vieles selbst herstellen. Die Einweg-Maler/Staubschutzanzüge sind eventuell bekannt und diese lassen sich gut als Schneetarnung benutzen. Verfeinerungen an ihnen kann man mit einer Farbspraydose oder mit Pinselstrichen erreichen.
Durch einen Schneetarnanzug kann der Soldat sich relativ gut tarnen, aber seine Körperformen sind noch gut zu erkennen, was verräterisch sein kann. Bei der Benutzung eines Schneetarnumhangs sollte man auf eine Schneetarnhose aber nicht verzichten und auch der Schneetarnumhang ist nicht jedermanns Sache. Die Kälte des Winters ist nicht zu unterschätzen und sie wird durch Nässe weiter verstärkt, vor der man sich schützen sollte. Einteilige Anzüge, sprich Overalls, werden von einigen Scharfschützenteams bevorzugt. Wasserdichtigkeit wäre eine gute Angelegenheit, aber in der Praxis stehen oftmals keine solchen Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung - sie sind auch deutlich schwerer zu besorgen.
In der Winterstellung sollte der Scharfschütze nie auf eine Isomatte verzichten! Eine solche Matte ist aber eine große Fläche, die oftmals nicht weiß ist. Möchte man seine Tarnung perfektionieren (ein Einblick von oben in die Stellung durch den Gegner wäre ja möglich), dann sollte man diese durch Stoff abdecken (Betttuch) oder mit Farbe besprühen. Beim Umgang mit Sprühfarbe ist Vorsicht geboten, da die Farbe das Isomaterial angreifen könnte.
Die Aufklärungsgefahr durch Wärmebildkameras steigt im Winter noch einmal, da die Temperaturunterschiede zwischen dem menschlichen Körper und seiner Umgebung ansteigen. Der menschliche Körper hat eine Temperatur von 36°C, die Umgebungstemperatur liegt im Winter oftmals unter dem Gefrierpunkt. Dem Schützen ist es im Winter zusätzlich verwehrt in Erdlöchern Schutz zu suchen (s.o.). Das Aufstellen von Styroporfächern kann in Erwägung gezogen werden, falls überhaupt möglich.
Bei Pulverschnee besteht die Gefahr einer Schneewolke nach der Schussabgabe, was durch Feststampfen oder durch Benässung des Schnees verhindert werden kann.
Nicht vergessen werden darf die Tarnung der Waffe. Im Winter genügt oftmals eine Bemalung, aber auch eine Umwicklung mit weißen Mullbinden ist möglich. Es muss sicher sein, dass keine Funktion der Waffe beeinträchtigt wird (das Nachladen z.B.).



Das größte Problem der Wintertarnung taucht wohl in den Übergangsphasen auf, denn dort liegt oftmals nur eine unzureichende Schneemenge. Die Schneedecke ist in solchen Fällen alles andere als geschlossen und das liegt nicht am Bewuchs oder am Bodenprofil, sondern zumeist an den Niederschlagsmengen oder an der Temperatur. Bei fehlendem Bodenfrost z.B. bleiben die Schneemassen oft nicht liegen oder nur an vereinzelten Stellen. Ein Mann im Schneetarnanzug auf grüner Wiese kann sich gleich eine Signalweste anziehen! Ein Mann im grünen Ghillie auf einer schneebedeckten Fläche fällt nicht weniger auf!
Sollte der Boden schneebedeckt sein und die Bäume nicht, dann kann man eine Schneetarnhose tragen und den Oberkörper mit dem Standartmuster bedecken, was allerdings nur ein mittelmäßiger Kompromiss ist. Der Scharfschütze muss im Winter damit rechnen, dass die unterschiedlichsten Bedingungen vorherrschen, was an sein Ausrüstungsspektrum einige Anforderungen stellt. Von Fall zu Fall kann der Scharfschütze auf ein Tarnmuster zurückgreifen, das für ihn die bessere Kompromisslösung verspricht. Versucht möglichst die eigene Stellung aus Sicht des Feindes zu sehen, damit keine unliebsamen Überraschungen passieren.
Im Winter können Spuren besonders verräterisch sein. Im Idealfall bezieht man eine Stellung oder Durchkreuzt feindliches Gebiet, wenn es gerade schneit, denn dann werden die eigenen Spuren verschüttet und sind nicht mehr zu erkennen. Das Verwischen von Spuren ist sehr aufwendig und wenig erfolgsversprechend. Es klappt höchstens im Pulverschnee - bei Pappschnee kann man es eigentlich gleich lassen. Das Verwischen hat den Vorteil, dass der Feind aus den Spuren weniger Rückschlüsse ziehen kann (zwei einzelne Personen lassen auf Späh- oder Scharfschützentrupp schließen und das sollte vermieden werden). Andererseits ist es auch auffällig, wenn man seine Spuren verwischt und niemand sonst macht das.
Der Liegendanschlag ist insoweit nützlich, als dass er die Kontur des Schützen verkleinert, aber er führt auch zu mehr Bodenkontakt, was besonders im Winter mehr Auskühlung bedeutet (nochmals sei auf die Isomatte hingewiesen). Der Hintergrund sollte möglichst mit dem Schützen verschmelzen, um ihn nicht zu verraten.
Um einer Entdeckung in der Stellung entgegenzuwirken kann es nützlich sein, wenn man sich des Rückwärtslaufens betätigt, die Stellung weiträumig umfasst, um sie dann von der Rückseite zu beziehen. Ebenfalls sehr praktisch ist das Legen von falschen Spuren und eventuell das Verwischen der Fährte (s.o.).


Wie in den anderen Jahreszeiten ist der Schatten auszunutzen, aber man muss auch beachten, dass der Schatten wandert und dann zur Falle werden kann!
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Beitrag Verfasst am: Mi Aug 25, 2004 6:08 pm    Titel: Werbepause


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